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Space Pirate Captain Harlock

„Space Pirate Captain Harlock“
(Toei Animation/Universum)

Die Abenteuer des fantastischen Weltraumpiraten Captain Harlock“ faszinieren seit den Siebzigern Manga-, Anime- und Science-Fiction-Fans. 1977 hob das Freibeuterschiff Arcadia erstmals auf Papier ab, um seither immer wieder in unterschiedlichen Formaten die Leinwände zu entern. Die aufwändige, computeranimierte 3D-Neuauflage von Shinji Aramaki führt die Abenteuer des verwegenen „Allräubers“ in eine völlig neue Dimension und besticht mit einem fantastischen Look und einer ebenso fetzigen Inszenierung.

Die Menschheit hat die Erde längst verlassen, war aufgebrochen, das Universum zu besiedeln. Wie eine Flut wogte der Homo sapiens durch den Kosmos, aber dann setzte die Ebbe ein und die Erdenbewohner wollten zurück zu ihrer Heimat. Die gewaltige Zahl von 500 Milliarden Siedlern konnte der Blaue Planet jedoch nicht fassen. So entbrannte ein Streit um Mutter Erde, der Heimatkrieg. Um die Menschheit vor einem sicheren Niedergang zu bewahren, wurde die Gaia Sanction gegründet, die die Erde für heilig erklärte und eine Neubesiedelung verbot. Die Erdenkinder sollten fortan auf ihren Kolonien verweilen, fernab von ihrer Heimat, verdammt und verlassen.

Dieses oberste Gebot der neuen Ordnung will Harlock, einst ein Diener der Machthaber, nicht akzeptieren. Mit seinem unbesiegbaren Schiff, der Arcadia, zieht der melancholische und unsterbliche Antiheld durch die endlose Leere, um an 100 verschiedenen Punkten spezielle Bomben zu zünden, um das Raum-Zeit-Gefüge aus den Angeln zu heben und der Menschheit einen Neuanfang zu bescheren. Die Gaia Sanction weiß von dem Unterfangen des berüchtigten Kaperfahrers und schleust einen fähigen Spion auf die Arcadia ein, um die Zündung der Sprengköpfe zu verhindern und Harlock unschädlich zu machen. Doch der Maulwurf, Yama, tut nicht wirklich was er soll, sondern erkennt die hehren Ziele Harlocks und schließt sich dem Depri-Freibeuter an. Als der jedoch einen letzten Sprengsatz auf der Erde platzieren will, mobilisiert die Gaia Sanction nicht nur ihre ganze Flotte, sondern auch noch eine uralte Superwaffe …

Die Handlung von „Space Pirate Captain Harlock“ folgt keinen europäischen oder amerikanischen Mustern, sondern ist zutiefst der japanischen Erzähltradition verpflichtet. So müssen hier und da Verstand und Logik aus- und der Bauch eingeschaltet werden. Hinterfragen ist nicht angebracht, vielmehr muss sich der Zuschauer einfach von der Story mitnehmen lassen und akzeptieren, dass es hier und da ein wenig holpert und manchmal sogar der Plot hinter der edlen und anspruchsvollen Bildästhetik zurücktreten muss. Dafür fegt „Space Pirate Captain Harlock“ seine Betrachter um, glänzt mit imposanten Bild-Ton-Arrangements, wuchtigen Action-Sequenzen und griffigen Szenarien irgendwo zwischen Endzeit, Steampunk und High-SciFi. „Star Trek„- und „Star Wars„-Jünger finden sogar die ein oder andere Reminiszenz …

Leider merkt man dem eindrucksvollen Anime aber an, dass versucht wurde, möglichst viel „Harlock„-Stoff in knapp zwei Stunden Film zu pressen, weshalb wichtige Hintergrundinformationen zu kurz geraten oder die Charaktere eben doch nur archetypischen Mustern folgen. Spaß machen die Abenteuer mit Captain Harlock aber allemal! Und stylish sind die obendrein.

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Enterprise vs. Miley Cyrus

Raumschiff_Enterprise_LogoDer Menschraum. Unendliche Blödheit.

„Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung 5 Jahre unterwegs ist, um fremde Galaxien zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.“

Ja, so die Theorie. Was aber wenn die Besatzung der Enterprise sich nicht nur mit feindseligen Aliens, sondern mit kackblöden Erdenbewohnern herumschlagen muss? Da nützen all die Jahre Spezialtraining nichts, denn gegen die Dekadenz und Oberflächlichkeit der Popkultur ist auch das „Star Trek“-Team machtlos …

Wir geben zu, der hier gezeigte Videoclip ist nicht mehr der neuste, aber er ist auch nach Monaten noch äußerst unterhaltsam.

