The Witcher 3: Wild Hunt

2D Boxshot Wizard v1.1

The Witcher III – Wild Hunt

Geralts grande finale

Im Herbst 2007 durfte der Monsterjäger Geralt von Riva, entsprungen aus den Fantasy-Romanen des polnischen Schriftstellers Andrzej Sapkowski, erstmals virtuellen PC-Boden erobern. Vier Jahre später folgte mit „Assassins Of Kings“ eine großartige Fortsetzung des gelungenen Debüts, die erstmals auch Konsoleros in die sagenhafte Spielwelt entführte. Nach langen Aufschüben wird es am 19. Mai endlich so weit sein und „The Witcher 3: Wild Hunt“ wird die Trilogie komplettieren.

Andrzej Sapkowski schuf mit dem Protagonisten Geralt von Riva einen einzigartigen und ungewöhnlichen Heroen. Bereits in den frühen Neunzigern ließ der Autor den weißhaarigen Hexer erstmals auf eine komplexe und erwachsene Fantasywelt los und legte nach dem durchschlagenden Erfolg sechs dicke Romane nach (der sechste Band „Zeit des Sturms“ ist Anfang April auch in Deutschland erschienen).

Geboren wurde der Recke als Sohn der Zauberin Visenna, die ihn nach seiner Geburt in die Feste der Hexer, nach Kaer Morhen, brachte. Dort wurde er in den Künsten des Kampfes, der Monsterjagd und der Magie unterrichtet. Um ihren monströsen Gegnern gewachsen zu sein, bedienen sich die Ungetümjäger einer besonderen Form der Alchemie, die es ihnen erlaubt, effektive Tränke und Waffentinkturen herzustellen. Zur Ausbildung gehört auch die sogenannte Kräuterprobe, die nur wenige Probanden überleben. Ihr hat Geralt sein weißes Haar, die unheimlich geschlitzten Augen und die Pigmentstörungen zu verdanken – aber auch etliche übernatürliche psychische wie physische Fähigkeiten. Nach seiner Ausbildung zog der kühne Recke als professioneller Ungetiervernichter durch die Lande und verdiente damit seine Brötchen.

Zu seinem Arbeitswerkzeug gehören neben zahllosen Gebräuen seine beiden Schwerter, eines aus Silber, um Ungeheuer zu zerlegen, und eines aus Stahl, das zur Bekämpfung menschlicher und niederer Feinde dient. Denn die Welt in der Gwynbleidd (zu Deutsch der weiße Wolf) – so nannten ihn einst die Dryaden – lebt, ist kein kitschig-kunterbuntes Märchenreich, sondern ein grimmer, düsterer Ort. Kriege und Krankheiten zeichnen die Ländereien, Habgier und Missgunst prangen wie klebrige Narben an den Nationen. Überall drohen soziale Spannungen ganze Familien und Völker auszumerzen, denn die Menschen kommen nicht besonders gut klar mit den Anderlingen, jenen nicht-menschlichen Völkern. So hat auch Geralt immer wieder mit Vorurteilen und offenem Hass zu kämpfen, doch seine außergewöhnlichen Fähigkeiten helfen ihm ein ums andere Mal aus der Patsche.

Nachdem er im zweiten Teil der Videospielreihe, „The Witcher 2: Assassins Of Kings„, seine eigene Unschuld am Tod des Königs beweisen musste, wird er auch im dritten Teil erneut in politische Konflikte verwickelt. Das Kaiserreich Nilfgaard überfällt mit seiner Armee die nördlichen Königreiche und stürzt damit alles in Chaos. Doch hinter diesen weltlichen Bedrohungen erhebt sich ein noch viel größerer Schatten, dem sich der Hexer stellen muss.

The Witcher 3: Wild Hunt“ erzählt dabei zwar die Geschichte des mächtigen Antihelden weiter, ermöglicht aber auch Neulingen einen problemlosen Einstieg. Dafür wurde extra ein aufwändiger Prolog inszeniert, der die Spieler in das Geschehen und die Spielmechanik einführt. Das ist auch bitter nötig, denn die erkundbare Welt von „Wild Hunt“ ist 30 mal größer als noch beim Vorgänger und nahezu beliebig erforschbar. Überall lauern Gefahren, Aufträge und Schätze auf den Weißen Wolf und ermöglichen wochen-, ja, sogar monatelangen Spielspaß in einer atemberaubend präsentierten mittelalterlich angehauchten Fantasywelt. Die Grafik ist umwerfend und nur selten gab es so wunderschön gestaltete Städte und Siedlungen, düstere Höhlensysteme, bedrohliche Wälder, morastige Sümpfe oder raue Hügelländer zu sehen. Dabei haben die polnischen Entwickler von CD Projekt den einzelnen Regionen nicht nur erkennbare kulturelle Eigenheiten verpasst, sondern auch ein eigenständiges Leben eingehaucht, basierend auf den Romanen von Andrzej Sapkowski.

Gleichsam traumhaft ist die Rollenspielerfahrung selbst, denn zahllose Aktionen des Spielers hinterlassen deutliche Spuren in der virtuellen Welt. Hinzu kommt ein überholtes Kampfsystem (das anstatt mit 20 Animationen wie beim zweiten Teil nun mit beachtlichen 96 aufwartet), das durch die magischen Fähigkeiten, eine fesche Armbrust mit variablen Bolzen, aufwertbaren Waffen, einem alchemistischen Sammelsurium sowie einem besonderen Jägersinn, der Spuren entdeckt und besondere Fähigkeiten und Nachteile der Monster erkennen lässt, variantenreich ergänzt wird. Der Spieler hat dadurch eine Vielzahl an Möglichkeiten, die schier endlosen Abenteuer zu bestehen. Ein wahrlich bombastisches Trilogiefinale. Wir zählen schon die Tage.

Geekgunst:

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