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Devil May Cry 4 Special Edition

Devil May Cry 4 SEDante wird aufgeblasen

Die neue Konsolengeneration ist so eine Sache. Die Grafik ist hui, das ständige Patchen ist pfui und das Spieleangebot ist so lala. Einzigartige Exklusivtitel sucht man bisher auf Xbox One und PlayStation 4 vergebens. Stattdessen gibt es viel Mittelfeld und immer wieder neue Aufgüsse alter Größen.
Bereits im letzten Jahr hat Capcom eine solche Wiederbelebung angekündigt: „Devil May Cry 4“ soll im Juni 2015 als Special Edition für PC, Xbox One und PlayStation 4 erscheinen. Wer 2008 noch nicht in den Genuss des schicken Action-Adventures mit massivem Hack & Slay-Charme kam, der kann sich nun durch die aufgeblasene Next-Gen-Variante mit hochauflösenden Texturen, 1080p und 60 fps metzeln.

Die Special Edition enthält nicht nur das Originalspiel, sondern auch drei neue spielbare Charaktere, einen Legendärer Schwarzer Ritter-Modus sowie ein optimiertes Tempo als auch einen ausgewogeneren Schwierigkeitsgrad. Ob das ausreichend ist, das Spiel noch einmal komplett durchzuzocken wird sich im Sommer zeigen. Der erste Trailer lässt aber durchaus hoffen.

 

 

 

Life Is Strange

Das Mysterium des Erwachsenwerdens

Erwachsenwerden ist selten ein glorreicher Prozess. Gefangen zwischen zwei Welten – ungezwungene Kindlichkeit und rationale Vernunft –, taumelt der Teenager durch ein dämmriges Zwielicht undurchsichtiger Entscheidungen. So geht es auch der 18-jährigen Maxine Caulfield in dem atmosphärischen Mystery-Adventure „Life Is Strange„, das seit 30. Januar in fünf einzelnen Episoden für PC, Xbox One, Xbox 360, PlayStation 3 und 4 kapitelweise den virtuellen Äther flutet.

Der erste Teil darf dabei als Pilotfolge angesehen werden, die das Setting und seine Charaktere stimmungsvoll einführt und parallel dazu die Spielmechanik erklärt. Anfängliche Assoziationen mit den Telltale Games-Abenteuern à la „The Walking Dead“ oder „Game Of Thrones“ lösen sich im Verlauf des melancholischen und zugleich rätselhaften Geschehens auf, und „Life Is Strange“ emanzipiert sich zum eigenständigen und mutigen Adventure.

Life Is Strange 4Maxine Caulfield kehrt nach fünf Jahren in ihre Heimatstadt Arcadia Bay zurück, um an der renommierten Blackwell Academy Fotokunst zu studieren. Damals ließ der pubertierende und introvertierte Teenager seine beste Freundin Chloe zurück und musste sich in Seattle einer ganz neuen Umgebung stellen. Viel einfacher fällt Maxine aber auch ihre Rückkehr nicht. Sie hat Schwierigkeiten sich in den Seminaren durchzusetzen und auch mit den Freunden will es nicht so recht klappen. Lediglich ein nerdiger Außenseiter gibt sich mit der schüchternen „Neuen“ ab.
Wie aus dem Nichts taucht Chloe plötzlich wieder auf, doch das Mädchen hat sich verändert. Sie leidet unter ihrem kontrollsüchtigen Stiefvater, steckt voller Zorn und Zweifel – und sie hasst das verschlafene Kaff Arcadia Bay. Sie sehnt sich danach, diesen Fesseln zu entfliehen und alles hinter sich zu lassen.
Als die beiden Freundinnen von einst sich langsam wieder annähern, erfährt Maxine vom rätselhaften Verschwinden ihrer Mitschülerin Rachel Amber. Sie und Chloe waren viele Jahre wie ein Herz und eine Seele, und auch an der Schule und in der Stadt war Rachel mehr als beliebt. Von heute auf morgen war sie weg. Von Zuhause ausgerissen, sagen die meisten, doch Chloe traut der Sache nicht. Irgendwas scheint da faul und sie hat sich zum Ziel gesetzt, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

