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Oscar Wilde – Das Gespenst von Canterville

Oscar Wilde
„Das Gespenst von Canterville“
(Der Hörverlag)

Was die Amis mit ihrer altklugen Weltpolizeieinstellung alles zustande- und vor allem kaputtkriegen, hat Oscar Wilde bereits 1887 erahnt und in seinem „The Canterville Ghost“ niedergeschrieben. Als sein erstes Werk, mit dem er an die Öffentlichkeit ging, ist es auch bis heute eines der beliebtesten und meistgelesenen seines Fundus‘ geblieben. Mr. Hiram B. Otis ist ein amerikanischer Gesandter in England und wird beim Kauf des Schlosses Canterville bereits vor seinem jahrhundertealten Geist gewarnt, was den aufgeklärten Vertreter der Neuen Welt nicht weiter beeindruckt, und ihn nur überheblich über den Aberglauben der Altweltler schmunzeln lässt. Tatsächlich geht es nicht lange, bis sich das Schlossgespenst zeigt und der frisch eingezogenen Familie aus Übersee das Fürchten lehren will. Doch irgendwie kommt alles ganz anders. Was wie eine Gesellschaftssatire beginnt, wird im Mittelteil zu einer Burleske und endet in einer romantisch-sentimentalen Atmosphäre. Die Umsetzung ist mit ihren 65 Minuten äußerst stimmig gelungen und setzt die Vielseitigkeit der Vorlage eindrucksvoll um. Gerade auch die humorigen Einlagen, in denen die Amis dem armen Gespenst recht arg zu Leibe rücken – auch wenn dieser nicht mehr existiert -, lassen das Hörspiel auch für die Kleinen zu einem unterhaltsamen Happen für zwischendurch werden. Die etwas Reiferen dürfen von Wildes facettenreicher Sprache zehren und sich eine schöne Stunde bescheren lassen.

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Der Kopf, der weiterlebte

Meteor-Horror
„Der Kopf, der weiterlebte“ (4)
(Meteor/Edel)

Da sind sie wieder, die lustig-schlechten Schauergeschichten aus dem Hause Meteor, und mit Folge 4 verhält es sich keinesfalls anders, als mit den zuvor erschienenen Titeln. Was macht man als Wissenschaftler, wenn es die eigene Frau bei einem Autounfall zerbröselt hat und nur noch der Kopf zu gebrauchen ist? Richtig, man behält die olle Rübe und legt sie in ein hochmodernes Super-Lebenserhaltungsdingenskirchen und macht sich schnurstracks auf die Suche nach einem neuen, ansprechenden Körper. Da es diese nur äußerst selten im Aldi im Dreierpack zu ergattern gibt, muss eben eine dralle Prostituierte herhalten, deren beide großen Argumente den Weißkittel sofort zu überzeugen wissen … Klingt wie immer saublöd, und ist es uneingeschränkt auch.
Die Story kann durchaus noch einige andere lustige Nebenhandlungen vorweisen, die dann zusammen auf ein fulminantes, wie übertriebenes Ende hinauslaufen. Bis auf wenige Sprecher können die Leistungen der Stimmgeber allerhöchstens zum Schmunzeln anregen – was allerdings auch schon an den grottenschlechten Dialogen und der klischeeüberladenen Plotline liegt. Wer allerdings gerne mal zu Trash-Filmen und ähnlichem greift, der kann sich hier fürstlich amüsieren, denn Meteor schafft es einmal mehr die B-Filme des vergangenen Jahrhunderts perfekt in ein Hörspiel zu verwandeln. Und das ist fast schon Kunst!

