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Blob – Schrecken ohne Namen

Blob – Schrecken ohne Namen
(Capelight/Alive)

Es darf wieder gewabbelt werden. Die Filmfeinschmecker von Capelight Pictures haben den guten alten „Blob“ aus dem Jahre 1958 hochgewürgt und im edlen Mediabook formschön ausgerotzt. Damit ist die kultige Trashperle aus frühen Kinotagen sowohl auf DVD als auch auf Blu-ray (wieder) verfügbar – und in dieser schicken Edition mit 24-seitigem Booklet vor allem für Sammler ein echtes Juwel. In dem ausgiebig bebilderten Heftchen findet der Cineast zahlreiche Infos zur Entstehungs- sowie Evolutionsgeschichte des schleimigen Kotzbrockens aus dem Weltall. Auch die Schauspieler und der Regiestuhl werden unter die Lupe genommen, vor allen Dingen aber auch die zahlreichen Ableger, die der „Blob“ nach sich zog. Drei wirklich hörenswerte Audiokommentare geben tiefere Einblicke in das Machwerk, bei dem der noch junge Steve McQueen in der Hauptrolle zu sehen ist. Außerdem wurden Ton und Bild eigens für diese Ausgabe restauriert – die Handlung bleibt allerdings genau so saublöd und unterhaltsam wie eh und je. In irgendeiner verschlafenen Kleinstadt in Pennsylvania brettert ein kleiner Meteorit in ein entlegenes Waldstück. Dort lebt ein alter Zausel, der nichts besseres zu tun hat, als mit einem alten Stöckchen in dem außerirdischen Klumpen herumzuwühlen. Dabei kommt er mit der schleimigen Aliensoße in Berührung, die sich prompt über seine Hand stülpt und dem neugierigen Rentner „ein wenig“ Unbehagen bereitet. Zum Glück rennt er aber schnurstracks dem anbändelnden Pärchen Steve Andrews und Jane Martin vors Auto, die den strubbeligen Alten zum nächsten Onkel Doktor fahren. Der ist von der klebrigen Gallertpampe überfordert und ruft seine Arzthelferin herbei, um dem Wachstum des Glibbers durch Amputation der befallenen Gliedmaßen entgegenzutreten. Doch der Blob hat sich schon an seinem ersten Wirtskörper satt geschlabbert und ist beträchtlich gewachsen. Mit jedem neuen Opfer, das er vollschleimen kann, wird er beängstigend größer – und so beginnt sein widerwärtiger Angriff auf die gesamte Menschheit …

Der „Blob“ – dargestellt durch eine klebrige Silikonmasse – ist ein in jeder Hinsicht ergötzend schlechter Streifen, dem es an haarsträubenden Dialogen und entzückenden Logiklöchern nicht mangelt. Unglaublich zähe aber spaßige Plot-Einschübe gehören zum guten Ton, ebenso wie (aus heutiger Sicht) lächerliche Handlungsweisen der Protagonisten. Ob der „Blob – Schrecken ohne Namen“ tatsächlich als Sinnbild für den Kommunismus gesehen werden kann oder den Generationenkonflikt der Fünfziger aufarbeiten soll ist bei diesem delikaten Monstermurks eigentlich egal. Hier wird feinste Pulp-Kost serviert, bei dem das Gehirn durchaus 83 Minuten auf Standby geschaltet werden kann.

Übrigens ist im Augenblick ein weiteres Remake im Anmarsch. Wer darüber hinaus ein paar Blicke auf die Neuauflage von 1988 werfen will, der erfreue sich am erfreulich ekligen Videozusammenschnitt ganz unten.

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Winterwelt: La Niña

Winterwelt-LaNinaChuck Dixon/Butch Guice
„Winterwelt: La Niña“
(Cross Cult)

1988 schufen der leider mittlerweile verstorbene argentinische Comiczeichner Jorge Zaffino und der amerikanische Vielschreiber Chuck Dixon gemeinsam ihre endzeitliche „Winterwelt„. Der Comic schlug ein wie eine Doom-BFG und beeinflusste Kreative weltweit. Gemeinsam mit dem Bildkünstler Butch Guice hat sich Schöpfer Chuck Dixon nun erneut an sein eisiges Szenario gesetzt und die „Winterwelt“ als Mehrteiler wiederauferstehen lassen. Für den ersten Part greift er auf seine „alten“ Charaktere, den Einzelgänger Scully und die junge Wynn, zurück, die gemeinsam irgendwie versuchen, die endlose Eiszeit zu überleben. Begleitet werden sie von dem Dachs Rahrah, dessen Riecher den beiden hin und wieder den Hintern rettet.