Life Is Strange 7Doch da ist noch so viel mehr in „Life Is Strange„. Seit Maxine wieder in Arcada Bay ist, wird sie von düsteren Visionen heimgesucht. In ihnen sieht sie einen gewaltigen Sturm heraufziehen, der die Stadt zu verschlingen droht. Dem nicht genug, stellt sie während des Unterrichts fest, dass sie in der Lage ist die Zeit zu manipulieren. Wenn sie möchte, kann sie einige Sekunden oder auch Minuten in die Vergangenheit zurückspringen (was per Tastendruck gesteuert wird) und die eben erlebte Situation erneut angehen. Dabei kann sie völlig andere Entscheidungen treffen oder andere Dinge äußern (also Dialogoptionen wählen), behält aber alles Wissen und sämtliche gesammelte Gegenstände für sich. Durch diese Gabe kann sie per trial and error Informationen aus ihren Gesprächspartnern herauskitzeln oder misslungene Handlungen rückgängig machen – und zwar beliebig oft. Dies ist natürlich nicht in jeder Lage und Szene des Spiels verfügbar, sondern nur dann, wenn es erforderlich ist. Dabei gibt es keinen schweißtreibenden Zeitdruck und keine fordernden Quick-Time-Events – und doch ist jede Entscheidung eine schwere, denn Aktionen ziehen unweigerlich Reaktionen nach sich. Nicht immer – auch nach mehrmaligem „Zurückspulen“ – lässt sich abschätzen, welche Folgen eine Handlung oder ein gesagter Satz haben werden. Und wenn nicht in der ersten Episode, dann vielleicht in einer der weiteren? Aber Rätsel können damit hervorragend gelöst werden, denn im Endeffekt kann Maxine in die Zukunft sehen – wenn auch nur eine kurze Zeitspanne.

Life Is Strange 1Abseits dieser interessanten und gut umgesetzten Idee, punktet das erste Kapitel von „Life Is Strange“ vor allem durch seine herausragende Stimmung und die glaubwürdigen Protagonisten. Hier und da arbeiten die Entwickler von Dontnod zwar mit Klischeeversatzstücken des Coming-Of-Age-Genres, das tut der gesamten Story und seiner erzählerischen Dichte aber keinen Abbruch. „Life Is Strange“ fesselt mit seinen düsteren Andeutungen, mit dem eigenwilligen Geheimnis der verschwundenen Rachel und mit dem nachdenklichen, ja, fast schon schwermütigen Grundtenor. Der Spieler findet sich in einem einzigartigen Kosmos wieder, irgendwo zwischen Lynchs „Twin Peaks„, dem geisterhaften „The Returned“ (orig. „Les Revenants„) und Stephen Kings „Stand By Me„. Drama und Mystery umweben sich eng, werden umflossen von Alltäglichkeiten wie Drogenhandel an Schulen, Mobbing und der Schwierigkeit neue Freunde oder gar sich selbst zu finden. Und über alledem wabert eine schwarze Wolke, wie ein Damoklesschwert …

Am 24. März geht es mit Episode 2 „Out Of Time“ weiter.

 

 

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Elder Scrolls Online

Auf nach Tamriel

Veteranen des Online-Ablegers von „Elder Scrolls“ können sich gegenseitig die Sektkorken um die roten Lauscher ballern. Seit gestern ist die neue Fassung des Mehrspieler-Rollenspiels, „The Elder Scrolls Online: Tamriel Unlimited“ für Windows- und Mac-Mühlen erhältlich! Wer „Elder Scrolls Online“ bereits sein Eigen nennen darf, wird automatisch ohne nervige Abo-Anpassungen oder komplizierte Account-Umzüge auf den neuesten Stand gebracht und kann zukünftig mit seinen Charakteren und Wegbegleitern kostenlos durch die Weiten der fiktiven Fantasy-Welt stapfen.