Bard’s Tale

Bard's_Tale_GameSkara Brae ruft!

Es ist 3o Jahre her – eine ganze Generation an Gamern ist seither geboren worden -, da kämpften sich stolze Besitzer eines C-64 durch stickige Pixeldungeons und sangen sich quer durch monströse Gegnerhorden. Der erste Teil der „The Bard’s Tale“-Trilogie aus dem Hause Interplay lockte unzählige Rollenspielfans vor ihre 37-cm-Schwarz-Weiß-Fernseher, ließ sie Hausaufgaben vergessen, Schule schwänzen und Freunde versetzen. Nach dem zweiten (1986) und dritten Teil (1988) versank die Reihe in den Untiefen der umkämpften und stets im Wandel befindlichen digitalen Spielewelt, um einige Male neugierig den Kopf aus den Bits-und-Byte-Haufen zu stecken. Doch alle Versuche einer angemessenen Fortsetzung schlugen bisher fehl.

Das Entwicklerteam von inXile entertainment rund um Brian Fargo (bisher verantwortlich für das großartige „Wasteland 2“ und „Torment“) hat nun über Kickstarter einen neuen Anlauf gewagt, den Klassiker mit einem würdigen vierten Teil weiterzuführen. Und auch wenn die crowdgefundete Finanzierung mit knapp 30.000 Teilnehmern bereits in trockenen Tüchern ist, gilt es noch einige Stretch Goals, also Zusatzfeatures des Spiels, freizuschalten. Wer sich also an der Realisierung von „The Bard’s Tale IV“ beteiligen und schon jetzt eine Kopie des Spiels sichern möchte, der folge dem weißen Kaninchen oder klicke einfach hier.

 

Xbox One Abwärtskompatibilität

xbox360-03Mehr Platz im Wohnzimmer

Zocker kennen das Problem: das eigene Wohnzimmer wird zum heiligen Konsolentempel. Wo sich beim Gelegenheitsspieler gerade mal eine PlayStation4 in die Tiefen der aufgeräumten Fernsehmöbel verirrt hat, muss der Vielspieler mit überquellenden Regalen kämpfen. Wohin mit dem N64, was machen mit dem Sega Saturn? Und brauche ich noch meine Xbox 360, wenn ich die Xbox One schon hier stehen habe?

Immerhin ein Problem hat Microsoft jetzt gelöst und diesen kleinen aber feinen Geniestreich gestern auf der E3 in Los Angeles verkündet: zu Weihnachten schenken uns die Redmonder eine Abwärtskompatibilität der Xbox One zur Xbox 360. Sobald also die bunten Christbäumchen geschmückt werden, darf die eigene X1 mit zahllosen Spielen der Old-Gen-Ära zugestopft werden, ganz gleich ob online erworbene oder Disk-basierende Spiele. Damit lassen sich endlich auch einige 4-Spieler-Splitscreener zum gemeinschaftlichen Mehrspielerdaddeln auf die Xbox One zaubern, denn die Xbox 360 hat trotz schwächerer Rechen- und Grafikpower einige edle Werke im Programm. Wir sind der Meinung: das wird spitze!

DOOM kehrt zurück

Immer mitten in die Fresse rein

Morgen beginnt sie, die Electronic Entertainment Expo, kurz E3, die wohl wichtigste Computerspielmesse der Welt. Im Los Angeles Convention Center öffnet sich ein weiters Mal die Pforte in den Himmel der Zocker, in das Paradies der Bits und Bytes. Täglich werden etliche neue Titel vorgestellt, große Reden geschwungen und Spiele im Entstehungsprozess vorgeführt.

Ein absolutes Highlight dabei ist Bethesdas neuer Aufguss der Urgroßmutter der Ballerspiele: „Doom“. Zeit zum Verstecken, zum Taktieren oder zum Denken brauch es in dem First-Person-Shooter auch dieses Mal nicht, denn die Devise ist ein weiteres mal ballern und bollern! Ein dickes Waffenarsenal soll zum Launch im Frühjahr 2016 für große Freuden sorgen, denn mit jeder Knarre lassen sich die zahllosen dämonischen Horden anders zerpusten. Da spritzt nicht nur das Blut durch die Luft, sondern fliegende Körperteile gehören ebenfalls zum guten Ton. Aber es darf nicht nur im Fernkampf gesplattert werden, mit etlichen Nahkampfmoves lassen sich Dämonenschädel zermatschen, Gliedmaßen zerhacken und riesige Ungetüme zersägen.