Irgendwann in der Zukunft ist die Welt zu Eis erstarrt. Die Meere sind zugefroren, alles wird von dicken Schneeschichten bedeckt. Nahrung ist zu einem unendlich wertvollen Gut geworden – Wärme und Schutz ebenso. Ein fahrendes Auto mit dem nötigen Treibstoff grenzt an ein Wunder. Kälte und Hunger haben den Homo sapiens massiv dezimiert und in seine Schranken verwiesen. In einem Schneefahrzeug tuckern Scully und Wynn einem mystischen Ort entgegen, in dem es niemals kalt sein soll. Doch das Gefährt gibt auf dem Weg über die Karibik kurzerhand den Geist auf. Geschwächt tappen die zwei weiter, in der Hoffnung das ominöse Ziel an der Küste irgendwann zu erreichen. Zum Glück finden sie in einem alten und unberührten Kriegsschiff ein neues Vehikel. Doch als sie das Festland erreichen, werden sie von den dortigen Siedlern nicht sonderlich freundlich begrüßt …

Es ist eine Reise ohne rosige Aussichten. Neben der sagenumwobenen Stadt sucht Wynn auch noch immer ihre Eltern – die Chancen auf ein positives Ende stehen aber nicht sonderlich gut. Auf ihrer Odyssee begegnen sie seltsamen Personen und zahlreichen Feinden. Und auch das angepeilte Refugium ist nicht unbedingt, was es verspricht.

Der erste Band der „Winterwelt“-Reihe greift zwar auf altbekannte Protagonisten zurück, führt aber auch neue ein. Vorkenntnisse des Achtziger-Originals sind darüber hinaus nicht vonnöten. Chuck Dixons Erzählstil ist bewegend und verbindet sich mit den stilvollen Farb-Zeichnungen von Butch Guice zu einem flotten und spannenden Schmöker.

Erscheinungsdatum: 23.02.2015
16×24, HC, 4c, 120 Seiten, Preis: 16,00 €
ISBN 978-3-86425-589-2

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Hans Zimmer – Interstellar OST

Hans Zimmer
„Interstellar“
(Watertower Music/Sony Classical)

Der Frankfurter Komponist und Musikproduzent Hans Zimmer ist ein kleiner Gott des Wohlklangs. Für seine Soundtracks zu Filmen wie „Der schmale Grat„, „Gladiator„, „The Dark Knight“ oder „Inception“ wurde er unzählige Male für verschiedene Preise nominiert, konnte auch schon etliche Male einen Oscar, Grammy, Golden Globe oder Satellite Award abstauben. Für das epische wie metaphorische Science-Fiction-Drama „Interstellar“ unter der Regie von Düsterling Christopher Nolan durfte Zimmer ebenfalls die Noten setzen – und es wäre nicht verwunderlich, würde auch da erneut irgendeine Trophäe winken. „Interstellar“ ist für sich ein atemberaubender Streifen, viele Szenen beziehen ihre Kraft jedoch direkt aus den Kompositionen des Wahl-Hollywooders. Es ist immer wieder diese Eindringlichkeit und tiefe Emotionalität der Stücke, die den Zuhörer und -schauer wie ein schwarzes Loch ins Zentrum des Films saugt. Zarte Streicher treiben schwerelos durch das Weltall und wo vonnöten baut sich der Szenerie entsprechend symphonische Gewalt auf, um bald darauf wieder in filigrane Arrangements zu zerfließen. Und immer wieder nimmt die Kirchenorgel ihren epischen Raum ein, macht die metaphysische Ebene des Films hör- und spürbar. Hans Zimmer entfesselt mit seinem Score einen klitzekleinen Kern der Schöpfungskraft.

Wer sich jedoch die reguläre CD-Variante des Soundtracks gekauft hat, wird leider feststellen müssen, dass eines der intensivsten Stücke des Blockbusters fehlt. Als Pilot, Farmer und Familienvater Cooper sein Schiff an die rasend schnell rotierende Raumstation anzudocken versucht und keine Zeit für Vorsicht mehr bleibt, erschallt im Film „No Time For Caution“. Dieses gibt es jedoch nur in der Deluxe-Variante mit insgesamt 24 anstatt „nur“ 16 Tracks. Äußerst ärgerlich, denn gerade dieses Werk gehört zu den absoluten Höhepunkten des Albums.

