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T.A. Barron – Merlin: Wie alles begann

T.A. Barron
„Merlin – Wie alles begann“
(Der Hörverlag)

Was ein einziges, überliefertes Textlein so alles nach sich ziehen kann? Artus-Sagen gibt es mittlerweile mehr, als Taubenkacke auf dem Dach, und jede davon hält sich für die authentischste, nobelste und historisch korrekteste. Während irgendwo wieder ein föhnfrisierter Hollywood-Arthur auf die Menschenmassen losgelassen wird, haben sich andere Autoren schon vor längerer Zeit ein paar Gedanken, um die Hintergründe des Epos‘ gemacht.
T.A. Barron widmet sich mit seiner Pentalogie in Buchform der mystischen Figur des Zauberers Merlin, wirft einen tiefen Blick in dessen Vergangenheit und lässt uns daran teilhaben, wie er zu diesem sagenumwobenen Mann wurde – allerdings jenseits historischer Authentizität. Ohne jede Erinnerung an seine Herkunft, aller Wurzeln entrissen, findet sich der junge Emrys eines Tages verletzt und ermattet am Strande Britanniens wieder. In seiner Nähe liegt eine junge Frau, von der er nicht einmal mehr sagen kann, ob sie seine Mutter ist oder nicht. Doch noch bevor er feste Gedanken fassen kann, wird er von einem gigantischen, vernarbten Eber attackiert und im letzten Moment von einem edlen Hirsch gerettet. Fortan fristet er sein Dasein mit selbiger Frau am Rande eines kleinen Dörfchens, ein Ort, an dem sich Emrys jedoch nie zuhause fühlen kann. Nach und nach bemerkt er eigenartige Fähigkeiten in ihm aufkeimen, spürt, wie er der Natur und ihren Kräften näher und näher kommt.
In 310 äußerst kurzweiligen Minuten bekommt der nicht zwingend jugendliche Hörer (den dieser ist die Zielgruppe) den ersten der fünf Fantasy-Episoden ansprechend und einfühlsam vorgetragen, so dass ein Eintauchen in die Geschichte mühelos erfolgt. Die Suche nach der eigenen Identität Merlins kann Märchen-, Sagen- als auch Fantasyfreunden ans Herz gelegt werden und macht neugierig auf die nächsten Folgen.

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Cinderella

Cinderella
(Disney)

Hollywood hat das Märchen wieder für sich entdeckt. Disney selbst grub in letzter Zeit mit „Maleficent“ das verschlafene Dornröschen wieder aus, verpasste dem Geschehen jedoch einen düsteren Fantasyanstrich und eine neue Perspektive. Auch Dunkelromantiker Tim Burton durfte „Alice im Wunderland“ modernisieren und zu neuen Einspielhöhen führen. Eisköniginnen, Schneewittchen und andere fantastische Berühmtheiten buhlten ebenfalls schon um die Eintrittsgelder des Publikums; in Kürze folgt noch „Die Schöne und das Biest“ und auch der Elefantenpilot Dumbo und das „Dschungelbuch“ werden generalüberholt.
Zu dieser neuen Welle des märchenhaften Familienentertainments gehört auch die Neufassung von Aschenputtels Lebensgeschichte. „Cinderella“ zielt dabei bewusst auf ein junges, weibliches Publikum ab und erfreut mit einer zielsicheren Erzählweise und farbenprächtigen Inszenierung. Die böse Stiefmutter, die Aschenputtel in Zusammenarbeit mit ihren beiden widerlichen Töchtern mehr und mehr von der ungeliebten Stieftochter zur in den Speicher verstoßenen Haussklavin macht, wird von Cate Blanchett wunderbar verkörpert. Auch die leidgeplagte und geduldige Cinderella (Lily James) macht eine durchaus gute Figur und hinterlässt einen lobenswerten Eindruck. Kleine Kniffe in der Story und eine ideenreiche Umsetzung machen die bekannten Abläufe um einen feengesponsorten Ballabend mit verlorenem Kristallschuh und Suche des Prinzen nach dessen Besitzerin wieder interessant – eine erhöhte Romantiktoleranz ist allerdings dringende Voraussetzung.

