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Elite Dangerous

Unendliche Weiten

Unzählige Tage, Wochen und Monate flogen Videospieler der ersten Generation mit dem innovativen Science-Fiction-Epos „Elite“ anno 1984 durch das monochrome Vektor-Weltall. Nun hat Urvater David Braben mit seiner Crew von Frontier Developments mit „Elite Dangerous“ nach erfolgreichem Crowdfunding und Jahren der Entwicklung einen vierten Vorstoß in das komplexe Universum gewagt – nach PC und Mac dürfen seit dem 06. Oktober auch Xbox One-Spieler handeln, forschen, kämpfen und staunen.

Elite Dangerous“ hat alles, was auch die Originalversion der Achtziger zu bieten hatte: einen schier unendlichen Kosmos, einen Haufen Gegner, zahlreiche aufrüstbare Schiffstypen, ein forderndes Handelssystem und ein süchtig machendes Spielprinzip. Leider wirkt der vierte Part der Reihe in mancherlei Hinsicht aber auch ein wenig altbacken. Gerade Neulinge, die dem Charme der Commodore-64- oder Apple-Version aus Altersgründen noch nicht erliegen konnten, werden ohne jegliche Vorbereitung und Sicherheitsvorkehrung ins All geschubst, um dort aus den eigenen Fehlern zu lernen und durch Ausprobieren klug zu werden … oder aber überfordert die Laserflinte ins Korn zu werfen. Ein Tutorial oder ein erstes Einstiegszenario wären wünschenswert gewesen, um Spieler langsam an den riesigen Umfang heranzuführen. Immerhin gibt es einige Trainingsmissionen, Hilfestellungen in Form von Videos und ein beratendes Handbuch – eine zeitgemäße Einführung ersetzt dies aber nicht.
Ist diese Hürde jedoch übersprungen, die Steuerung des eigenen Raumschiffs verinnerlicht und die erste Landung auf einer Raumstation gelungen, dann saugt „Elite Dangerous“ den Spieler vollkommen auf, lässt ihn teilhaben an einer riesigen, lebendigen Welt. Über ein Nachrichtensystem kann der Pilot sich über aktuelle Ereignisse auf dem Laufenden halten, sich in politische Konflikte einmischen und damit den Lauf der fiktiven Geschichte beeinflussen. Jeder einzelne Raumkapitän kann mit seinen Taten das Zünglein an der dynamisch regierenden Weltenwaage sein. Gelingt ein Aufstand oder wird er von der herrschenden Obrigkeit niedergeschlagen? All das wird von der Community entschieden.

Wer dem Trubel des Zeitenlaufs entfliehen will, kann aber einfach auch als Händler durch das grafisch beeindruckende Weltall segeln. Wer aber keine Lust auf langwierige Geschäftsreisen hat, versucht sich vielleicht lieber als Schmuggler – mit den jeweiligen strafrechtlichen Konsequenzen. Natürlich gibt es ausreichend Piraten, die die Handelsrouten unsicher machen und entweder geschickt umgangen oder mutig bekämpft werden müssen. Dabei ist vor allem die eigene Ausrüstung von Bedeutung, wobei nicht nur neue Schilde, Waffen und andere technische Gimmicks für den persönlichen Weltraumboliden erstanden werden können, sondern auch die Verteilung der Schiffsenergie auf Schilde oder Waffen von taktischer Bedeutung ist. Der Kampf ist letzten Endes zwar physikalisch nicht wirklich realistisch, macht aber eine Menge Spaß, geht vor allem mit dem Joypad gut von der Hand und lässt Veteranen angesichts der vielen Erinnerungen an zurückliegende Dogfights feuchte Äuglein bekommen. Wer diese Scharmützel liebt und meistert, kann gewiss auch die Laufbahn eines Freibeuters einschlagen und arglose Frachter und Händler in Stücke schießen. Auch als Kopfgeldjäger kann eine Menge Ansehen und Kohle gewonnen werden, denn das Verbrechen ist bekanntlich immer und überall.

Für Abwechslung sorgen zahllose Zufallsmissionen, die den Spieler gerade zu Beginn vor spannende Herausforderungen stellen. Allerdings nutzt sich die anfängliche Faszination der Aufträge schnell ab und „Elite Dangerous“ beginnt etwas an der kaum vorhandenen Story zu kranken. Es fehlt ein komplexer Rahmen, ein mitreißender Plot oder eine motivierende Meta-Geschichte. Sieht man jedoch über diese kleinen Mängel hinweg und erfreut sich an der grandiosen Cockpitaussicht, den zahlreichen steuerbaren und umrüstbaren Gefährten, dem tollen Fluggefühl, dem einzigartigen Flair und den endlosen Sternenerkundungen, entführt „Elite Dangerous“ in ein göttliches Weltraumnirwana in dem geflogene Stunden wie Minuten erscheinen.

Geekometer:

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Planetenkunde

Mit der Erweiterung „Elite Dangerous: Horizons“ dürfen PC- und Mac-Piloten Ende des Jahres planetare Landemissionen durchführen, um nach Mineralien, abgestürzten Schiffen, Notsignalen und Außenposten zu suchen. Sogar Angriffe können bei den Bodenmissionen koordiniert werden.
Mit dem Oberflächenfahrzeug „Scarab“ können die einzelnen Himmelskörper erforscht und weitere Bodenaktionen eingeleitet werden. Für 2016 kündigen Frontier Developments weitere zusätzliche Features an, um den gewaltigen Spielumfang noch weiter auszubauen.

