Total War: Attila

Die Welt wird brennen

Total War: Attila

Total War: Attila

Im Jahr 2000 verblüfften die Entwickler von The Creative Assembly erstmals mit ihrem vielschichtigen wie komplexen Strategie-Epos „Total War„, das seinerzeit ins feudale Japan entführte. Es folgten Ausflüge ins Mittelalter, in die Antike, ins Kolonialzeitalter und Schlachten an der Seite Napoleons. Jetzt geht es mit „Total War: Attila“ hinein in die turbulente Völkerwanderungsepoche, eine Zeit, in der Roms Macht mehr und mehr zu schwinden begann.

Nachdem die beiden Söhne Kaiser Theodosius‘ anno 395 n. Chr. das gewaltige römische Großreich unter sich aufgeteilt hatten, schritt der Verfall dieser beispiellosen Hochkultur weiter voran. Schon die vorherigen Jahrhunderte waren von Krisen und schweren innen- wie außenpolitischen Problemen gezeichnet – wie beispielsweise die Niederlage in Adrianopel im Jahre 378 –, aber Theodosius I. war es immerhin gelungen, den Osten des Imperium Romanum zu stabilisieren. Seine Söhne hatten weniger Glück und alleine Rom wurde 410 von den Westgoten und erneut 455 von den Vandalen geplündert – die einstige Millionenmetropole schrumpfte bis zum Ende des 5. Jahrhunderts auf etwa 200.000 Einwohner zusammen.

Erhalten oder niederreißen
In „Total War: Attila“ kann sich der Spieler entweder auf die Seite Roms stellen und das gewaltige Reich vor der drohenden Apokalypse bewahren, oder aber auf einem der Rösser der osteuropäischen Reitervölker Platz nehmen und mit einer riesigen Horde den Untergang Roms besiegeln. Sowohl das Ost- als auch das Weströmische Imperium können zu Beginn auf zahllose Ländereien und Ressourcen zurückgreifen, müssen sich dafür aber mit politischen Intrigen und Rangeleien herumschlagen. Als Hunnenkönig oder Gotenführer darf man dagegen von den neu entwickelten „Horde Mechanics“ des Spiels Gebrauch machen. Denn als mobiles Reitervolk ist man nicht an eine feste Siedlung oder Ländereien gebunden, sondern kann jederzeit und überall ein Lager aufschlagen – und wieder abbrechen, wenn es die strategische Lage erfordert. Sollte man dennoch einmal in einer eroberten Stadt sesshaft geworden sein, führt eine Zerstörung der Bleibe durch den Feind oder das Verlassen derselben nicht zum Untergang, sondern die eigenen Truppen kehren zu ihrem anfänglichen Hordenstatus zurück und können munter weiterziehen. Neu ist auch, dass die Reitervölker eine Stadt dem Erdboden gleichmachen können, um sie im Notfall nicht dem Gegner zu überlassen.

Tradition und Innovation
„‚Mit ‚Total War: Attila‚ haben wir ein ‚Total War‚-Spiel entwickelt, das Fans der Serie herausfordern und in seinen Bann ziehen wird“, so Janos Gaspar, der Projektleiter bei Creative Assembly. „Wir bringen einige Features zurück, die bei Fans der Serie sehr beliebt waren, wie beispielsweise Stamm- und Fähigkeitenbäume, und verbessern viele der ‚Total War‚-Kernaspekte, die ihnen ebenfalls wichtig sind. Aber um dieses Zeitalter wirklich zum Leben zu erwecken, bieten wir ihnen darüber hinaus viele neue strategische Optionen an, wie etwa ein erweitertes Straßenkampfsystem, Zivilisten, vollständige Zerstörung von Siedlungen und dynamische Feuer, die sich rasant in einer hart umkämpften Stadt ausbreiten können. Um allen Widrigkeiten zum Trotz zu überleben, werden Spieler an die Grenzen ihrer Fähigkeiten gehen müssen – und sie werden jede einzelne Minute davon genießen.“

Natürlich wurden die herausragenden Tugenden der Reihe beibehalten und so kann das eigene Volk und Reich wieder auf zweierlei Arten verwaltet werden. Das Hauptgeschehen findet in rundenbasierender Ruhe auf einer riesigen Weltkarte statt. Hier kann nach Belieben geschaltet und verwaltet werden. Diplomatie, Truppenbewegungen und andere strategische Optionen werden hier geplant und ausgeführt. Erst wenn es zu einer Schlacht kommt, schaltet das Spiel in den Echtzeit-Modus und der Herrscher muss sich auf Augenhöhe seiner Armeen begeben und unter massivem Zeitdruck bedeutende und schlachtenbestimmende taktische Entscheidungen fällen.

Die optimierte Geißel Gottes
Um von den zahlreichen Möglichkeiten von „Total War: Attila“ nicht erschlagen zu werden, helfen und begleiten den Spieler jederzeit etliche Berater. Diese überwachen das Spielgeschehen und mischen sich gegebenenfalls mit Tipps und Vorschlägen ein. Praktischerweise sind die Ratgeber justier- bzw. einstellbar, so dass diese an die Fähigkeiten des Herrschers angepasst werden können und erfahrenere „Total War„-Jünger nicht mit andauernden Kommentaren nerven.

Darüber hinaus hilft die neue „Aide de Camp“-Funktion dem Feldherrn, die Übersicht zu bewahren. Denn wer an verschiedenen Fronten in Belagerungen und Schlachten steckt, kann schnell einmal wichtige strategische Umbrüche übersehen. Kracht also irgendwo die Mauer einer beschossenen Feste ein, wird der Spieler nun entsprechend darauf hingewiesen. Belagerungen sind aber generell eine sehr aufreibende Angelegenheit, die von den Entwicklern ebenfalls deutlich optimiert wurde. So können längere Belagerungen dazu führen, dass es zu internen Problemen durch Unterversorgung oder den entsprechenden erhöhten sozialen Druck kommt. Eine Eskalation ist da nicht ausgeschlossen.

Erfreulich ist auch, dass der Spieler die Siegbedingungen des Spieles an die eigenen Wünsche anpassen kann. Das kriegerische Niederbrennen feindlicher Siedlungen ist zu brutal? Dann bietet sich ein Sieg durch kulturelle Überlegenheit an, oder möchte sich der Kaiser doch eher als erfolgreicher Ökonome hervortun? Es gibt zahlreiche Möglichkeiten als Triumphator aus dem Weltgeschehen hervorzugehen! Neben dem Oströmischen Reich lassen sich übrigens auch u.a. Goten, Vandalen, Sassaniden, Sachsen und Franken durch die Völkerwanderung steuern – und mit der Erweiterung „Viking Forefathers“ kommen sogar noch Gauten, Dänen und Jüten hinzu.

Die viele Millionen Mal verkaufte „Total War„-Reihe geht am 17. Februar 2015 für Windows PCs und Macs in die nächste Runde und setzt ihre Erfolgsgeschichte mit „Attila“ eindrucksvoll fort. Historische Authentizität und ein packendes Spielerlebnis gehen einmal mehr Hand in Hand, gepaart mit einer atemberaubenden grafischen Pracht und einer dichten, beängstigenden Atmosphäre.

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