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The Nightmare Before Christmas

Tim Burton
„The Nightmare Before Christmas“
(Quadriga)

Henry Selick schuf 1993 mit „Nightmare Before Christmas“ ein einzigartiges „Puppen-Grusical“, dessen Figuren nicht mehr aus der Gothic-Szene wegzudenken sind. Jack Skellington, Sally und all die anderen bizarren Gestalten finden sich auf etlichen T-Shirts, Tassen und anderem Merchandise-Krempel wieder – und auch 20 Jahre nach dem Kinodebüt hat die Mischung aus Musical und expressionistischem Horror-Kindermärchen nichts von seiner Faszination eingebüßt. Auch der fabelhafte Soundtrack von Danny Elfman macht den kindlichen Filmspaß einzigartig. Die Grundidee stammte von Gothic-Märchenonkel Tim Burton, der mit Werken wie „Vincent“, „Corpse Bride“ oder „Sleepy Hollow“ als „melancholischer Magier“ selbst Unsterblichkeit erlangte. Sein zauberhaftes Gedicht über den unglücklichen Jack aus dem Halloweenland, der die Schnauze vom Erschrecken voll hat und lieber Weihnachtsmann wäre, findet sich in einer deutschen Übersetzung als farbiges Bilderbuch wieder. Die traumhaften Zeichnungen von Mister Burton halten sich dabei von der Konzeption her an die Filmvorlage, jedoch bleiben all jene Figuren aus, die für die Verfilmung hinzugedichtet wurden. Eine wahre Pracht für kleine und große Kinder.

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Monster im Mittelalter

Rudolf Simek
„Monster im Mittelalter“
(Böhlau)

„Die fantastische Welt der Wundervölker und Fabelwesen“ im Mittelalter wird ein weiteres Mal durchleuchtet. Dieses Mal macht sich der Professor für Ältere Germanistik, Rudolf Simek, auf Spurensuche und schließt diese so erfolgreich ab, dass sein „Monster im Mittelalter“ fürderhin als zeitloses Standard- und umfassendes Nachschlagewerk gelten kann. Eine Untersuchung der Geschichte europäischer Monster und eine kleine Erkundung der mittelalterlichen (Gedanken-)Welt gehen einer genauen Betrachtung voraus. Was macht ein Monster aus, welche Kriterien muss es erfüllen und welche Formen existieren? Warum glaubte man im Mittelalter überhaupt an monströse Wesen und welche Bedeutung hatten sie? Diesen Fragen geht Simek erschöpfend nach und zeigt dabei ein unglaubliches Quellenwissen. Sogar den Monstern der Neuzeit widmet er ein eigenes Kapitel und spannt damit gekonnt den Bogen in die Gegenwart. Allein diese fundierte Arbeit wäre bereits großes Lob wert, doch es folgen diesen knapp 200 Seiten noch weitere 80 Lexikonseiten, auf denen der Autor zahllose Monster alphabetisch aufführt, näher erläutert und dem Leser sogar noch Literaturhinweise an die Hand gibt. Die antiken und mittelalterlichen Quellen wie Konrad von Megenburg oder das angelsächsische „Liber Monstrorum“ werden ferner angegeben, wodurch ein vielschichtiger Einblick gewährt wird.

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Role Play Convention 2015

RPC-logoGrenzenlose Spielwelten

Seit 2007 gehört die jährlich stattfindende Role Play Convention zu den Höhepunkten der Spielwelt. Die Nerdonomicon-Crew war vor Ort, um den Zauber der fantastischen Zusammenkunft zu ergründen.