Verlosung: ARK – Survival Evolved

ARK-SE_LOGODer Ritt auf dem T-Rex

Das Survivalgenre  liegt voll im Trend. Schutz vor widrigen Wetterbedingungen suchen, die Nahrungsgrundversorgung sichern, heimtückische Feinde abwehren – kurzum am Leben bleiben. Mit „ARK – Survival Evolved“ schickt  Studio Wildcard einen äußert kultverdächtigen Vertreter ins Rennen, der vor allen Dingen im massiven Mehrspielermodus zu voller Größe aufläuft. Der Spieler landet dabei auf einer mysteriösen Insel, nahezu nackt und ohne jegliche Hilfsmittel. Es ist nun an ihm, sich um Nahrung und Unterkunft zu kümmern, wobei er bauen, ernten, erforschen und kämpfen muss. Während anfangs nur einfache Steinäxte gefertigt werden können, vermag der virtuelle Überlebende später auch ganze Gebäudekomplexe mit Wasserleitungen zu konstruieren. Doch so einfach lassen sich diese gar nicht erhalten, denn auf der Insel leben unzählige Arten von Dinosaurieren – im Wasser, zu Land und in der Luft. Diese können schnell zur Gefahr werden, können aber auch – und das ist einer der Höhepunkte des Spiels – über Kräutertinkturen u.ä. Besänftigungsmethoden domestiziert, dressiert und abgerichtet werden. Wer schon mal eine ganze Horde Dinos vor seinem Haus als „Wachhunde“ platziert hat, versteht schnell die Faszination an „ARK“.

Gemeinsam mit Studio Wildcard verlosen wir 2 Steam-Keys für den Early-Access, so könnt ihr schon jetzt teil der stetig wachsenden Community werden, gefräßige Giganten zähmen und euch durch atemberaubende Urwälder wühlen. Wer mitmachen möchte, trage sich am Ende dieser Seite ein und bete zu den großen Alten. Die Aktion läuft noch bis Freitag, 09. Oktober 2015.

Gewinnspielteilnahme

2 + 1 = ?

Divinity: Original Sin Enhanced Edition


Experimentiere und Erforsche!

Im Sommer 2014 luden die belgischen Larian Studios mit „Divinity: Original Sin“ zur fünften Reise in die fantastische Rollenspielwelt von Rivellon ein. Die über Crowdfunding finanzierten Abenteuer waren jedoch nur auf Windows, Linux und Mac OS X spielbar. Ab 27. Oktober 2015 dürfen endlich auch Xbox One- und PlayStation 4-Besitzer das hochgelobte Computerrollenspiel genießen und sich bequem via Joypad durch die traumhaften Szenarien bewegen.

Die Belgier haben jedoch nicht nur eine simple Portierung vom Computer auf die Konsole vorgenommen, sondern das Spiel grundlegend überarbeitet, damit Konsoleros in den bestmöglichen Genuss kommen. Entsprechend heißt die Fassung nun auch „Divinity: Original Sin Enhanced Edition“ und bietet eine ganze Reihe neuer Funktionen.
Dies beginnt bei dem modifizierten Benutzerinterface, das sich auf die bequeme Bedienung per Joypad konzentriert und dennoch den kompletten Umfang an Befehlen und Eingaben verarbeiten kann. Dadurch kann das stimmungsvolle Rollenspiel nun auch von der behaglichen Couch aus gesteuert werden.
Schon bei der Computervariante vom letzten Jahr machte „Divinity“ im kooperativen Zweispielermodus besonders viel Spaß. Dabei durfte jeder Teilnehmer zwei der möglichen vier Helden aus der Gruppe übernehmen. Allerdings war bisher eine Internetanbindung nötig. Jetzt können zwei Freunde gemeinsam vor der Konsole im Couch-Koop miteinander auf Abenteuerreise und Monsterjagd gehen. Sobald sich die einzelnen Charaktere zu weit auseinanderbewegen, schaltet die „Enhanced Edition“ dynamisch auf einen geteilten Bildschirm um, so dass jeder Spieler den Überblick bewahren kann und völlige Bewegungsfreiheit genießt.

Freiheit, so betonen die belgischen Entwickler, ist so oder so das Zauberwort bei „Divinity: Original Sin„, denn die zahlreichen Missionen und Aufträge können auf unterschiedliche Weise absolviert werden. Der Spieler wird bewusst von den Machern ermutigt, mit den unterschiedlichen Fähigkeiten der Heldengruppe zu experimentieren. Dabei gilt es die interaktive Umgebung zu berücksichtigen, die auf unterschiedliche Arten manipuliert werden kann. Mit Hilfe von Wasserzaubern können Brände gelöscht werden. Eiszauber können Flüsse in Schlittschuhbahnen verwandeln und Blitze, die auf Wasserflächen abgefeuert werden, setzen die darin stehenden Gegner unter Strom – so reagiert jedes Element mit seiner Umwelt. Diese wurde für die Neuauflage gründlich überarbeitet, grafisch wie auch klanglich. Darüber hinaus wurden sämtliche Charaktere im Spiel nun mit hochkarätigen Sprechern besetzt, so dass etliche Dialoge vertont wurden. Die Larian Studios sind sogar so weit gegangen, die Story selbst zu verfeinern und zu erweitern. Hierbei wurden nicht nur einige Szenen ausgebessert, sondern tatsächlich vollkommen neue hinzugefügt. Auch das große Finale hat noch eine alternative Überraschung parat.

In Kombination mit einer Reihe neuer Fertigkeiten, Gestaltungsmöglichkeiten für die eigenen Helden, neuen Spielmodi und Questen ist „Divinity: Original Sin Enhanced Edition“ zu einem Pflichtspiel für Freunde komplexer Fantasy-Rollenspiele geworden. Dabei wurden die Tugenden des Originals allesamt beibehalten. Die klassische isometrische 3D-Perpektive ermöglicht eine taktische Übersicht der Ereignisse und erleichtert die Orientierung in der riesigen Welt. Die sozialen Fähigkeiten und Zauber der Gruppe können effektiv zum Einsatz gebracht werden, so dass nicht nur Haudrauf-Heroen mit dicken Waffen eine Chance haben. Sollte es dennoch einmal zum Kampf kommen, geht es nicht um schnelles und chaotisches Knopfgedrücke, sondern um Köpfchen. In rundenbasierten Zügen kann das taktische Geschick unter Beweis gestellt werden.

