Winterwelt: La Niña

Winterwelt-LaNinaChuck Dixon/Butch Guice
„Winterwelt: La Niña“
(Cross Cult)

1988 schufen der leider mittlerweile verstorbene argentinische Comiczeichner Jorge Zaffino und der amerikanische Vielschreiber Chuck Dixon gemeinsam ihre endzeitliche „Winterwelt„. Der Comic schlug ein wie eine Doom-BFG und beeinflusste Kreative weltweit. Gemeinsam mit dem Bildkünstler Butch Guice hat sich Schöpfer Chuck Dixon nun erneut an sein eisiges Szenario gesetzt und die „Winterwelt“ als Mehrteiler wiederauferstehen lassen. Für den ersten Part greift er auf seine „alten“ Charaktere, den Einzelgänger Scully und die junge Wynn, zurück, die gemeinsam irgendwie versuchen, die endlose Eiszeit zu überleben. Begleitet werden sie von dem Dachs Rahrah, dessen Riecher den beiden hin und wieder den Hintern rettet.

Irgendwann in der Zukunft ist die Welt zu Eis erstarrt. Die Meere sind zugefroren, alles wird von dicken Schneeschichten bedeckt. Nahrung ist zu einem unendlich wertvollen Gut geworden – Wärme und Schutz ebenso. Ein fahrendes Auto mit dem nötigen Treibstoff grenzt an ein Wunder. Kälte und Hunger haben den Homo sapiens massiv dezimiert und in seine Schranken verwiesen. In einem Schneefahrzeug tuckern Scully und Wynn einem mystischen Ort entgegen, in dem es niemals kalt sein soll. Doch das Gefährt gibt auf dem Weg über die Karibik kurzerhand den Geist auf. Geschwächt tappen die zwei weiter, in der Hoffnung das ominöse Ziel an der Küste irgendwann zu erreichen. Zum Glück finden sie in einem alten und unberührten Kriegsschiff ein neues Vehikel. Doch als sie das Festland erreichen, werden sie von den dortigen Siedlern nicht sonderlich freundlich begrüßt …

Es ist eine Reise ohne rosige Aussichten. Neben der sagenumwobenen Stadt sucht Wynn auch noch immer ihre Eltern – die Chancen auf ein positives Ende stehen aber nicht sonderlich gut. Auf ihrer Odyssee begegnen sie seltsamen Personen und zahlreichen Feinden. Und auch das angepeilte Refugium ist nicht unbedingt, was es verspricht.

Der erste Band der „Winterwelt“-Reihe greift zwar auf altbekannte Protagonisten zurück, führt aber auch neue ein. Vorkenntnisse des Achtziger-Originals sind darüber hinaus nicht vonnöten. Chuck Dixons Erzählstil ist bewegend und verbindet sich mit den stilvollen Farb-Zeichnungen von Butch Guice zu einem flotten und spannenden Schmöker.

Erscheinungsdatum: 23.02.2015
16×24, HC, 4c, 120 Seiten, Preis: 16,00 €
ISBN 978-3-86425-589-2

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