Unabhängig davon ist der Soundtrack einmalig und auch abgekoppelt vom Film wunderbar zu genießen.

Geekometer (Deluxe-Version):

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Role Play Convention

RPC-logoWorld of Rolecraft

2007 fluteten etwa 12.000 schräge Gestalten die westfälische Hochburg Münster. PC-Zocker, LARPer, Pen-&-Paper-Geeks und andere Rollenspieler frönten gemeinsam und unter einem Banner vereint der ersten Role Play Convention. Dieses Jahr werden in der Koelnmesse am 16. und 17. Mai gleich mehrere 10.000 gleichgesinnte Fantasten erwartet – ein Wochenende voller nerdiger Magie und märchenhafter Attraktionen.

Andre Kuschel, der Papa-Schlumpf der Role Play Convention (RPC), erinnert sich grinsend an die Initialzündung: „Die Idee kam mir 2006 in Portugal mit einem PC-Spielemagazin in der Hand. Mir schien die Sonne auf den Bauch und ich las einen Artikel zu ‚World Of Warcraft‘, in dem die Schauspielerin Yvonne Catterfeld berichtete, dass sie einen Charakter mit Stufe 50 hat. Irgendwie hat es da klick gemacht und es puzzelte sich alles in meinem Hirn zusammen.“

RPC2Schon der Auftakt anno 2007 war phänomenal und die Resonanz gewaltig. Das Areal in Münster wurde schnell zu klein, und so wechselte Andre schon 2009 nach Köln. Es hat sich einiges getan in den vergangenen Jahren. „Wir haben größere Aussteller, stärkere Partner, mehr Besucher, mehrere Hallen und einen riesigen Mittelaltermarkt“, fasst König Kuschel zusammen. „Das Schönste für mich ist aber, dass es ein gesetztes Event in der Community ist. Viele haben uns auf dem Schirm und freuen sich schon Monate vorher auf die RPC. Das macht mich richtig glücklich.“

Für 2015 konnte der Spielegigant Bethesda als Hauptsponsor gewonnen werden – neben BioWare gibt es kaum einen Entwickler, der die heutige Computerrollenspielszene so geprägt hat, wie die Jungs aus Rockville. Bereits 1994 landeten sie mit ihrem Debüt „The Elder Scrolls: Arena“ einen ersten Insider-Hit. Aber auch klassische Tischrollenspiele werden vertreten sein, LARPer können sich mit neuem Equipment ausstaffieren, Cosplayer frisch einkleiden – das Angebot ist bunt und vielfältig und sollte Spielerherzen aller Couleur erfreuen.

RPC1Auch wenn das alles nach einer nerdigen Randgruppen-Zusammenkunft klingt, so weiß Andre längst, dass die RPC auch Otto Normalverbraucher von den Socken pustet. „Die Frau eines guten Bekannten musste mal mit auf die RPC. Sie kam als Bankkauffrau und ging als Waldfee in voller Montur. Eigentlich wollte sie nicht mit, doch vor Ort fand sie die Atmosphäre so stark, dass sie sich komplett neu eingekleidete. Sie kommt jedes Jahr wieder als Waldfee. Es ist also für jeden etwas dabei.“

Ort: Koelnmesse, 50679 Köln
Öffnungszeiten: Samstag, 16.05., 10:00-20.00 Uhr und Sonntag, 17.05., 10.00-18.00 Uhr
Eintrittspreis: Tagesticket: 12,00 €, Dauerkarte: 21,00 €

Star Wars an die Wand

art2(1)Luke, Yoda und Darth

„Star Wars: Battlefront“ (Electronic Arts) lässt schon bald die Joypads glühen und die virtuellen Schlachtfelder erbeben. Gleichzeitig rollt der siebte Teil der Filmsaga auf uns zu. Fans der Space Opera kriegen ganz schön was zu tun in diesem Jahr.