Neugierigen wird der Einstieg ebenfalls erleichtert, denn das vorherige Gebührenmodell gehört zu den Akten. „Tamriel Unlimited“ kann ohne monatliche Grundgebühren gezockt werden. Über das bisherige Grundspiel hinaus beinhaltet die Neuauflage alle sechs bisher erschienenen Inhalts-Updates sowie das neue Champion- und Rechtssystem. Zusätzliche Einkünfte versprechen sich die Macher mit dem Kronen-Shop im Spiel und der Premium-Migliedschaft ESO Plus.

Konsoleros müssen sich weiterhin noch ein wenig gedulden. Aber Betehsda will am 9. Juni 2015 auch eine Xbox One- und eine PlayStation 4-Fassung nachlegen.

Der neue Trailer und die druckfrischen Packshots findet ihr hier im Novitarium.

Bioshock: Infinite

Bioshock: Infinite
(2K Games/Xbox360, PS3, Mac und PC)

Bioshock“ setzte vor sechs Jahren Maßstäbe im Actiongenre. Nicht nur wagten sich die Entwickler in ein fantastisches neues Szenario vor, sie kombinierten typische Ego-Shooter-Qualitäten mit einem packenden und kreativen Storytelling als auch motivierenden Rollenspielbruchstücken. Nach einem wenig innovativen zweiten Teil, kehrt die Reihe nun in nahezu alter Größe zurück. Ein weiteres Mal schwingt sich 2K Games in mutige Erzählhöhen auf und erfreut mit einem innovativen Setting, das in luftige Höhen führt, genauer in die geheimnisvolle fliegende Stadt Columbia. Hier erlebt der Protagonist, Booker DeWitt, auf der Suche nach der gefangenen Elizabeth in mehrfacher Hinsicht sein blaues Wunder. Nach einem mysteriösen Prolog landet der Spieler in einer blühenden Metropole jenseits der Wolken. Kinder lachen, die Menschen auf den Straßen sind höflich und adrett, die Vögel zwitschern und überall blühen die Blümelein. Doch in dieser schönen, neuen Welt ist nichts so wie es scheint, und so kommt nach einem bunten Höhenflug der tiefe Fall. Das Szenario wandelt sich binnen von Sekunden in einen Alptraum. Columbia ist auf den Leichen unzähliger Sklaven errichtet worden, das Volk ist fanatisch und rassistisch bis auf die Knochen. Fortan muss sich der Held durch die Reihen der Feinde kämpfen – mithilfe eines reichhaltigen modifizierbaren Waffenarsenals oder durch die erlernbaren acht Kräfte (ähnlich der Plasmide in den vorherigen Teilen). Die etlichen schweißtreibenden Actioneinlagen, die nur mit Köpfchen und Geschick zu bewältigen sind, werden durch eine gesellschaftskritische und metaphorische Geschichte verbunden, die bis zum fulminanten Schluss zu fesseln weiß.

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Die Legosaurier kommen

Bauklötzchen-Brontosaurier gefällig?

Wir reiben schon unsere Tentakeln nervös aneinander, denn im Sommer 2015 werden Lego, Warner, Universal und noch ein paar andere Unterhaltungsgiganten „Lego Jurassic World“ auf die Zockergemeinde loslassen. Passend zum Kinostart des vierten „Jurassic Park„-Teils am 11. Juni 2015, dürfen kindgebliebene Bauklötzchenbastler auf Xbox One, Xbox 360, PlayStation4, PlayStation3, PlayStationVita, Wii U und PC mit dem Joypad bewehrt ins Mesozoikum abtauchen. „Stell dir vor du spielst als riesiger Lego-T-Rex und machst Isla Nublar unsicher, schleuderst Lego-Steine umher und kämpfst gegen andere Dinosaurier – dieses Spiel weckt die Kinder in uns allen“, schwärmt der Managing Director, Tom Stone, vom Entwicklerteam TT Games. Das Feine an der Sache ist, dass „Lego Jurassic World“ gleich alle vier Teile der Filmreihe in separate Abenteuer verwandelt, die in guter, alter Lego-Videospielmanier vor allen Dingen im kooperativen Mehrspielermodus zu wahrer Größe auflaufen. Jetzt heißt es nur noch geduldig sein …