Am Samstag, den 16. Mai öffnete die Koelnmesse ihre Pforten für ein buntes und gespannt wartendes Völkchen, das nicht nur aus weiten Teilen Deutschlands, sondern auch aus den umliegenden Ländern angereist war. Leibhaftige Elfen und andere Fantasy-Vertreter gehörten ebenso dazu, wie Star-Wars-Persönlichkeiten, Manga-Charaktere, Comic-Helden, mittelalterlich Gewandete, Metal-Fans, bebrillte Vollnerds oder gewöhnliche Otto-Normal-Spieler. Sie alle sollten für das komplette Wochenende in Halle 10 ein vielseitiges An- und Aufgebot vorfinden, das Workshops, Turniere, Bandauftritte, Probespielrunden, Präsentationen, Lesungen, Filmvorführungen und vieles mehr beinhaltete und in seiner Gänze unmöglich vollständig wahrzunehmen war. Liebhaber komplexer Tabletop-Spiele kamen ebenso auf ihre Kosten wie Rollenspieler, LARPer oder auch Fans unterhaltsamer Brett- oder Kartenspiele. In kleinen Gruppen konnten Interessierte in einzelne Titel wie „Earthdawn„, „Pathfinder“ oder „Iron Kingdoms“ hineinschnuppern, durften sich in fordernden Partien (wie „Mage Wars„) bekämpfen, sich beim Kartenklopfen mit „Smash Up“ schieflachen oder aber sich sogar in die Geheimnisse des LARP einführen lassen. Besonders beeindruckend war die Präsentation des ursprünglich über Crowdfunding finanzierten Strategiespiels „Golem Arcana„. Auf variablen Schlachtfeldern und mit unterschiedlichen Missionsaufgaben müssen sich hier zwei Kontrahenten mit ihren detailliert designten Spielfiguren bekämpfen. Ihre Golems sind mit einer App auf dem Handy oder Tablet gekoppelt, das nicht nur das gesamte Spielgeschehen überwacht, sondern auch alle Regelmechanismen und die anfallenden „Buchhalteraufgaben“ übernimmt. Das Durchackern ellenlanger Regelwerke bleibt dem Golemlenker damit erspart und auch beim Gefecht bedarf es keiner schwierigen Berechnungen mehr – der Computer springt bei diesen Punkten zuverlässig ein. Bisher sind hierzulande zwei Erweiterungen über Pegasus erhältlich – in den USA gibt es jedoch schon deutlich mehr Material zum Nachlegen.

Aber auch Liebhaber rasanter Pixelwelten konnten sich über einige Höhepunkte freuen. Das brachiale Fantasy-Football-Gebolze „Blood Bowl 2“ konnte weltexklusiv auf Sonys PlayStation 4 angezockt werden – und machte schon im Beta-Stadium eine kernige Figur. Sehr imposant war auch der „Diablo„-ähnliche Actionkracher „Victor Vran“ vor schicker Steampunk-Kulisse, bei dem der Spieler aber auch über die Springentaste höhergelegene Levelbereiche erreichen oder kleine Hindernisse überwinden kann. Ungeschlagen war jedoch der neue Mehrspielermodus von „Giana Sisters Twisted Dreams“ bei dem die Entwickler von Black Forest Games ganze Arbeit geleistet haben. Bis zu vier Spieler dürfen sich in verschiedenen Levels eine pfiffige Jum’n’Run-Hetzjagd liefern. Dabei spielt sich das flotte Gehopse wie eine großartige Mischung aus „Mario Kart„, „Micro Machines“ und „Sonic„. Freudentränen und Zornesflüche sind hier vorprogrammiert.

Wer ein wenig den vom Knobeln überforderten Kopf oder die vom Daddeln überanspruchten Finger ausruhen wollte, konnte sich als Manga-Figur oder Zombie zeichnen lassen, über den angrenzenden Mittelaltermarkt im Freien schlendern oder aber bei einer Reihe von Bands der Musik frönen. Die Mittelalter-Crossover-Pioniere von Tanzwut waren ebenso vor Ort wie Harpyie, Tibetréa, Ye Banished Privateers, MacPiet oder Xandria. Und selbstverständlich gab es tonnenweise Zeugs zu kaufen, seien es nerdige Klamotten, Sammlerfiguren, Spiele, Bücher, Würfel, LARP-Zubehör oder ausreichend Leckereien für das leibliche Wohl. Wir sind auf jeden Fall auch 2016 wieder mit an Bord!

