The Road

The_Road_Amaray_DVD_Standard_886978575197_2D.300dpiThe Road
(Senator/Universum)

Schon oft wurde versucht, die Apokalypse filmreif zu machen, meist aber mit mäßigem Erfolg. Entweder mutierte das Ende der Welt zu actionreichem „Mad Max“-Trash, scheiterte an salbungsvollen Heilsbotschaften oder wurde von Hollywooddogmen in die Knie gezwungen – schließlich muss ein Film ja unterhalten. „The Road“ nimmt hingegen seine Zuschauer mit in eine bittere, feindliche und tote Welt. Nur noch einige Insekten krabbeln über das verdorrte Land, Pflanzen und Tiere gibt es schon lange keine mehr. Auch der Homo sapiens hat den alles vernichtenden Blitz kaum überstanden und wurde bald zu seinem eigenen Schlächter, denn der Mensch ist die einzig verbliebende Nahrungsquelle. Doch irgendwo kämpfen sich – übrigens zum Soundtrack von Nick Cave – zwei Figuren durch die Ruinen der Zivilisation, ein Vater (Viggo Mortensen) und sein Sohn (Kodi Smit-McPhee). Wo nur Neid, Hunger, Krankheit und der Tod regieren, wandern die beiden ermattet und niedergeschlagen gen Süden und versuchen dabei, das Feuer der Menschlichkeit zu bewahren. Besser, als es John Hillcoat hier getan hat, kann man den grandiosen gleichnamigen Roman von Cormac McCarthy nicht umsetzen. Auch die schauspielerischen Leistungen der Darsteller sind nicht zu überbieten und die Kulissen schlichtweg atemberaubend – wodurch der Zuschauer unvermittelt am Geschehen teilhaben „muss“. Und obwohl es keinerlei Erlösung zu geben scheint und sich immer wieder Klumpen in der Bauchgegend und im Hals zusammenballen, bleibt ein kleiner Funken Hoffnung zurück. Ein Meisterwerk!

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