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Die drei @@@ und ihre 5-Minuten-Fälle 2

Die drei @@@ 2

Die drei @@@ und ihre 5-Minuten-Fälle 2

Die drei @@@ und ihre 5-Minuten-Fälle
„Die komplette zweite Staffel“
(Meteor/Edel)

Silvester ist eine gefährliche Angelegenheit, vor der selbst die Polizei nicht sicher ist. Nicht nur, dass die Nichte von Inspektor Cotton verschwunden ist, der arme Cop wird von herumsurrenden Feuerwerkskörpern, die ihm jeden Arm einzeln zerlegen und schließlich auch noch die Glotzer wegdröhnen, bei seiner Ermittlungsarbeit – wörtlich genommen – behindert. Justin, der Oberseppel der drei Klammeraffen, folgert haarscharf, dass das Mädchen somit im All sein muss, da die Polizei schließlich schon überall auf der Erde ihre Nasen reingehängt hat. Nachdem sich das idiotische Trio aus herumfahrenden Raketen und Krachern noch schnell ein eigenes Raumschiff zusammengebastelt hat, und McGuyver damit alt aussehen lässt, machen sich die Drei zu einer mehr als bescheuerten Irrfahrt auf.
Die neuesten Abenteuer der Drei-Fragezeichen-Persiflierer zeichnen sich wieder einmal durch äußerst abstruse und brüllkomische Ideen aus, erweitern gleichzeitig das Grundkonzept. Wenn also eine Episode den Spuren von Buffys Musical-Folge hinterhertorkelt und sämtliche Protagonisten singend durch die fünf Minuten hüpfen, dann ist das nur eine der zahlreichen Seitenhiebe auf unterschiedlichste Formate. Ansonsten müssen sich die Klammeraffen noch mit einer verquerten Parallelwelt herumschlagen und einen Edelsteinschmuggel in einer Bäckerei aufdecken, dessen Besitzer allerdings ein wenig untot ist. Der zweite Teil der Ulkserie ist abermals hervorragend gelungen und dürfte all jenen Spaß bereiten, die das ein oder andere Kinder-Hörspiel ihr Eigen nennen können oder in ihrer Jugend damit malträtiert wurden.

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Larry Brent: Killervirus aus der Hölle

„Larry Brent: Killervirus aus der Hölle“ (19)
(Europa/BMG)

Ein Schreckensszenario, in dem wahnsinnige Wissenschaftler die Welt mit neuen Killerviren und anderen lustigen chemischen und biologischen Kampfstoffen zerkrümeln wollen, mag zwar für einen packenden Thriller ausreichen, aber noch lange nicht für den Herren „Röntgenstrahl 3“, alias X-Ray 3 oder besser bekannt als Larry Brent, der smarte Oberbösewichtbekämpfer mit den bondschen, lockeren Sprüchen auf der Zunge. Denn poplige Krankheitserreger sind kein Gegner für die geheimste Geheimorganisation aller Geheimorganisationen. In diesen 70 Minuten bekommt es der Schlaumeier mit Killerviren aus der Hölle zu tun, die über mächtige Psi-Kräfte zu gigantischen Riesenmutanten herangewachsen sind, um eine fröhliche Apokalypse einzuleiten. Dass ihr Ziehvater dabei bereits tot ist und sein satanisches Werk sozusagen aus der Hölle weiterführt, ist für Kenner der Groschenheftchen und der Hörspielreihe keine Besonderheit mehr; denn je abstruser, desto lustiger! Mit einer sehr stark an triviale Schundliteratur angelehnten Sprache schlängeln sich die klischeehaften Charaktere munter durch die haarsträubende Geschichte, um ebenso geartete Abenteuer zu bestehen. Die Sprecher, Musikuntermalung und die gesamte Produktion setzen diese leichte Kost für Zwischendurch perfekt um und garantieren einen ungetrübten Hörgenuss.