Thale

Thale
(Splendid)

ThaleElvis braucht dringend Geld, um die Alimente für seine Tochter bezahlen zu können. Sein guter Freund Leo bietet ihm übers Wochenende einen Job als Tatortreiniger an. Doch die Sache hört sich einfacher an als vermutet und sein Magen will bei den Leichensäften im entlegenen Haus des Toten nicht so recht mitspielen. Als die beiden im Keller jedoch geheime Räumlichkeiten mit allerhand seltsamem Inhalt finden, entflammt trotz aller Ängste seine Neugier. Schließlich taucht eine nackte und völlig verstörte Frau auf, die der Sprache nicht mächtig zu sein scheint. Ist sie eine Zurückgebliebene, die hier versteckt wurde, oder etwa ein Entführungsopfer? Stück um Stück kommen die beiden Männer der Wahrheit näher und müssen schließlich feststellen, dass sie es mit einem uralten skandinavischen Sagenwesen zu tun haben, einer Huldra. Diese wurde hier im Dunkeln gefangen gehalten und von ihrer eigenen Art entfremdet. Doch leider geraten die Jungs damit in einen Konflikt zweier Parteien hinein, denen sie beide nichts entgegenzusetzen haben. Auf der einen Seiten stehen die Elfen des Waldes, auf der anderen Seite eine obskure Geheimorganisation, die den übermenschlichen Kreaturen an den Kragen möchte. Die Schauermär gefällt durch ihren ruhigen Tonfall, krankt allerdings an der etwas unglücklichen Vermengung der Schwerpunkte.

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The Moon And The Nightspirit – Mohalepte

The Moon And The Nightspirit

The Moon And The Nightspirit
„Mohalepte“
www.themoonandthenightspirit.com
Bereits zum vierten Mal gelingt es den beiden ungarischen Folk-Künstlern Ágnes und Mihály ein Werk zu erschaffen, das bis in die Tiefen der Seele vorzudringen vermag und ganz und gar verzaubert und berührt. Zarte, weibliche Gesänge steigern sich unter treibenden Rhythmen in eine schamanische Ekstase, zerfließen in einem Anrufen der fernen Götter, einem Bitten und Sehnen, hier und da kontrastiert oder verstärkt durch ein erdiges Männerorgan. Zerbrechliche Eingekehrtheit, die sich nur vorsichtig und leise durch ein Elfenreich tastet, wird durch einen wilden Tanz wundersamer Feenwesen aufgebrochen – Magie durchströmt jedes einzelne der acht Stücke. Und obwohl das Duo in der Muttersprache singt und der genaue Inhalt damit auf rationaler Ebene verschlossen bleibt, offenbaren sich durch ihre feinsinnigen und emotionalen Kompositionen dennoch Stimmungen, entfesseln schillernde Assoziationen. The Moon And The Nightspirit sind im Bereich des düster-mystischen Folks der Geheimtipp schlechthin und haben die Großen längst hinter sich gelassen.

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Imaginaerum

Imaginaerum
(Capelight)

Ob man Nightwish mag oder nicht, „Imaginaerum“ ist ein zauberhafter Film über die Träume der Menschen, über ihre Wünsche und Ziele im Leben – und über die Kunst im Allgemeinen. Nightwish-Mastermind Tuomas Holopainen verwirklichte mit diesem stilvollen Streifen einen eigenen Traum und schuf eine visuell berührende Wunderwelt voller Schönheit, Melancholie und finsterer Schattenseiten. Hier und da schimmert eine Spur Tim Burton’scher Düsterromantik hervor, wird verschlungen von kafkaesker Beklemmung und in anmutiger Metaphorik aufgelöst. „Imaginaerum“ glänzt mit symbolischer Schönheit und verwebt entrückte Bildabfolgen zu einem märchenhaften Gleichnis über das Leben selbst.