Logisch, dass das Geschlachte auch wieder in flotten Mehrspielerarenen ausgetragen werden kann. Über den „SnapMap“-Editor lassen sich sogar eigene Levels ohne viel Aufwand kreieren, die dann leergefegt werden müssen. Ach ja, ein wenig Handlung gibt es sogar auch noch, wieder irgendwo auf dem Mars und wieder ist irgendeine Hölle aufgegangen. Egal, durchladen und amoklaufen.

Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere

„Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere“
(Warnerbros)

Es ist viel geschimpft worden über Peter Jacksons „Der Hobbit„-Adaption fürs Kino. Der erste Teil sei zu langweilig, der zweite zu actionlastig und der dritte würde ja gar nicht zum Original gehören. Peter Jackson und sein Drehbuchkompagnon Guillermo del Toro hätten zu viele Figuren erfunden, zu viel hinzugedichtet, sich zu weit aus der Hobbithöhle gelehnt. Gut, Quotenelfenschönling Legolas hat hier tatsächlich nichts verloren und kann mit seinem nervigen Rumgehopse den Elfenbogen durchaus überspannen, aber in allen anderen Fällen hat das Schöpfer-Duo etwas Einmaliges geleistet. „Der Hobbit“ taugt als Roman nicht für eine familienkompatible Leinwandadaption mit millionenschwerem Budget. Zu märchenhaft und kindlich ist sein Grundtenor. Deshalb kamen die zwei Verantwortlichen auf die Idee, einige Nebenfiguren – die über weite Strecken im Buch vorkommen oder zumindest erwähnt werden (so auch der Istari Radagast) – bewusst in die Handlung einzubeziehen, ebenso wie Nebenschauplätze und sekundäre Handlungsstränge. Vielfach wurde der ursprüngliche Hobbit-Stoff mit den geschichtlichen Begebenheiten des „Silmarillions“ abgeglichen und angereichert und so das Geschehen in einen gesamtheitlichen Tolkien-Hintergrund eingebettet.

Die Schlacht der fünf Heere“ behandelt eigentlich nur die letzten Seiten des Buches und ist als Abschluss der Kino-Trilogie doch zum gewaltigen Zweieinhalb-Stunden-Brecher geworden. Schwerpunkt der Geschehnisse ist ein riesiges Gefecht im Jahre 2941 D.Z. auf den Hängen des Erebor zwischen den Menschen von Esgaroth und Thal, den Elben des nördlichen Düsterwaldes und den Zwergen von Erebor und der Eisenberge auf der einen und einer riesigen Armee der Orks mit Unterstützung von zahlreichen Trollen auf der anderen Seite. Zum Glück greift Beorn mit den Adlern des Nebelgebirges ein, ebenso wie Radagast, um dem unausweichlichen Untergang entgegenzusteuern.

Vieles ist zwar frei eingefügt worden, doch die Eckdaten entsprechen Tolkiens Vorstellungen. Ein wenig unentschlossen wirkt das gewaltige Schlachtengemälde allerdings doch. Auf der einen Seite versucht „Der Hobbit“ Familienfilm zu bleiben, ist aber andererseits um beinharte Action und fetzige Kampfszenen bemüht. Hinzu gesellen sich ein paar unglückliche Abenteuerfilmanleihen, die sich ebenfalls nicht so ganz harmonisch in das epische Gesamtbild einfügen wollen. Diese unhomogene Stilistik macht der dritte Teil indessen mit einer atemberaubenden Optik und zahlreichen interessanten Einfällen wieder wett. Mit dem Zwergenkrieger Dáin Eisenfuß hat Peter Jackson sogar einen Bilderbuch-Warhammer-Zwerg aus dem Ärmel geschüttelt – und auch Thranduil ist zu einem vielschichtigen Charakter geformt worden. Bilbo Beutlin muss angesichts der zahlreichen Kämpfe deutlich in den Hintergrund rücken, vollbringt aber nichtsdestotrotz einige heldenhafte Taten und hilft seinem Zwergenfreund Thorin II. Eichenschild nach dem Rausch des Goldes wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzufinden. Ein sehenswertes aber stilistisch etwas wankelmütiges Finale Grande.

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Guitar Hero Live – UPDATE –

Guitar Hero Live LogoYou rock!

„Guitar Hero“ revolutionierte Ende 2005 den Markt der Musikvideospiele. Harmonix Music Systems entwickelte den bahnbrechenden Titel ursprünglich für die PlayStation 2 und wurde bald darauf mit Auszeichnungen überschüttet. Die spielerische Innovation, der großartige Gitarren-Controller und die 47 Rock- und Metalsongs aus den unterschiedlichsten Epochen machten das Spiel zu einem Renner, der zahlreiche Fortsetzungen nach sich zog. Doch auch der erweiterte Nachfolger „Rock Band“ liegt schon seit Jahren brach, ebenso wie „Guitar Hero“ selbst.