Die dicht verwobene Handlung spielt noch vor dem Erstling „Divine Divinity“ aus dem Jahre 2002 und führt somit zu den Wurzeln der fiktiven aber lebendigen Welt von Rivellon zurück. Die beiden Protagonisten, ein Kämpfer und eine Jägerin, sind Quelljäger, Mitglieder eines angesehenen Ordens, der gegen verbotene Magiepraktiken vorgeht. In dem lauschigen Küstenstädtchen Cyseal sollen sie den Mord an einem Magier untersuchen. Kein einfaches Unterfangen, denn für seinen Tod kommen einige Bewohner der Siedlung in Frage. Aber natürlich steckt mehr hinter der ganzen Sache, als anfangs ersichtlich ist – und wieder mal muss der Untergang der Welt verhindert werden. Mit viel Humor, frischen Ideen und einer packenden Story legen die belgischen Entwickler ein faszinierendes Kleinod von Rollenspielern für Rollenspieler vor.

Geekometer:

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Guns, Gore & Cannoli

Der Zombie-Pate

Was passiert, wenn man einen schicken handgezeichneten 2D-Sidescroller Marke „Metal Slug“ mit dem „Paten“ und einer kleinen Zombieapokalypse verquirlt? Das Ergebnis heißt „Guns, Gore & Cannoli“ und ist seit Ende April für Mac und PC erhältlich, seit kurzem auch für die Xbox One und in Bälde für die PlayStation4.

Während der Prohibitionszeit muss Vinnie Cannoli, ein waschechter Mafioso, in dem lauschigen Städtchen Thugtown nach seinem verschwundenen Kumpel suchen. Dummerweise findet das eine rivalisierende Verbrecherfamilie nicht wirklich erfreulich und hetzt ihm einen Haufen grantiger Gangster auf die Pelle. Doch die Goldenen Zwanzigerjahre sind davon abgesehen gar nicht so glänzend, denn wie aus dem Nichts bricht plötzlich noch eine Zombieapokalypse los und Vinnie muss sich mit einer Reihe widerlicher Untoter herumschlagen.

Zum Glück kann er bei seinem schwierigen Auftrag auf eine ganze Latte Waffen zurückgreifen, wobei er im Laufe des bleihaltigen und vor allem auch herrlich blutigen Abenteuers zusehends mehr Ballermänner einsacken kann. Zu Beginn steht ihm lediglich eine kleine Knarre (mit unendlich viel Munition) zur Verfügung; es folgen unterschiedliche Schrotflinten, Maschinengewehre, Flammenwerfer, Bazookas und ähnliche Spielereien – selbstverständlich dürfen auch Handgranaten und Molotov-Cocktails nicht fehlen, um der Zombiebrut ordentlich einzuheizen. Um sich durch die Levels zu manövrieren, kann der virtuelle Mafioso mit einer intuitiven Steuerung gelenkt werden, per Knopfdruck über Hindernisse (oder Feinde) hüpfen, sich geschickt hinter Objekten in Deckung abknien und mit einem beherzten Tritt Schalter umlegen, Türen auftreten und ekelige Kontrahenten auf Distanz halten.

GGC_IconDie einzelnen Kapitel der Geschichte werden abwechslungsreich in Szene gesetzt, sowohl in Bezug auf die Story als auch vom Design her. Jedes neue Level bietet skurrile neue Gegnertypen, zu denen an Luftballons schwebende mit Gasgranaten um sich werfende Zwuggel, ehemalige Footballspieler, schießwütige Soldaten, verweste Dominas aber später auch mutierte Riesenratten gehören. Jeder Feind hat seine individuellen Angriffsmuster, Stärken und Schwächen und lässt sich am besten mit einem speziellen Waffentyp beseitigen. So nützt es wenig, dem Soldaten auf seinen Helm zu ballern, während schildtragende Mafiosi nahezu über einen Ganzkörperschutz verfügen und einer besonderen Behandlung bedürfen.
Davon abgesehen stehen aber noch genügend interaktive Objekte wie Autos oder Fässer in der Gegend herum, die bei Beschuss explodieren, um sich Scharen von heranstürmenden Widersachern vom Leib zu halten. Häufig hilft dabei wildes Umherballern, aber vielerorts – vor allem bei den knackigen Bossgegnern – muss mit Taktik und Köpfchen vorgegangen werden, um beispielsweise die Soldaten aus ihren Schützengräben und Wachtürmen zu bekommen.

 

Vierfacher Bumm

Die Grafik ist herzallerliebst und fängt den Trash-Charme perfekt ein. Begleitend zu den handgezeichneten Hintergründen und schön animierten Protagonisten gibt es passende Klänge aus den 1920ern. Zu besonderer Hochform läuft „Guns, Gore & Cannoli“ allerdings im lokalen Mehrspielermodus auf, denn bis zu vier Zocker können sich gemeinsam gegen die feindlichen Horden werfen. Dies ermöglicht mehr taktisches Vorgehen und ist überdies bei den Bossgegnern sehr hilfreich.

Die Entwickler haben dem kooperativen Kampagnenmodus allerdings noch einen äußerst spaßigen „Vs Mode“ hinzugefügt, bei dem sich bis zu vier Mafiosi gegenseitig um die Ecke bringen müssen. Dazu zoomt das Geschehen perspektivisch deutlich heraus, um die verschiedenen kleinen Levels in Gänze auf dem Bildschirm darzustellen. Hier dürfen die Ganoven über – je nach Level mehr oder weniger – verschachtelte Plattformen hüpfen, Waffen aufsammeln und sich gegenseitig zerblasen. Wer als erster Spieler eine bestimmte Punktzahl erreicht, geht als Patenkönig aus dem Wettkampf hervor. Aber Vorsicht, das flotte und chaotische Gemetzel von den belgischen Entwicklern der Crazy Monkey Studios macht schnell süchtig!