Update vom 16. März 2015:

Heute haben Warner und TT Games nicht nur das finale Cover des im Juni erscheinenden Lego-Titels veröffentlicht, sondern auch ein paar Screenshots und einen neuen Trailer. Das Gesamtpaket hier für alle Bauklötzchen-Paläontologen:

Resident Evil: Revelations 2

Die Hose ist wieder voll

Resident Evil - Revelations 2Als der Verfasser dieser Zeilen 1996 erstmals in einem lokalen Zockertempel die japanische Variante von „Resident Evil„, also „Biohazard„, auf einer ebenso fernöstlichen Playstation 1 antestete war klar, dass es nicht nur bei einem Sega Saturn bleiben konnte, um an das plattformexklusive Kleinod zu kommen. Und spätestens als das viel zu kleine Joypad beim überraschenden Angriff zweier zombifizierter Killerhunde nur knapp dem Tod durch panisches Wegwerfen entging, entbrannte eine tiefe, innige Liebe. Nein, „Resident Evil“ war nicht das erste Survival-Horror-Spiel, aber es war bis dato das beste! Die Nachfolger konnten leider an die Größe des Originals nicht heranreichen, einige Ableger drohten sogar den Gruselkönig gänzlich vom blutigen Thron zu stürzen. Doch mit „Resident Evil: Revelations 2“ wandelt Entwickler Capcom wieder auf erfreulichen Pfaden – und das in mehrfacher Hinsicht.

Der Titel erscheint einerseits als wöchentliche Online-Serie in vier Kapiteln (wobei Kapitel 1 bis 3 bereits erschienen sind und der vierte Part am 18. März nachrücken wird), wird allerdings auch ab dem 20. März auf regulärem Wege in den Regalen der Spieltempel zu finden sein (für PlayStation 3, PlayStation 4, Xbox One, Xbox 360 und Windows-PC via Steam). Gerade aber die Online-Variante mit ihren vier einzelnen Episoden zu je 5,99 Euro eignet sich hervorragend für Neugierige und Unentschlossene, da hier für wenig Geld in einen beachtlichen Teil des Spiels hineingeschnuppert werden kann. Dabei ist Skepsis eigentlich fehl am Platze, denn „Revelations 2“ ist ein bis auf wenige Schwächen grandioses Gänsehauterlebnis geworden, das nervenzerrende Momente und endlich auch wieder volle Hosen garantiert.

Dualer Schrecken

Mit einer lauschigen Feier bei der Anti-Bioterrorismus-Organisation Terra Save fängt alles an. Zombieviren-Bekämpfungsveteranin Claire Redfield und ihr junger Schützling Moira Burton – ja, genau, die Tochter von Urgestein Barry Burton – wollten eigentlich einen gemütlichen Abend mit ein paar Drinks, netten Smalltalk und ein wenig Fingerfood verbringen, da stürmt kurzerhand ein unbekannter Brutaltrupp das Firmengebäude. Wenig später wachen die beiden Mädels in muffigen Gefängniszellen auf, mit einem neuen, modischen Accessoire am Handgelenk. Ohne zu begreifen von wem und aus welchem Grund sie gefangengenommen wurden, machen sich die beiden aus dem Staub, um Hilfe zu suchen. Leider müssen sie bald feststellen, dass sie auf einer entlegenen Insel festsitzen und Versuchskaninchen eines wahnsinnigen Experimentes sind – natürlich mit ekelhaften Erregern, die bei ihren Probanden für äußerst widerliche Nebenwirkungen sorgen.