Bildkünstler Andy Fairhurst hat die Gunst der Stunde genutzt und drei schicke Poster entworfen, die der originalen Trilogie (1977,1980, 1983) Tribut zollen. Mit von der Partie sind der kleine Jedi-Meister Yoda, der Bösewichtsohn Luke und natürlich auch Oberschurke Lord Vader. Leider hatte sich Fairhurst mit der Stückzahl ein wenig verschätzt und die auf 175 Stück limitierten Kunstwerke waren ruckzuck ausverkauft. Es bleibt aber zu hoffen, dass die Bottleneck Gallery die 13 x 19″ (ca. 33 x 48 cm) großen Edelwandverzierer noch einmal neu auflegt.

Die drei Motive könnt ihr hier unten begutachten:

Interstellar

Interstellar
(Warner Home Video)

Die Erde ist zu einem wüsten und kargen Ort geworden. Nachdem alle natürlichen Ressourcen erfolgreich geplündert und die Natur nach ökonomischen Maßstäben effizient ausgebeutet wurde, verhungern die Menschen in Massen. Der tote Boden gibt nur noch Mais her und die Erträge reichen nur für die Wenigsten aus. Durch die geschädigte Biosphäre vermehren sich außerdem auch Pilze und Schädlinge und machen das Überleben zusätzlich schwieriger.

Der idealistische Farmer Cooper weiß um den Niedergang seiner Spezies. Die gewaltigen Sandstürme werden nicht nur häufiger, sondern auch heftiger und über kurz oder lang wird auch sein Landgut nichts mehr abwerfen – oder schlichtweg von den Staubmassen verschlungen. Dennoch gibt er die Hoffnung nicht auf und kämpft für seine junge Tochter Murphy und seinen Sohn Tom.

Als es auf dem Hof zu ungewöhnlichen magnetischen Anomalien kommt, entschlüsselt er mit seiner begabten Tochter aus den unheimlichen Sandanhäufungen ein paar Koordinaten. Kurzerhand macht sich das Vater-Tochter-Gespann auf den Weg und findet dort eine versteckte Forschungsstation der NASA. Seit der Mensch sein Augenmerk auf einen einigermaßen gefüllten Bauch und nicht mehr auf Luxusgüter und Wissenschaft richtet, muss die Organisation im Geheimen operieren. Cooper erfährt, dass bereits vor zehn Jahren zwölf tollkühne Astronauten durch ein Wurmloch in der Nähe des Saturn geschickt wurden, um dort in einer anderen Galaxis nach bewohnbaren Planeten zu suchen. Cooper soll nun ein Raumschiff ins All steuern, um die erfolgversprechendsten Neuwelten anzusteuern und neuen Lebensraum für die Menschheit zu sichern. Plan A sieht vor, die Erdenbevölkerung auf diese schöne neue Welt umzusiedeln. Sollte der Transfer jedoch nicht gelingen, hat das Raumvehikel für Plan B eine Batterie von DNS an Bord, um vor Ort eine neue Kolonie zu gründen.

Interstellar-5Schweren Herzens lässt Cooper seine Familie zurück und tritt die Reise ins Unbekannte an, in der Hoffnung seine Lieben in einigen Jahren nachholen zu können. Allerdings kommt alles anders als geplant. Schon beim ersten potentiell bewohnbaren Planeten gibt es erhebliche Komplikationen und das Team verliert nicht nur einen Wissenschaftler, sondern auch wichtige Zeit; denn die wenigen auf dem Planeten verbrachten Stunden entsprechen mehr als zwei verstrichenen Dekaden auf der Erde. Coopers Kinder sind also längst Erwachsene, vielleicht auch schon verhungert oder vom Sand begraben? Außerdem bleibt nur noch ausreichend Treibstoff, um nach dem ersten Fehlschlag einen weiteren Planeten anzusteuern. Und auch dort erwartet die verbleibende Crew eine unschöne Überraschung …

Interstellar“ lebt von einer bewegenden und dichten Inszenierung, die trotz knapp drei Stunden Spielzeit keine Minute Langeweile aufkommen lässt – und das, obwohl der Film einen äußerst ruhigen Tonfall anschlägt. Eine dichte Atmosphäre trägt den Streifen auch weit über die Grenzen der bekannten Realität hinaus, vorbei an Relativitätstheorie und Quantenphysik. Und obgleich dieses spekulativen Freiflugs, der die Grenzen des Vorstellbaren auslotet und sich nicht um physikalische Beweisbarkeiten kümmert, gelingt dem Regisseur Christopher Nolan („Inception„, „The Dark Knight„) ein kleines, aber feines Science-Fiction-Kunstwerk ganz im Stile von Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum„. Nicht ganz unbeteiligt an den eindrucksvollen Momenten und faszinierenden Szenarien ist Klangkünstler Hans Zimmer, der dem Epos einen würdigen Soundtrack zur Seite stellt, der immer wieder für Gänsehaut sorgt. „Interstellar“ zieht seine beeindruckende Kraft darüber hinaus aus dem stetigen Wechselspiel zwischen Resignation und Hoffnung, wird dabei getragen von einer ansehnlichen wie überzeugenden Schauspielerriege. Faszinierend!