Geekometer:

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Verlosung: Elite Dangerous

Elite_Dangerous_CoverAuf zu neuen Welten

Ian Bell und David Braben revolutionierten 1984 mit „Elite“ das Spielegenre. Die innovative Verknüpfung aus Wirtschaftssimulation und Weltraumballerei war einzigartig, bockschwer und faszinierend. Das Konzept wurde etliche Male kopiert, blieb aber unerreicht. Im letzten Jahr erschien mit „Elite Dangerous“ eine Portierung ins neue Jahrtausend – direkt aus der Hand des Meisters, David Braben. Anfangs kamen nur Windows-Jünger in den Genuss des komplexen SciFi-Epos, aber seit einigen Wochen dürfen auch Mac-OSX-Nutzer in die Weiten des Weltalls vordringen.

Der Publisher Frontier Developments hat uns drei Steamcodes für „Elite Dangerous“ zur Verfügung gestellt, die sowohl für die Mac- als auch für die Windows-Version genutzt werden können (jeweils im Wert von 49,99 Euro). Wer mitmachen möchte, trage sich am Ende dieser Seite ein und bete zu den großen Alten. Die Aktion läuft noch bis Freitag, 25. September 2015.

Wer Elite nicht kennt, der findet hier eine kurze offizielle Zuzsammenfassung:

„Entdecke in deinem eigenen Raumschiff eine unbarmherzige Galaxie.
Mit nichts als einem kleinen Raumschiff und ein paar Credits machst du dich auf, um dir das Können, das Wissen und die Macht anzueignen, die du brauchst, um zur Elite zu gehören.

400 Milliarden Sternensysteme. Unendliche Freiheit. Jeder ist ein Pionier.
Wir schreiben das Jahr 3300. Vor dir liegen die unvorstellbaren Weiten einer fantastischen, maßstabsgetreuen Nachbildung unserer Milchstraße. Interstellare Rivalitäten flackern auf, wenn die galaktischen Supermächte ihre Stellvertreterkriege führen.

Manche werden sich mit dir verbünden – für andere bist du ein Pirat, ein Kopfgeldjäger, ein Schmuggler, ein Erkunder, ein Mörder oder ein Held … Schlag dich allein durch oder fliege Seite an Seite mit deinen Freunden. Egal, ob du für eine Sache brennst oder deinen eigenen Weg gehst – durch dein Handeln veränderst du die Galaxie um dich herum und schreibst dein eigenes Kapitel ihrer unerschöpflichen Geschichte.“

Gewinnspielteilnahme

0 + 4 = ?

Until Dawn

Texas Screamsaw Descent on Friday the 13th

Das Horrorgenre ist – einem Superzombie gleich – nicht totzukriegen. Ganz im Gegenteil: Metzel-Slasher, Creature-Heimsuchungen und Untoten-Apokalypsen erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit. Schneller, härter, blutiger und ekliger ist da meist die Devise. Die britischen Entwickler von Supermassive Games haben im Gegensatz dazu mit „Until Dawn“ exklusiv für die PlayStation 4 einen ganz besonderen Gänsehaut-Cocktail angerührt und mit der Grundmechanik eines „Heavy Rain“ verwoben.

Mit den Gefühlen anderer sollte man nicht spielen, schon gar nicht, wenn es die eigenen Kumpels sind. So wird ein dummer Streich unter Freunden zu einer fürchterlichen Tragödie. Als die empfindsame Hannah von ihrer Clique wegen ihrer Liebe zu Mike gehänselt wird, läuft sie weinend und gekränkt in den nächtlichen Wald. Ihre Schwester Beth folgt ihr – und das ist das letzte Mal, dass die acht Freunde die beiden Mädels lebend zu Gesicht bekommen. Groß angelegte Suchaktionen in dem weitläufigen Gebirgsareal bleiben erfolglos und so werden die beiden für tot erklärt.
Ein Jahr später lädt der schwer traumatisierte Bruder der beiden Verschollenen die verbliebenen Freunde in das entlegene Anwesen in den Bergen ein, um die Vergangenheit ein für alle mal ruhen zu lassen und gemeinsam eine wundervolle Zeit zu verbringen. Doch die Zusammenkunft läuft anders als geplant und wird alles andere als entspannend.

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Die Qual der Wahl

Die Macher bedienen sich bewusst für ihre stimmungsvoll umgesetzte Story bei namhaften Filmvorbildern wie „Scream„, „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast„, „The Texas Chainsaw Massacre“ oder „Saw“ und mischen noch eine gehörige Portion Geistergrusel unter. Slasher-Elemente und Genrestandards werden geschickt eingesetzt, um sowohl eine dichte und bedrohliche Atmosphäre zu erzeugen, als auch Schrecken und Angst zu verbreiten. Immer wieder wird der Spieler mit gekonnt inszenierten Schockmomenten malträtiert und muss dabei unter teils massivem Zeitdruck herausfordernde Actioneinlagen meistern. So werden Verfolgungsjagden, Kletterpartien und andere spannende Szenen durch Quick-Time-Events umgesetzt, das heißt der Joypadhalter muss in kurzer Zeit eine Abfolge von vom Spiel geforderten Knöpfen drücken. Wird zu spät reagiert droht ein Sturz von einer Klippe oder der fliehende Protagonist stolpert in ein Hindernis hinein. Während Quick-Time-Events häufig sinnfrei zum Einsatz kommen, transportieren sie hier eben genau jenen Stress, der in typischen Horrorfilm-Situationen entsteht. Es bleiben nur Sekundenbruchteile um zu reagieren und um folgenschwere Entscheidungen zu fällen. Und genau das ist die eigentliche Essenz von „Until Dawn„: die zahlreichen Entscheidungen, die ein Spieler häufig unter massivem Zeitdruck fällen muss und die ihn nicht selten vor ein moralisches Dilemma stellen. Wird der eigene Charakter gerade von einem axtschwingenden und selbstverständlich maskierten Irren verfolgt, bleibt nur für wenige Augenblicke die Wahl zwischen einem Versteck im Schrank und der Flucht durch ein Fenster. Die Konsequenzen sind – wie in der Realität – nicht erkennbar und offenbaren sich erst Sekunden oder manchmal auch erst einige Spielstunden später. Schlimmer ist aber noch, wenn bewusst über Leben und Tod der insgesamt acht spielbaren Charaktere entschieden werden muss. Erschießt man die „infizierte“ Emily, um die Sicherheit der Gruppe zu gewährleisten oder lässt man es darauf ankommen und schlägt sich später mit den unbekannten Folgen der Infizierung herum? Lässt man die eigene Freundin in die Tiefe stürzen, um die eigene Haut zu retten oder wagt man gemeinsam mit der Herzensdame in den Tod gerissen zu werden? Solche Momente gibt es in „Until Dawn“ am laufenden Band – und sie machen das Spiel so fesselnd, da die Wirkung des eigenen Handelns nicht voraussehbar ist und häufig das gesamte Geschehen verändert.