Tastenjongleure und Musikliebhaber können jetzt aber aufatmen, denn mit „Guitar Hero Live“ wird das Saitengeschrabbel wiederbelebt. Ab Herbst 2015 soll der Titel auf Xbox One, Xbox 360, PlayStation 4, PlayStation 3 , Wii U und für ausgewählte Mobilgeräte erhältlich sein. Das stilistische Repertoire wurde jedoch deutlich erweitert, wie Activision verkündet: „‚Guitar Hero Live‘ macht es wie moderne Musikfestivals, mit Rock-, Folk-, EDM-, Hip-Hop-, Country- und Pop-Künstlern auf ein und derselben Bühne. Das Spiel bietet Hunderte von spielbaren Songs aus einer abwechslungsreichen Auswahl von Interpreten wie den The Black Keys, Fall Out Boy, My Chemical Romance, Gary Clark, Jr., Green Day, Ed Sheeran, The War on Drugs, The Killers, Skrillex, The Rolling Stones, The Lumineers, Pierce the Veil und Blitz Kids.“ Was für die einen grauenvoll klingt, dürfte dafür viele neue Zocker an die Plastikgitarre locken. Aber auch diese wurde maßgeblich verändert und hat jetzt nicht mehr wie früher 5 Knöpfe, sondern zwei Reihen mit je drei Tasten, um die natürliche Spielweise besser zu reflektieren. In den nächsten Wochen und Monaten wird es weitere Details geben.

UPDATE: Es gibt bereits die ersten bestätigten Song- bzw. Bandbeiträge, die nach einer runden Sache klingen:

Erste angekündigte Künstler und Tracks:

Judas Priest – „Breaking the Law“
Pantera – „Cowboys From Hell“
Alter Bridge – „Cry of Achilles“
Rage Against the Machine – „Guerrilla Radio“
Red Hot Chili Peppers – „Higher Ground“
Sleigh Bells – „Bitter Rivals“
System of a Down – „Chop Suey!“
Black Veil Brides – „In The End“
The Pretty Reckless – „Going to Hell“
Broken Bells – „Leave it Alone“
Alt-J – „Left Hand Free“

Bereits angekündigte Künstler, neu angekündigte Tracks:

The Rolling Stones – „Paint it Black“
My Chemical Romance – „Na Na Na“
Fall Out Boy – „My Songs Know What You Did in the Dark (Light Em Up)“
Green Day – „Nuclear Family“
Pierce the Veil – „King for a Day (feat. Kellin Quinn)“
Blitz Kids – „Sometimes“
The Black Keys – „Gold on the Ceiling“
The Killers – „When You Were Young“
Gary Clark Jr. – „Don’t Owe You a Thang“
The War on Drugs – „Under The Pressure“
The Lumineers – „Ho Hey“
Ed Sheeran – „Sing“
Skrillex – „Bangarang“

Blob – Schrecken ohne Namen

Blob – Schrecken ohne Namen
(Capelight/Alive)

Es darf wieder gewabbelt werden. Die Filmfeinschmecker von Capelight Pictures haben den guten alten „Blob“ aus dem Jahre 1958 hochgewürgt und im edlen Mediabook formschön ausgerotzt. Damit ist die kultige Trashperle aus frühen Kinotagen sowohl auf DVD als auch auf Blu-ray (wieder) verfügbar – und in dieser schicken Edition mit 24-seitigem Booklet vor allem für Sammler ein echtes Juwel. In dem ausgiebig bebilderten Heftchen findet der Cineast zahlreiche Infos zur Entstehungs- sowie Evolutionsgeschichte des schleimigen Kotzbrockens aus dem Weltall. Auch die Schauspieler und der Regiestuhl werden unter die Lupe genommen, vor allen Dingen aber auch die zahlreichen Ableger, die der „Blob“ nach sich zog. Drei wirklich hörenswerte Audiokommentare geben tiefere Einblicke in das Machwerk, bei dem der noch junge Steve McQueen in der Hauptrolle zu sehen ist. Außerdem wurden Ton und Bild eigens für diese Ausgabe restauriert – die Handlung bleibt allerdings genau so saublöd und unterhaltsam wie eh und je. In irgendeiner verschlafenen Kleinstadt in Pennsylvania brettert ein kleiner Meteorit in ein entlegenes Waldstück. Dort lebt ein alter Zausel, der nichts besseres zu tun hat, als mit einem alten Stöckchen in dem außerirdischen Klumpen herumzuwühlen. Dabei kommt er mit der schleimigen Aliensoße in Berührung, die sich prompt über seine Hand stülpt und dem neugierigen Rentner „ein wenig“ Unbehagen bereitet. Zum Glück rennt er aber schnurstracks dem anbändelnden Pärchen Steve Andrews und Jane Martin vors Auto, die den strubbeligen Alten zum nächsten Onkel Doktor fahren. Der ist von der klebrigen Gallertpampe überfordert und ruft seine Arzthelferin herbei, um dem Wachstum des Glibbers durch Amputation der befallenen Gliedmaßen entgegenzutreten. Doch der Blob hat sich schon an seinem ersten Wirtskörper satt geschlabbert und ist beträchtlich gewachsen. Mit jedem neuen Opfer, das er vollschleimen kann, wird er beängstigend größer – und so beginnt sein widerwärtiger Angriff auf die gesamte Menschheit …