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Die drei Klammeraffen und ihre 5-Minuten-Fälle

„Die drei @@@ und ihre 5-Minuten-Fälle: Die komplette erste Staffel“ (1)
(Meteor/Edel)

Die drei Fragezeichen scheinen kein Leben außerhalb ihres Detektivdaseins genießen zu können, denn wo immer sie sich rumtreiben, lümmelt gerade ein Verbrecher in der Gegend herum, den es zu überführen gilt. In den Anfangstagen arbeiteten die drei Lausebengel noch für Herrn Hitchcock, der sie per Telefon beauftragte, und auf sein Bitten hin konnte das tugendhafte Trio sich dann mit mysteriösen Fällen herumschlagen. Mit einer gehörigen Portion Humor erweisen Sascha Gutzeit und Nikolaus Hartmann den drei Oberschnüfflern alle Ehre und ziehen in zehn tatsächlich knapp fünfminütigen Episoden Justus , Peter und Bob gehörig durch die Jauchegrube. Erfreulicherweise trifft der Liebhaber auf viele alte Bekannte, die aus sämtlichen (damals noch 114)  Teilen des Originals bekannt sind – allerdings auf geniale Weise verzerrt. So stürzen sich Justin, Dieter und Rob, die drei Klammeraffen, in die hanebüchensten Fälle, die die Hörspielgeschichte vermutlich je vernommen hat, wobei Justin natürlich immer „so eine Ahnung“ hat, einen Plan schmiedet und die tumben Bösewichter – wie ihr Erzfeind Jimmy Boris – längst überführt hat, bevor diese es überhaupt begriffen haben. In den köstlichen Storys steckt so viel Liebe und Bosheit im Detail, dass alte Dreifragezeichen-Hasen bestens unterhalten werden und sich „eine halbe Stunde später“ nur noch lachend die Wampe halten können. Einziges Problem an dieser Angelegenheit: „Die drei @@@“ sind mittlerweile eine vielgesuchte und begehrte Sammlerrarität geworden, da der Hörspielverlag mittlerweile eingegangen ist.

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Meteor-Horror: Aliens in Raven Rock

„Meteor-Horror: Aliens in Raven Rock“ (2)
(Meteor/Edel)

Es gibt Menschen, die lieben anspruchsvolle Hörbücher, mit guten Textvorlagen, professionellen Sprechern und einer packenden musikalischen Untermalung – solcherlei Gesellen sollten hier auf keinen Fall weiterlesen, da sie der folgende Hörspielgenuss wahrscheinlich in tiefste Verzweiflung stürzen würde. Für Leute, die auf Blödsinn, Spaß und Trash stehen, die sich mit großer Vorliebe die grottenschlechtesten B- und C-Movies einverleiben, haben hier – und eigentlich mit der gesamten Horror-Serie aus dem Hause Meteor – vielleicht ein kleines Leckerli gefunden. Schon in der unterirdisch schlechten Intro wird mit Lebensweisheiten à la „Alte Traktoren sind wie Frauen – sie sind unberechenbar. Und manchmal machen sie komische Geräusche“, geglänzt, die den intellektuellen Tiefgang der Episode aufzeigen. Die Handlung selbst beginnt mit der Einführung der beiden Protagonistinnen Jodie und Kim, die mächtig die Schnauze voll haben vom Stress der Großstadt und deshalb in das kleine Kuhkaff Raven Rock fliehen wollen, in dem Jodie früher öfters die Sommerferien bei ihrem Onkel und ihrer Tante verbrachte. Als sie dort nach einigen haarsträubenden Dialogen angekommen sind, beginnt sich langsam das ganze Ausmaß dieser hanebüchenen Story zu offenbaren, denn als sie von albernen Blechklumpen mit spinnenartigen Beinen attackiert werden wird klar: Aliens treten der Menschheit mal wieder ordentlich in die Weichteile. Wobei hier nicht einmal von „Treten“ die Rede sein kann, denn die fiesen Metallbollen entpuppen sich als Luftstaubsauger, die die Menschen sozusagen totsaugen, und das nur wegen einem kleinen Programmierfehler. Wenn das mal kein Stoff für packenden Horror ist … nein, ist es auch nicht, aber man kann sich köstlich amüsieren.