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Schießen oder Nichtschießen, das ist hier die Frage

Neben schwerwiegenden Entscheidungen und Panik-Knopfdrück-Massakern gibt es auch noch eine weitere Actioneinlage, nämlich der gezielte Angriff. Hier muss der Until-Dawner in vorgegebener Zeit mit dem Joypad einen vorgegeben Zielpunkt anvisieren und eine entsprechende Aktionstaste drücken. Hierdurch werden Gewehrpatronen auf Feinde gelenkt, Schlösser aufgeschossen oder mit der Faust zugeschlagen. Häufig gibt es mehrere mögliche Ziele und der Spieler muss blitzschnell wählen, welches er anvisieren möchte. Manchmal ist es sogar besser nicht anzugreifen und die Füße stillzuhalten. Aber auch hier ist nie sicher, welche Reaktionen die Aktionen mit sich bringen.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Szenen, in denen der Zocker zum Zuschauer wird und gebannt der Handlung folgen kann. Diese dienen aber weniger der Entspannung, denn meist bringen sie neue Gruselmomente mit sich oder die grauenvolle Vergangenheit ans Licht. Außerdem dürfen die Hauptfiguren abwechselnd durch die detailliert gestalteten Szenerien gesteuert werden, müssen dabei einige Sammelobjekte aufspüren und kleine Aufgaben erledigen.

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Ich bin der Geist, der stets erscheint

Das Verhalten der Figuren ist stellenweise zwar ein wenig fragwürdig – warum zum Teufel müssen sich die Protagonisten in den blödesten Augenblicken trennen? –, aber das gehört wohl zum guten Ton des Genres und ist im Lauf der vielverzweigten und stets mitreißenden Handlung verschmerzbar. Denn es ist der Fortlauf der Geschichte und das Enträtseln der Vergangenheit, die „Until Dawn“ so fesselnd machen. Was ist mit den beiden Schwestern, Beth und Hannah, wirklich passiert? Wer jagt im Haus der Familie Washington die acht Freunde? Und was hat es mit der alten Mine und ihrer unheimlichen Vergangenheit auf sich? Sogar eine alte Klinik steht auf einem der Gipfel. Treibt sich dort ein kürzlich entlassener Straftäter herum, der sich an der wohlhabenden und einflussreichen Filmemacher-Familie rächen möchte? „Until Dawn“ spielt ganz bewusst mit den Standards des Horrorgenres. Da gibt es eine Séance mit einem Ouija (Hexenbrett), deutliche Anleihen bei Folter-Pornos und Klassikereinlagen Marke Stephen King. Doch was in den ersten Spielstunden als normierte aber gut zusammengefügte Symbiose typischer Klischees erscheint, wird im Lauf der Handlung zu einem wichtigen und (mehr oder weniger) logischen Plotpart. Aber Supermassive Games haben es sich nicht nehmen lassen, einen erschreckenden und überraschenden Umbruch einzubauen, der das Geschehen vom Teenie-Slasher zum indianischen „Descent“-Grauen macht …

Kurzum ist „Until Dawn“ ein hervorragend arrangiertes interaktives Horrorspiel, das mit einer bombastischen Präsentation schnell in die mysteriösen und später auch blutigen Ereignisse abtauchen lässt. Hervorzuheben sind auch die schauspielerischen Leistungen der Darsteller, die den Figuren glaubwürdiges Leben einhauchen. Allen voran ist hier Kultmime Peter Stormare („Hänsel und Gretel: Hexenjäger„, „Das Kabinett des Dr. Parnassus„, “ The Big Lebowski“ u.v.m.) zu nennen, der als Seelenklempner Dr. Hill einige Therapiesitzungen mit einer anfangs unbekannten Person und indirekt auch mit dem Spieler selbst durchführt.
Nicht zuletzt bleibt der extrem hohe Wiederspielwert ein Argument, „Until Dawn“ in die eigene Spielesammlung einzureihen, denn durch die zahllosen unwägbaren Wege, die in dem Gruselschocker eingeschlagen werden können, ist ein mehrfaches Durchspielen fast schon Pflicht. Da kommt einem die mit etwa 9 Stunden angegebene kurze Spieldauer sogar positiv entgegen.

Geekometer:

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Giana Sisters: Dream Runners

Lauf Forrest, lauf!

Das Jump ’n‘ Run-Spiel „The Great Giana Sisters“ wirbelte bei seinem Erscheinen 1987 mächtig Pixelstaub auf. Da es zu große Ähnlichkeiten zu Nintendos „Super Mario Bros.“ aufwies, wurde es kurz nach Veröffentlichungen wieder aus den Regalen genommen. Der Kultplattformer bekommt mit „Giana Sisters: Dream Runners“ nun einen flottenUr-Enkel, der die aktuelle Konsolengeneration um ein launiges 4-Spieler-Couch-Gewusel bereichert.

