Viking Skull – Doom Gloom Heartache And Whiskey

Viking Skull
„Doom Gloom Heartache And Whiskey“
(Powerage Records/Soulfood)
Viking_SkullWer bei diesem Bandnamen pathetische Keyboardflächen, epische Wikingerchöre und schwülstige Germanenpropaganda erwartet, wird bereits beim ersten Song enttäuscht, denn die Mannen von Viking Skull bewegen sich irgendwo zwischen Motörhead, Black Sabbath und einem vollgesoffenen Biker. Entsprechend kommt der Titel der dritten Scheibe nicht von ungefähr, außer, dass „Whiskey“ eigentlich an erster Stelle stehen müsste. Denn hier gibt es dreckigen, rohen, direkten und schnörkellosen Metal der alten Schule. Komplexe Kompositionen, durchdachte Texte oder individuelle Arrangements sucht man vergebens, vielmehr hauen einem die neun Songs frontal auf die Glocken. Schon beim Eingang „Start A War“ kann man ziemlich schnell das Hirn auf Durchzug schalten, dafür aber mächtig die Rübe schütteln. Der rotzig-raue Gesang tut sein übriges, um die richtige Sex, Drugs und Rock’n’Roll-Stimmung heraufzubeschwören. Immer wieder lassen sich die alten Meister deutlich herauslauschen, mal mit Stoner-Touch, mal wuchtig fordernd. Eine Scheibe, die fernab jeglicher Innovation existiert, sich vielmehr einen dicken Pflatscher Kuhdung darum schert. „Doom Gloom Heartache And Whiskey“ lässt es schlichtweg ordentlich krachen – und das mit Erfolg.

Geekometer:

tentakel_7v10

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