Der „Blob“ – dargestellt durch eine klebrige Silikonmasse – ist ein in jeder Hinsicht ergötzend schlechter Streifen, dem es an haarsträubenden Dialogen und entzückenden Logiklöchern nicht mangelt. Unglaublich zähe aber spaßige Plot-Einschübe gehören zum guten Ton, ebenso wie (aus heutiger Sicht) lächerliche Handlungsweisen der Protagonisten. Ob der „Blob – Schrecken ohne Namen“ tatsächlich als Sinnbild für den Kommunismus gesehen werden kann oder den Generationenkonflikt der Fünfziger aufarbeiten soll ist bei diesem delikaten Monstermurks eigentlich egal. Hier wird feinste Pulp-Kost serviert, bei dem das Gehirn durchaus 83 Minuten auf Standby geschaltet werden kann.

Übrigens ist im Augenblick ein weiteres Remake im Anmarsch. Wer darüber hinaus ein paar Blicke auf die Neuauflage von 1988 werfen will, der erfreue sich am erfreulich ekligen Videozusammenschnitt ganz unten.

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Humble Might & Magic Bundle

Humble_Might_&_Magic_BundleFantasy-Overkill

Gerade erst hat Ubisoft einen Trailer zu „Might & Magic Heroes VII„, das im September 2015 erscheinen soll, rausgerückt, da legen die Humble-Bundle-Jungs ein dickes Paket zum „Might & Magic“-Kosmos nach. Das „Humble Might & Magic Bundle“ dürfte jedem Fantasy-affinen Rollenspieler und Strategiefan multiple Orgasmen bescheren.

Spiele im Gesamtwert von 168$ wandern hier für einen beliebig festlegbaren Preis über die virtuelle Ladentheke. Dazu gehört die grandiose „Might & Magic Collection“ in der die Teile 1 bis 6 des Old-School-RPGs vereint sind. Hinzu kommt das „Might & Magic Heroes Online – Angel Starter Pack“, das in massive Mehrspielerwelten entführt und die beiden „Heroes of M&M“-Teile 2 und 4.

Wer mehr als den Durchschnitt aller Gebote spendet, bekommt darüber hinaus noch vier weitere Titel um die Ohren gehauen: „Dark Messiah“, „Heroes“ 5 und 6 und das eher vernachlässigbare „Clash Of Heroes“. Im Laufe der Aktion können noch einige Titel aus dem fiktiven Spielekosmos hinzukommen.

Zahlt der geneigte Zocker sogar mehr als 15$, gibt es noch „Might & Magic X -Legacy“, „Heroes 3“ als HD-Edition, das „Duel Of Champions – Starter Pack“ und ein paar Zusatzinhalte obendrauf.

Einige Titel kommen über Steam, einige über Ubisofts eigene Plattform Uplay und ein paar sind komplett DRM-free. Leider wird aber nur Windows unterstützt.

Super Mario Kopfweh

Realistic_Mario-Brick_BlockIt’s-a me, Mario!

Wie schafft es ein einfacher, kleiner Klempner mit Übergewicht und alberner Kleidung eigentlich mit seiner weichen Rübe Steinblöcke zu zertrümmern? In Videospielen geht zum Glück alles! Aber was wäre, wenn Mario und sein grünlicher Sidekick Luigi keine virtuellen Titanschädel hätten, sondern der brutalen Realität ins finstere Auge sehen müssten?

Pete Holmes und seine Crew zeigen uns, wie es den beiden Jump ’n‘ Run-Heroen im wirklichen Leben ergehen könnte … Nichts für schwache Nerven und Hardcore-Fanboys!