Es ist so eine Sache mit den Next-Gen-Boliden. Flüssige Frameraten, bombastische Spezialeffekte und realitätsnahe Animationen lassen die meisten Spiele schon beinahe wirklich erscheinen. Leider bleibt bei dem ganzen Grafikoverkill kein Platz mehr für die ursprünglichen Tugenden der Spielkonsole, nämlich Mehrspieler-Splitscreens und offline Multiplayerspaß. Waren das noch Zeiten, als man auf der PlayStation zu siebt „Micro Machines“ zocken, sich bei „Goldeneye“ zu viert vor das N64 und den Röhrenfernseher knallen oder sogar „Call Of Duty II“ auf der Xbox 1 (nicht der One) mit drei Freunden gemeinsam bestreiten konnte. Heute darf zwar im Internet über PSN, Xbox Live oder Steam gegen Massen von Gamern gezockt werden, aber es macht eben einen deutlichen Unterschied, ob man sich mit seinen Freunden bei Bier, Cola, Chips und Pizza trifft und damit seinen „Feinden“ ins Angesicht schauen kann, oder ob man gegen gesichtslose Gegner spielt.

Giana Sisters: Dream Runners“ holt den Flair von einst zurück, ohne dabei die modernen Möglichkeiten eines Online-Wettstreits zu verleugnen. Vier Spieler – wahlweise Bots in drei Schwierigkeitsstufen, Online-Spieler oder lokal anwesende Freunde – dürfen sich gemeinsam in neun unterschiedliche Levels stürzen, um sich um den Verstand zu rennen. Dabei kombiniert das spaßige Hopsgeflitze „Super Mario„-Grundsteine, „Mario Kart„-Werte und „Micro Machines„-Elemente, um den maximalen Spielspaß zu garantieren. Auf das Startzeichen hin müssen die Joypad-Akrobaten ihre virtuellen alter Egos durch die zunehmend komplexen Levels steuern, wobei vor allen Dingen geschickt gesprungen, taktisch klug gesprintet und im rechten Moment propellert werden muss. Über die üblichen „Giana Sisters„-Kristalle kann der Spieler seinen Geschwindigkeitsboost aufladen, kann aber darüber hinaus an bestimmten Punkten in den Levels zufällig ermittelte Specials aufsammeln, die es erlauben, den Mitläufern gehörig das Gerenne zu vermasseln. Da gibt es zielgelenkte Riesenbrocken, störend herumrennende Eulen, Feuerballattacken, hinterhältige Platzwechsel oder eine ganze Salve von Ballgeschossen.

Dem nicht genug, kann allerdings auch der gesamte Level über Schalter transformiert werden, wodurch kurzerhand Plattformen verschwinden, Barrieren den Weg versperren oder helfende Trampoline auftauchen … oder verschwinden. Dabei sind die neun Kurse, die in klassischer Seitenscrolleransicht durchhüpft werden, und sich immer wieder zu einem Kreis schließen, an sich schon knifflig genug. Da gibt es rotierende Plattformen, herumtappende Gegner, verwirrende Aufzüge, wilde Luftströmungen, schmerzende Fontänen und allerlei andere Hindernisse und Schwierigkeiten, die gemeistert werden wollen – ganz zu schweigen von den drei mitlaufenden Spielern. Denn der Bildschirm folgt – wie bei „Micro Machines“ immer dem vordersten also ersten Spieler. Wer dessen Tempo nicht folgen kann und somit aus dem Blickfeld gerät, wird kurzerhand aus der Runde eliminiert. Sobald allerdings einer der Spieler auf diese Weise rausgeflogen ist, schaltet sich kurze Zeit später ein Timer an, der die verbleibenden Sekunden der Runde herunterzählt. Wer bei Erreichen der Null vorne liegt gewinnt einen der begehrten Sterne – und bei insgesamt drei dieser Trophäen darf sich der glückliche Spring-und-Renn-Heroe auf das Siegertreppchen stellen.

Giana Sisters: Dream Runners“ kombiniert bekannte Ingredienzien zu einem bunten, flotten und vor allen Dingen äußerst witzigen Spaßspiel für die ganze Familie. Es wird garantiert ausgiebig gelacht, gebrüllt, geflucht, gelästert und geschwitzt. Die Eingewöhnungszeit in die Steuerung ist kaum nennenswert und auch die Mechaniken des Spiels sind schnell durchschaut, so dass auf gleicher Höhe gerannt und gehopst werden kann. Leider läuft der Titel noch nicht 100%ig rund. Nachdem ein Stern gewonnen wurde starten die Spieler an einem Punkt des Levels gemeinsam neu – dieses Rücksetzungspunkte sind nicht immer optimal gewählt, denn es kann vorkommen, dass einzelne Spieler schon vor dem Start durch herumirrende Monster gelähmt werden oder aber auf einem Fließband landen und schlichtweg aus dem Level getragen werden. Darüber hinaus sind Partien gegen Bots nur bedingt erfreulich und dienen lediglich der Übung. Zur ganzen Größe läuft „Giana Sisters: Dream Runners“ eben mit drei Freunden vor der gleichen Konsole auf der Couch auf. Aber dann gibt es kein Halten mehr!

Geekometer (im 4-Spieler-Offline-Modus):

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GamesCom 2015, Teil 1

Koelnmesselogo, Eingang Nord

Koelnmesselogo, Eingang Nord

Und Gott sprach: Es werde Bumm!

Die Koelnmesse wird einmal im Jahr mit der GamesCom zum Mekka für Videospieler aller Couleur. 2002 fand das Treffen der damals noch jungfräulichen Zockerbranche erstmals in Leipzig statt und konnte schon beim Debüt 80.000 Besucher anlocken. Kontinuierlich gingen die Zahlen der Jünger nach oben und so fanden sich 2015 vom 05. bis 09. August rund 345.000 Joypadakrobaten ein, davon ca. 33.200 Fachbesucher und 6000 Journalisten. Beindruckende Zahlen eines beeindruckenden Events.

Aber die GamesCom beschränkte sich nicht nur auf das riesige Messeareal auf der rechtsrheinischen Seite Kölns. Nein, ganz Cologne war gepflastert von Werbeanzeigen zu Computerspielen wie der Ego-Shooterlegende „Doom“ oder das post-apokalyptische Action-Rollenspiel „Fallout 4“. Die Karnevalshochburg schien sich auf den gewaltigen Besucherstrom einzustellen, so dass selbst in der U-Bahn Anzeigen von verschiedenen Spielen zu finden waren – ganz zu schweigen von unzähligen Horden des Homo daddelensis.