Capcom wählte bewusst zwei Protagonistinnen, denn „Revelations 2“ darf wie einige der vorherigen Titel im kooperativen Zweiermodus gespielt werden. Beschränkte sich das bisher aber lediglich auf das geschickt kombinierte Ballern auf wankende Virusträger, haben sich die Entwickler jetzt bemüht, den Charakteren verschiedene Fähigkeiten angedeihen zu lassen. So ist Claire Redfield für die Firepower des Teams verantwortlich und darf im Laufe der Geschichte immer mehr Waffen einsammeln und mit speziellen Objekten auch aufrüsten und optimieren. Ihre jüngere Begleiterin Moira selbst kann keine Feuerwaffen nutzen, hat dafür aber die überlebenswichtige Taschenlampe im Handgepäck, mit der einerseits versteckte Gegenstände gefunden, im Kampf aber auch die zahlreichen mutierten Unholde geblendet werden können. Die fauligen und eitrigen Gegner werden durch die direkte Beleuchtung nicht nur langsamer, weil sie ihre Augen schützen müssen, im besten Falle werden sie auch für einige Sekunden benommen und können dann von Claire mit einem eleganten Kick auf die Bretter geschickt werden. Nun kommt Moiras zweites Werkzeug zum Einsatz: ein Brecheisen. Damit kann sie eine Folgeattacke auf die am Boden liegende Monstrosität ausführen, die meist zum sofortigen Exitus führt, bei größeren Gegnern aber immerhin noch eine Menge Schaden anrichtet. Überdies kann das Brecheisen aber auch für gewöhnliche Handgemengeattacken und zum Aufbrechen von Vorratskisten genutzt werden.

Aber das ist noch nicht alles, denn „Revelations 2“ hält eine zweite Storyebene parat. Ein halbes Jahr nach der Entführung von Claire und Moira erreicht Papa Barry Burton die Insel, um seine Tochter aus dem Schlammassel zu ziehen. Das mittlerweile bärtige Special Tactics and Rescue Service-Mitglied bleibt aber ebenfalls nicht lange alleine auf dem unheimlichen Eiland. Die kleine Natalia, ein entflohenes Versuchsopfer, stößt lediglich mit einem Nachthemd bewehrt zu ihm dazu. Während Barry beim zweiten Duo die Rolle von Claire und damit das grobe Geballer übernimmt, spielt Natalia eine modifizierte Rolle von Moira. Sie kann einerseits besondere Kisten öffnen, aufgrund ihrer winzigen Fingerchen, kann aber wegen ihrer medialen Fähigkeiten Monster durch Wände erspüren und sogar unsichtbare Kreaturen entdecken. Auch versteckte Schätze bleiben vor ihr nicht lange verborgen. Besonders nützlich ist die Kleine aber, wenn es um das Erkennen gegnerischer Schwächen geht. Sie kann die verletzlichsten Stellen der Ungetüme ausmachen, die Barry dann gezielt unter Beschuss nehmen kann. Im Notfall kann Natalia aber auch Steine vom Boden aufheben, um sie den Befallenen an die Rübe zu werfen oder damit um sich zu schlagen.

Schweißtreibende Balance

Die letzten Teile der „Resident Evil„-Reihe krankten an überbordender Action. Vom ersten Moment an ballerte sich der Spieler durch die Levelabschnitte – Zeit zum Gruseln blieb kaum. „Revelations 2“ gelingt es in den ersten drei Episoden aber wieder, die Balance zwischen Atmosphäre, Story, Erkundung und Action zu halten. Egal, ob man durch neblige Wälder schleicht, alte Ruinen eines Fischerdorfes durchkämmt oder in der Kanalisation umhertappt, man hört stets das bedrohliche Surren des schwingenden Damoklesschwertes über der eigenen Schädeldecke. Hinter jeder Ecke und aus jedem Schatten können die nächsten Zombifizierten herausspringen oder torkeln. Häufig trügt der Schein und ganze Levelbereiche können „in Ruhe“ durchforstet werden, aber genau dann, wenn der Spieler es am wenigsten erwartet, kracht eine Tür auf und ein Rudel Infizierter stürzt sich auf die Spielerfiguren. Auch bei der Gegnerzusammensetzung hat Capcom gute Arbeit geleistet, so dass Bossgegner, Standard-Zombies und schwere Brecher angenehm gemischt auftreten. Hier und da bleibt Barry und Claire sogar die Zeit, sich klammheimlich an die Feinde heranzupirschen und diese mit einer mächtigen Schleichattacke in die ewigen Monsterjagdgründe zu schicken.