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Call Of Duty: Black Ops III

COD: Black Ops III-PackshotKrieg in der Zukunft

Die Ballergemeinde hat lange darauf gewartet: der Reveal-Trailer von „Call Of Duty: Black Ops III“ ist endlich da! Wie der Vorgänger spielt auch der dritte „Black Ops“-Teil in der mehr oder weniger nahen Zukunft, geht aber offensichtlich noch einige Schritte weiter als Numero 2. Scheinbar haben sich die Entwickler bei Treyarch das aktuelle „Advanced Warfare“ genauer angeschaut und vielleicht auch den ein oder anderen Blick auf den Infanterie-Kampf von „Titanfall“ geworfen.

„‚Call of Duty: Black Ops III‘ spielt in einer düsteren Zukunft, in der eine neue Generation von Black Ops Soldaten entsteht und die Grenzen zwischen unserer eigenen Menschlichkeit und innovativer Militärrobotik verwischen“, lässt Publisher Activision stolz verlautbaren. Wer schnellstmöglich über die futuristischen Schlachtfelder fegen möchte, sollte sich den Titel gleich hier vorbestellen, denn dadurch erhält man Zugang zur Multiplayer-Beta.

Der neue Black Friday soll übrigens der 6. November sein. ein bisschen Geduld ist also noch gefragt …

Geek

Nicolas Beaujouan
„Geek“
(Cross Cult)

In den Achtzigern war der Geek oder Nerd einfach nur ein schräger Außenseiter und Freak – ohne jegliche Klassifikation. Seine Vorlieben für Computer- und Konsolenspiele, Science-Fiction-, Horror- und Fantasy-Filme, Comics, Arcadehallen, Pen-&-Paper oder komplexe Brettspiele wurden von der Masse abfällig belächelt. In kleinen, gut versteckten Läden sammelten sie sich und tauschten die neuesten Geheimtipps aus – hier, in diesem elitären Refugium, fühlte sich der Geek und Nerd sicher und wohl. Niemand hätte damals im Traum daran gedacht, dass Videospiele irgendwann zu einem Millionen-Business mutieren oder Tolkiens Werke als Spielfilm-Trilogien umgesetzt würden.

Der 1977 geborene Nicolas Beaujouan ist zwar fast noch ein wenig zu jung, um die ersten, unsicheren Gehversuche des Nerdtums miterlebt zu haben, darf sich aber doch mit Fug und Recht zu der von ihm selbst so betitelten Generation „Geek 1.0“ zählen. Denn was ihm an Jahren fehlt, macht der Franzose mit Leidenschaft wett. In lockerem Tonfall und mit eindrucksvollem Detailwissen ausstaffiert, wühlt sich der Grafiker genüsslich durch die Weiten des Geekraums und beleuchtet das Phänomen aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Dabei beginnt er mit einer historischen Aufarbeitung, arbeitet sich vom „Geekus Prime“ (1960-1980), der primär den Comics und der Literatur frönte, über den Kino- und Videospiel-affinen „Geek 1.0“ der Achtziger zum bereits mit Internet bewaffneten Manga- und TV-Freak „Geek 2.0“ vor, um schließlich beim heutigen transmedialen „Homo Geekus“ zu landen.
Selbstverständlich wird auch der Versuch unternommen, „Geek“ und „Nerd“ sauber voneinander zu trennen und die Archetypen der einstigen Sub- und heute schon Leitkultur zu unterscheiden. Da gibt es den besessenen NoLife, den passionierten Rollenspieler, den schicken Cosplayer, gewandten Zocker usw. Und tatsächlich greifen diese humorvollen Kategorisierungen bestens, wobei auch hier die Grenzen – wie Nicolas betont – fließend sind.