Der erste Tag, Mittwoch, der 05. August, war in bester Tradition den Fachbesuchern und Journalisten vorbehalten; doch schon da waren die weitaus mehr als ein Dutzend Hallen gut gefüllt. Immerhin pilgerten Spielbegeisterte aus 96 verschiedenen Ländern an und füllten die zum Vorjahr um 18% vergrößerte Ausstellungsfläche problemlos aus.

Alles so schön blau hier

Den Anfang machte eine Pressevorführung von Electronic Arts (EA), die den geladenen Gästen exklusive Neuheiten zu den kommenden Blockbustern vorführten. Atemberaubende Szenen von „Need For Speed“ wurden da gezeigt, bei dem der Gaspedalsüchtige seinem ganz eigenen Spielstil folgen können wird, ganz gleich ob er auf wüste Verfolgungsjagden, coolen Style oder pure Schnelligkeit steht. Es folgte das äußerst schnittige „Mirror’s Edge Catalyst“, das den Werdegang der Parkour-Heldin Faith erzählt und mit einem wuchtigen und beeindruckenden Video den Saal zum Beben brachte. Ein wenig spärlich waren die Informationen, die EA zu Biowares Mehrspielerspektakel „Knights Of The Fallen Empire“, der kommenden Erweiterung zu „Star Wars: The Old Republic“ herausrückte. Erste Videos waren zwar erwartungsgemäß umwerfend, aber inwiefern die Ritter des gefallenen Imperiums dem Geschehen neuen Schub geben werden, bleibt abzuwarten.

Mit der „Get Together“-Expansion soll „Sims 4“ in völlig neue Höhen aufsteigen. „You rule“ ist das Motto der Erweiterung, die neue Partymöglichkeiten, Flirts und eine eigene Location bieten wird. Eine kurze Tanzeinlage von knackigen Jungs und Mädels sollte wohl das Interesse weiter ankurbeln … Angekurbelt wurde bei der Präsentation von „Plants Vs. Zombies: Garden Warfare 2“ der blanke Wahnsinn. Hier wurden auf beiden Seiten neue Charaktere wie „Colonel Corn“, ein Zombiepirat oder eine Kopfgeldjägerorange vorgestellt, darunter auch neue Spielmodi wie der Couch-Koop. Sogar das Science Fiction-Rollenspiel „Mass Effect“ musste als „Grass Effect“ für einige Späße und Gadgets im Spiel herhalten.

Besonders zauberhaft war jedoch die Darbietung des Indie-Spieles „Unravel“, bei dem der Spieler ein rotes aus Schnur aufgewickeltes Männchen durch eine wunderschöne und zauberhafte Welt steuert. Kein Geballer, keine stumpfe Action, kein Epos und keine pumpenden Beats. Alles konzentriert sich hier auf eine magische und eher melancholische Atmosphäre. Der kleine Knäuelheld muss durch verschiedene Levels bugsiert werden, die nur durch physikbasierende Knobelaufgaben zu bewältigen sind. Und während der rote Recke umhertollt, springt und klettert, wickelt sich sein Lebensfaden mit jedem Schritt weiter ab. Wie zu erwarten wurde das neue „Star Wars: Battlefront“ von den Anwesenden am sehnlichsten erwartet. Die versammelten Pressevertreter konnten erstmals einen Blick auf den Luftkampf des AAA-Titels werfen, bei dem nicht nur X-Wings und Tie Fighters gegeneinander antreten mussten, sondern auch der gute, alte Millennium Falke zum Einsatz kam. Neben spannenden Dogfights durfte auch ein wenig Lichtschwert-Action zu Boden mit Ikonen wie Darth Vader nicht fehlen.

Zu guter Letzt gab es noch eine ordentliche Portion Sport: „Fifa 16“ lässt sich noch mehr den Wünschen des Spielers anpassen und wird einige neue Features in allen Bereichen mitbringen, darunter optimierte Passvarianten, tollere Torhüter und eine realistischere Defensive. Man darf also durchaus auf die nächsten Titel gespannt sein.

GamesCom 2015

GamesCom_Flaggen.jspWunde Füße und leuchtende Augen

Die diesjährige GamesCom lockte 345.000 Besucher aus 96 Ländern in die Kölnmesse. Auf 193.000 Quadratmetern präsentierten 806 Unternehmen Fachbesuchern und Spielefans aus aller Welt hunderte Neuheiten. Und wir waren mit dabei. Entsprechend platt sind unsere Füße und überfüllt unsere Hirne.

Einen mehrteiligen Bericht findet ihr im Lauf der Woche hier auf der Seite. Schon jetzt können wir euch aber die Gewinner der GamesCom Awards durchgeben, bei denen vor allen Dingen Electronic Arts mit dem neuen „Star Wars Battlefront“ abräumen konnte. Wir haben das Spiel selbst anzocken dürfen – sowohl den Luft- als auch den Bodenkampf – und sind ebenfalls schwer beeindruckt.

best of gamescom
Star Wars Battlefront (Electronic Arts)

Most Wanted Consumer Award
Star Wars Battlefront (Electronic Arts)

Best Console Game Sony Playstation
Star Wars Battlefront (Electronic Arts)

Best Console Game Microsoft Xbox
Metal Gear Solid V: The Phantom Pain (Konami Digital Entertainment)

Best Console Game Nintendo Wii
Super Mario Maker (Nintendo)

Best Role Playing Game
Dark Souls 3 (Bandai Namco Entertainment)

Best Racing Game
Forza Motorsport 6 (Microsoft)

Best Action Game
Metal Gear Solid V: The Phantom Pain (Konami Digital Entertainment)

Best Simulation Game
Forza Motorsport 6 (Microsoft)

Best Sports Game
PES 2016 (Konami Digital Entertainment)