Geekometer (für Trash-Fans):

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Friedhof der Kuscheltiere

Stephen King
„Friedhof der Kuscheltiere“
(Hörverlag)

Was als gewöhnliche Erzählung über eine amerikanische Familie, die aus der Großstadt in das Nest Ludlow zieht, beginnt und sich anfangs in banalen Nebensächlichkeiten erschöpft, windet sich langsam und kreisend um einen immer schwärzer werdenden Höhepunkt des Grauens. Anfangs bewundern die Creeds noch das schnuckelige Landhäuschen, inmitten einer traumhaften Landschaft gelegen, umgeben von endlosen Wäldern, doch bald beginnt ein unabwendbarer schrecklicher Untergang der trauten Glückseligkeit. Schuld daran ist der vielbefahrene Highway, der direkt vor dem Grundstück des Universitätsarztes vorbeiläuft und schon in der Vergangenheit für einen Haufen Matsch unter den Haustieren sorgte. Als die Katze der Tochter ebenfalls plattgewalzt wird, beerdigt der Familienvater sie auf dem nahegelegenen, unheimlichen Indianerfriedhof – am nächsten Tag ist sie zurück, aber in einer bösartigen, teuflischen Form. Als schließlich auch noch der kleine Sohn unter die Räder gerät, kann sich der aufmerksame Leser bzw. Zuhörer schon vorstellen, welch schreckliches Ende diese Geschichte nehmen muss. Mit einer stimmungsvollen musikalischen Untermalung, einer gelungenen Geräuschkulisse und einer ganzen Reihe hochkarätiger Sprecher wird dieses Hörspiel zu einem wirklich genussvollen Alptraum. Während sich die erste CD noch gemäßigt gestaltet, wird der dritte Tonträger zu einem echten Höllentrip in den Wahnsinn. Über Rückblenden und innere Monologe wird eine so dichte Atmosphäre geschaffen, dass sogar bekennende Stephen-King-Verachter (wie der Verfasser dieser Zeilen) nach kurzer Zeit die Hosen gestrichen voll haben. Ist also der King-typisch zähe Einstieg überstanden, können die drei Stunden ohne Reue genossen werden.

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Sieben Siegel 1

„Sieben Siegel: Die Rückkehr des Hexenmeisters“ (1)
(Hörverlag)

Während die Horror-Serie des mittlerweile verblichenen Hörspiellabels Meteor eher für trashige Lauschunterhaltung sorgt, konnten sich die „Sieben Siegel“ schon damals problemlos mit der Spitze der Hörspiele messen; so ist es kaum verwunderlich, dass diese Reihe bereits 2002 einige Auszeichnungen erhalten hatte und später vom Hörverlag übernommen wurde. Mit diesem ersten Teil führt der Autor Kai Meyer in die mystischen Geschehnisse um die Träger der Sieben Siegel ein. In dem uralten Nest Giebelstein wohnt Kyra bei ihrer Tante Kassandra, die als eigenbrötlerische Teehändlerin mit der dunklen Vergangenheit des Ortes verwoben ist. Eines Abends beobachtet Kyra eine Frau, aus deren Handtasche ein silberner, fliegender Fisch entfleucht, der kurz darauf einen Raubvogel zu Kleinholz verarbeitet. Was einfach nur als seltsames Erlebnis beginnt, endet bald in einer Verschwörung eines riesigen Hexenbundes, gegen die sich Kyra, ihre beiden Freunde Nils und Lisa, gezwungener Maßen auch der neu zugezogene Chris und Tante Kassandra stellen müssen. Mit viel Feingefühl und einer Palette an überzeugenden und herausragenden Sprechern, ganz zu schweigen von der netten musikalischen Untermalung, entsteht eine unterhaltsame und spannende kindgerechte Geschichte, die auch junggebliebene Altsemester zu ergötzen weiß und Appetit auf weitere Folgen.