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Im Zentrum steht die Suche nach der perfekten Kunst, ein Ziel, dem Tom sein ganzes Leben gewidmet hat. Seine Tochter, Gem, musste unter dieser stetigen Queste ihres Vaters leiden und fühlte sich vernachlässigt und ungeliebt. Das idealistische Ansinnen ihres Erzeugers konnte und wollte sie nicht verstehen. Nun steht sie an seinem Krankenbett, denn der gealterte Musiker litt über viele Jahre an Demenz und stürzte nun endgültig in ein bodenloses Koma. In fantastischen Traumsequenzen durchleben die Protagonisten einzelne Szenen ihrer Vergangenheit und kommen sich dabei näher als je zuvor. Ergreifend!

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Die Boxtrolls

Die Boxtrolls
(Universal Pictures)

Das lauschige Städtchen Cheesebridge hat ein Problem: Im Untergrund hausen die gefürchteten Boxtrolle, hässliche Geschöpfe, die in Kisten stecken und nachts durch die Straßen schleichen, um kleine Kinder zu entführen und dann in ihren Höhlen zu verspeisen. Zumindest behauptet das der hässliche Boxtroll-Kammerjäger Archibald Snatcher mit seinen drei Spießgesellen. Sollte er es nämlich schaffen, die Trolle auszurotten, wird er in den Rang der Herrschenden aufsteigen. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg, denn „leider“ sind die Boxtrolle überhaupt keine Monster, sondern haben vor einigen Jahren lediglich einen menschlichen Jungen in ihre Reihen aufgenommen, dessen Leben in Gefahr war. Und dieser, Egg genannt, wagt sich eines Nachts auf die Oberwelt, um dem Aussterben seiner Familie entgegenzuwirken. Durch einen Zufall lernt er dabei die neugierige Tochter des Bürgermeisters kennen, und gemeinsam kommen die beiden hinter ein gewaltiges Komplott. Die 3D-Stop-Motion-Spezialisten von Laika („Coraline„, „Paranorman„) haben ein einzigartiges, düsteres und faszinierendes modernes Märchen geschaffen, das vor ausgefallenen Ideen und britischem Humor nur so strotzt. Herausragend sind vor allen Dingen die skurrilen und expressiven Figuren, fernab von Kitsch und Schönheit. Action und Albernheiten, Grusel und Groteskes reichen sich hier in harmonischer Abstimmung die Hand.

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Der 7te Zwerg

Der 7bte ZwergDer 7te Zwerg
(Universal Pictures)

2004 ließ Blödelfriese Otto Waalkes erstmals die sieben bekloppten Zwerge von der Leine und servierte in seinem ganz eigenen Märchenwald eine alberne Variante von Grimms „Schneewittchen und die sieben Zwerge“. Mitmachen durften in der Realverfilmung all jene Comedy-Stars, die das blonde Urgestein des Unfugs selbst witzig fand. Zwei Jahre später folgte ein weiteres Abenteuer mit Martin Schneider, Mirco Nontschew, Markus Majowski und Co. Nun wagt sich Otto erstmals in computeranimierte Gefilde vor und präsentiert eine weitere Episode der sieben Zipfelmützenträger. Die optische Präsentation darf durchaus als gelungen bezeichnet werden, vor allem angesichts dessen, dass den Machern weitaus weniger Budget zur Verfügung stand als beispielsweise bei einem Pixar-Streifen. Die Stimmen der Pixelwichte blieben dabei übrigens in der Hand der Originaldarsteller, wodurch erneut Nina Hagen als überdrehte böse Hexe verbal agiert. Dieses Mal werden die Zwuggel ins Dornröschenschloss eingeladen, wo die schöne Königstochter sehnsüchtig ihren 18. Geburtstag erwartet, denn dann ist der Fluch der dunklen Fee endlich gebrochen. Doch leider stellt sich Bubi, der kleinste der sieben Zwerge, „ein wenig“ tollpatschig an und das Schloss versinkt in einem ewigen, eisigen Schlaf. Nur noch das Mini-Septett kann jetzt helfen. Netter, aber wenig spektakulärer Märchen-Ulk mit einigen netten, aber auch vielen eher flachen Momenten und Späßen.

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