Geek-1Doch es bleibt nicht bei einer Betrachtung der Geeks selbst, der Band konzentriert sich auch auf die Leitbilder, Grundsteine und die Entwicklung dieser Szene und ergründet damit die Essenz des Geekseins – in deutlicher Abgrenzung vom „Wannabe-Geek“. Als Urknall des Nerdtums setzt der Pariser das 19. Jahrhundert an. Schriftsteller wie Jules Verne und H.G. Wells liefern mit „Von der Erde zum Mond“ oder „Der Krieg der Welten“ die nötige Substanz für spätere fantastische Romane und die Pulp-Ära. Es folgen Betrachtungen zu Kino, Comics, Mangas, Serien und heutigen Franchises – auch die Musikwelt wird nicht ausgeklammert.
Lustige Grafiken und Schaubilder lockern das Ganze auf und liefern teilweise interessante Einblicke. Wer wollte nicht schon einmal wissen wie die Größenverhältnisse einer „Battlestar Galactica„-Viper zur „Alien„-Nostromo und zu einem „Star Wars„-Sternenzerstörer sind? Und welcher Filmemacher hat eigentlich wen beeinflusst? Wie kam es vom Untoten-Erstling „The White Zombie“ (1932) zu Romeros „Die Nacht der lebenden Toten“ (1968) und schließlich zum „Walking Dead„-Comic?

Nicolas Beaujouan zaubert eine ganze Menge an großen Fakten aus dem Hut, fummelt feine Details hervor und weiß immer wieder zum Schmunzeln zu bringen. Da verzeiht man gerne kleine Lücken oder auch mal eine falsche Darstellung des Xbox 1-Controllers.

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Star Wars: Das Erwachen der Macht

SWTFA_GERMANYDie Macht erwacht ist …

Am 17. Dezember 2015 ist es  so weit: „Star Wars“ kehrt zurück. Dieses Mal nicht mit Schöpfer George Lucas auf dem Regiestuhl, sondern mit J.J. Abrams, der schon „Star Trek“ eine erfolgreiche Renaissance bescherte. Gemeinsam mit Lawrence Kasdan hat Abrams auch am Drehbuch gesessen – für uns ein gutes Zeichen, dass „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ da weitermacht, wo einst „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ 1983 aufhörte.

Die Crew bei der Arbeit

Die Crew bei der Arbeit

Die kultige Sternen-Saga kommt mit einigen alten Bekannten daher, bietet aber auch zahlreiche Neuerungen und zeitgemäße Anpassungen. Die generalüberholten Sturmtruppen sind schicker denn je, und auch der kugelrunde Droide BB-8, der im Film an der Seite von R2D2 zu sehen sein wird, sieht knuffig aus. Der erfolgreiche und mehrfache Oscar-Gewinner John Williams steuert übrigens ein weiteres Mal die Filmmusik bei. Der zweite Teaser macht auf jeden Fall schon Lust auf den Winter …

Terminator: Genisys

TERMINATOR: GENISYSI’ll be back

Am 09. Juli 2015 wird wieder einmal um das Schicksal der ganzen Menschheit gekämpft: Das Maschinen-Imperium Skynet zieht einen neuen Trumpf aus dem Cyberärmel, um die Geschichte zu verbiegen. Dabei darf sogar Arnold Schwarzenegger wieder als Terminator über die Kinoleinwände stapfen und lustig vor sich hinstammeln. Erneut ist er aber nicht als böse Killermaschine unterwegs, sondern als gute Killermaschine. Dabei bekommt er es nicht nur mit den altbekannten T-800- und T-1000-Modellen zu tun, sondern vor allen Dingen mit dem hochentwickelten Meisterwerk von Skynet. Neben dem einzig wahren Arnie-Terminator darf sich Emilia Clarke („Game Of Thrones“) als beinharte Action-Mami Sarah Conner versuchen, der Australier Jason Clarke („Planet der Affen: Revolution“) als John Connor und Südkoreas Superstar Byung-Hun Lee („G.I. Joe“) als … seht selbst.

Interessant ist noch die Wahl des Regisseurs. Diese fiel auf Alan Taylor, der bisher vor allen Dingen durch seine zahlreichen Serienbeiträge bekannt wurde. Er hat u.a. einige Folgen von „Game Of Thrones“, „Rom“, „Deadwood“ oder „Six Feet Under“ gemacht und vor kurzem mit „Thor – The Dark Kingdom“ ein abendfüllendes Superheldenepos abgeliefert.