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Meteor-Horror – Hexenkarussell (5)

Hexenkarussell Folge 5Meteor-Horror
Hexenkarussell“ (5)
(Meteor/Edel)
Während die Hörspiele aus dem Hause Europa in aller Munde und vor allem in aller CD-Spieler sind, gelten die Serien von Meteor eher noch als Geheimtipp – und das obwohl die Reihe „Sieben Siegel“ von Kai Meyer bereits 2002 zum besten Hörspiel auserkoren wurde. Aus dem selben Studio stammt die Horror-Staffel, die in jeder Folge neue Charaktere vor wechselnden Schauplätzen präsentiert. Mit dem fünften Teil, dem „Hexenkarussell„, wird die Geschichte grausamer Ritualmorde erzählt, denen zwei Journalisten auf die Schliche kommen. Bald führen die Spuren zu der geheimnisvollen Hexe Mara und von da an beginnt ein Höllentrip für die beiden. Mit etwa 55 Minuten Spielzeit kann man diese CD in aller Ruhe als kleinen Horror-Happen zwischendurch genießen. Von der Aufmachung her orientiert man sich sehr stark an den schon bekannten Horror-Spektakeln und deren Inhalten. Rein sprachlich wird recht tief in die Metapherkiste gegriffen, recht deutlich von herumfliegenden Innereien gesprochen und versucht jegliches Klischee des Genres einzusetzen – dann und wann wird auch mal eine kleine Brise Erotik eingestreut. Während nicht alle Sprecher für wirkliche Begeisterungsstürme sorgen können, wirken auch einige Dialoge sehr gestellt und künstlich. Auch der Spannungsbogen kann nicht so richtig überzeugen, und was eigentlich als überraschendes Ende gedacht ist, zeichnet sich schon viel zu früh deutlich ab. Dennoch macht das „Hexenkarussell“ Spaß, wenngleich an vielen Stellen Verbesserungen nötig wären. Somit bleibt diese Folge nur etwas für Hörspielfanatiker, aber schon in der nächsten Ausgabe werden wir sehen, dass Meteor es besser kann.

Bewertung:

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Edgar Allan Poe – Der Bericht des Arthur Gordon Pym

Der Bericht des Arthur Gordon PymEdgar Allan Poe
„Der Bericht des Arthur Gordon Pym“
(Der Hörverlag/SPV)
Wer Poe noch nie gelesen oder, wie in diesem Falle, gehört hat, der sollte mit Herrn Pym beginnen und sich knapp zwei Stunden Zeit für dieses abenteuerliche Schauerspiel nehmen. Was anfänglich wie ein gewöhnlicher, zu dieser Zeit (1838) üblicher Seefahrerroman beginnt, wird bald durch poe-typischen Horror angereichert: Lebendig-Begraben-Sein, Menschenfresserei und allerlei Leckereien mehr. Gegen Ende des Berichtes sticht um so deutlicher hervor, weshalb sich H.P. Lovecraft so sehr zu den Werken Poes hingezogen fühlte, denn aus der Erzählung dringt eine kriechende Furcht vor dem unbekannten Grauen, vor einem nicht näher erklärten Bösen. So begleitet man auf diesen beiden CDs den zu Beginn sechzehnjährigen Protagonisten Pym, der seine Heimat verlässt, um als blinder Passagier auf dem Walfangschiff Grampus mitzufahren – aus reiner Lust am Abenteuer. Versteckt wird er dort in einem finsteren Loch, bis es auf dem Schiff des Vaters seines Freundes Augustus zu einer Meuterei kommt. Doch möchte ich an dieser Stelle nicht weiter auf die Handlung eingehen, kann aber im voraus jeden Hörer vertrösten, der bei dem überraschenden letzten Kapitel verwirrt in sich hineinstarrt. Denn wie bei David Lynch-Filmen ist das Ende vielseitig deutbar und lässt den Poe-Fan mit einer Reihe furchterregender, ungeklärter Fragen zurück. Aber genau das macht die Angst vor dem Ungewissen aus! Die Sprecher, sowie die hervorragend gelungene musikalische Untermalung und atmosphärische Soundkulisse tun ihr übriges, um die pym’schen Abenteuer zu einem spannenden und unheimlichen Hörerlebnis zu machen.

Bewertung:

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