Best Family Game
LEGO Dimensions (Warner Bros. Interactive Entertainment)

Best Strategy Game 
Unravel (Electronic Arts)

Best PC Game
Star Wars Battlefront (Electronic Arts)

Best Mobile Game (incl. Handheld, iOS, Android, Windows)
Legend of Zelda: Tri Force Heroes (Nintendo)

Best Social / Casual / Online Game
Super Mario Maker (Nintendo)

Best Online Multiplayer Game
Star Wars Battlefront (Electronic Arts)

Best Hardware (incl. Peripheral)
HTC Vive (HTC)

Bestes Indie-Spiel
Cuphead (Studio MDHR)

Rocket League

Motorball Madness

Arcade- und Spaßmotorsport Marke „Twisted Metal“ oder „Micro Machines“ fesselt seit Jahren Scharen von Mehrspielerverrückten vor die Mattscheibe. Die neueste Konsolengeneration scheint die Tugenden des 4-Spieler-Splitscreens und den damit verbundenen Spielspaß jedoch zugunsten von verschiedenen Onlinemodi ad acta gelegt zu haben. PlayStation 4- und PC-Besitzer mit handfesten Freunden vor Ort dürfen jetzt aber in jauchzendes Jubilieren ausbrechen, denn die Jungs von Psyonix legen mit „Rocket League“ einen fetzigen, ideenreichen und vor allen Dingen außerordentlich lustigen Multiplayerkracher vor.

Das Spielprinzip ist so simpel wie fordernd: zwei Teams müssen in unterschiedlichen Stadien einen übergroßen Ball in das gegnerische Tor bugsieren. Dabei rennen sie aber nicht etwa zu Fuß über den schicken Rasen, sondern brettern in stylischen Rennmaschinen über das Grün. Die individuell anpassbaren Flitzer können aber nicht einfach nur Gas geben oder eine kernige Vollbremsung hinlegen, sie verfügen über einen äußerst effektiven Raketenboost und können imposante Sprungmanöver vollführen. Per Knopfdruck hebt die eigene Karre lockerflockig vom Boden ab, kann mit einem weiteren Knopfdruck sogar noch höher aufsteigen und dann mit der Zündung des Boosts einer Rakete gleich durch die Luft heizen. Solcherlei gewagte Manöver sind jedoch den geübten Spielern vorbehalten. Am Anfang genügt es vollends den eigenen Boliden über den Platz zu manövrieren, den Ball im richtigen Winkel anzuschubsen und mit einem Boost „zu kicken“. Um aber auch einem Torwart ausreichend Beweglichkeit zu verleihen, gibt es noch vier Standardmoves, um das Vehikel schnell nach vorne, hinten, rechts oder links schnellen zu lassen. Hierdurch kann ein heranfliegender Ball aus der Bahn „geköpft“ oder sogar mit einem gewissen Effet versehen werden. Torschüsse mit Drall sind so kein Problem.
Die Steuerung ist intuitiv und wird von einem kleinen Tutorial gut vermittelt. Die Grundlagen lassen sich entsprechend leicht erlernen. Bis allerdings alle Manöver sauber beherrscht werden, bedarf es einiger Runden. Vor allem das Trägheitsmoment des eigenen Schlittens ist anfangs ein wenig ungewohnt, macht aber den Reiz von „Rocket League“ aus.
Ein einzelnes Match kann wahlweise mit Mannschaftsstärken von je einem bis vier Fahrern ausgetragen werden. Wer ausreichend Joypads und Freunde hat kann einen flotten 4-Spieler-Splitscreen genießen (2 gegen 2 oder zusammen gegen die Maschine), über das Internet sind sogar Partien zu acht (4 gegen 4) möglich. Wer möchte kann fehlende Kumpels durch computergesteuerte Mitspieler ersetzen – hier darf selbstverständlich deren Können eingestellt werden, um nicht gnadenlos in Grund und Boden gestampft zu werden. Darüber hinaus spielen PC- und PS4-Jünger gemeinsam auf den gleichen Servern – ein Feature, das es leider viel zu selten gibt.

Auch wenn der Mehrspielerspaß eindeutig im Vordergrund steht, macht „Rocket League“ auch im Alleingang gegen den Computer Spaß. Hier lässt sich neben einem Freundschaftsspiel auch ein Turnier bestreiten, dessen Saisonlänge zu Beginn festgesetzt werden kann. Die fünf Minuten pro Partie verstreichen auf jeden Fall wie im Fluge und stecken jederzeit voller harter Herausforderungen. Sollte es nach der abgelaufenen Zeit einen Gleichstand nach Toren geben, geht es bis zum „Golden Goal“ weiter, d.h. das nächste Tor ist entscheidend. Panik, Schweißausbrüche und Zornesflüche gehören logischerweise zum guten Ton.
Neben den unterschiedlichen Stadien mit verschiedenen Wetterbedingungen gibt es im Spielverlauf unzählige kleine Modifikationen freizuschalten. Da wären erst einmal allerlei fahrbare Untersätze (wobei PS4-Besitzer in den Genuss von „Sweet Tooth“ aus dem Arcade-Ballerfahrspaß „Twisted Metal“ kommen können), die allesamt mannigfaltig lackiert werden können. Dann gibt es noch diverse Felgenmodelle, Boostfarben und andere Wagenverzierungen, so dass sich jeder Vehikelführer sein eigenes Wunschauto zusammenbasteln kann.

Kurzum gehört „Rocket League“ mit seiner frischen Idee und nahezu perfekten Umsetzung zu den Highlights aktueller Spaßspiele – vor allem für Splitscreen-Liebhaber. Mit voll gezündetem Raketenboost in seinen Mitspieler zu rasen und diesen aus dem Spiel zu katapultieren ist ebenso erhebend wie ein gelungener Fallrückzieher mit anschließender Torbelohnung. Und wenn vier Autos einem einzelnen Ball hinterherjagen, kommt sogar fast schon „Destruction Derby„-Feeling auf.

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