The Other F Word

The Other F Word
(Arthaus)

Sex, Drogen und Rock’n’Roll sind auf den ersten Blick Antagonisten zu einem treusorgenden Familienleben und einer verantwortungsvollen Erzieherrolle. Was passiert aber, wenn ein nach Anarchie und Revolution brüllender Punk-Rocker Vater wird? Schluss mit lustig? Die Karriere an den Nagel hängen? Oder lassen sich wildes Musikerleben und Vaterrolle unter einen Hut bringen? Die Dokumentation „The Other F Word“ nimmt sich einiger Koryphäen der amerikanischen Punk-Rock-Szene an und fühlt ihrem Familienleben auf den Zahn. Bei einer bloßen Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Situation bleiben die Macher allerdings nicht, sondern ergründen die Vergangenheit der Musiker, loten The Other F Word_2aus, weshalb man so viel Hass in sich trug und wie man mit diesem als teils mehrfacher Vater umzugehen gelernt hat. Aber auch der Alltag ist nicht problemfrei, denn als von oben bis unten tätowierter und gepiercter Iroträger im abgerissenen Punkeroutfit hat man es auf dem Spielplatz mit seinem Kleinen nicht unbedingt einfach. Anstelle von „fuck“ hat man sich nun mit Leib und Seele der „fatherhood“ verschrieben, auch wenn sich das Leben auf Tour nur bedingt mit Erziehung und einem aufwachsenden Spross in Einklang bringen lässt. Eine gleichsam traurige wie lustige Berg- und Talfahrt durch das Leben einiger Punk-Rock-Größen, die überraschend viel Verantwortungsbewusstsein und Idealismus offenlegt.

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