Motivierend sind auch die zahlreichen versteckten Objekte, die von Moira und Natalia aufgespürt werden können. Hierzu gehören nicht nur verschiedene Munitionstypen, Waffenmodifikatoren, grüne und rote Kräuter, die zum Wiederherstellen der eigenen Gesundheit eingesetzt werden können, sondern auch verschiedene Rohstoffe, die zum Herstellen von Brandsätzen, Verbandsmaterial, Rauchbomben und dergleichen genutzt werden können. Außerdem gibt es noch Edelsteine zu ergattern, die dem heroischen Vierergespann das Kaufen oder Verbessern von Fähigkeiten erlauben. Ausweichmanöver werden damit erfolgreicher, Taschenlampen heller, Kräuter wirkungsvoller oder neue Angriffsmöglichkeiten und -kombinationen möglich.

Deutlich zu kurz kommen allerdings Rätsel. Hier wären ein paar Kopfnüsse mehr wünschenswert gewesen. Dieses Manko macht „Revelations 2“ aber mit seiner spannenden Story locker wieder wett, die im Laufe der Episoden mehr und mehr an Tiefgang bekommt und sogar noch einige alte Bekannte ins Geschehen katapultiert …

Ein Horror-Snickers zwischendurch

Um die Wartezeit auf die neuen Episoden ein wenig zu versüßen, bietet „Revelations 2“ noch einen Raid-Modus, bei dem sich der Spieler mit verschiedenen freispielbaren Charakteren durch verschiedene Missionen kämpfen muss – ebenfalls im Alleingang oder nach Belieben auch kooperativ mit einem Freund. Hier wird das Geschehen allerdings auf pure Balleraction reduziert, die mal unter Zeitdruck, mal in Wellen, mal mit mehr und mal mit weniger taktischer Umgebung absolviert werden muss. Vor allem zu zweit macht das Geholze mächtig Laune, vor allem, weil die eigenen Recken Erfahrungspunkte sammeln und damit wie im Kampagnenmodus ihre Fähigkeiten ausbauen können. Auch lassen sich neue Waffen oder Knarrenverbesserungen aus Kisten bergen und so ganz individuelle Schießeisenkombinationen erstellen. Auch hier muss der eigene Munitionsvorrat argwöhnisch im Auge behalten werden, denn sonst kann es vorkommen, dass der eigene Charakter plötzlich mit leeren Händen vor duzenden Mutantenviechern steht und dadurch einen unerwarteten Anfall von Tod erleidet.

Kurzum, „Resident Evil: Revelations 2“ darf sich wieder zu den Höhepunkten der Reihe zählen, auch wenn es grafisch noch Luft nach oben gibt. Aber das neue Episodenmodell ermöglicht angenehm gesplittete Spielzeiten von jeweils drei oder vier Stunden, und die Gratwanderung aus Grusel- und Actionsequenzen ist hervorragend gelungen. Lediglich für Alleinspielende bleibt die teilweise nervige KI des computergesteuerten Teammitgliedes als fader Beigeschmack zurück. So kommt es hin und wieder vor, dass Barry nicht auf entdeckte Feinde schießt, Claire einen mühsam geblendeten Gegner liebevoll anstarrt ohne ihn umzutreten oder ein sorgsam eingeleiteter Schleichangriff von der Begleitung im Keim erstickt wird. Aber auch das sorgt für volle Hosen …

Geekometer:

Verlosung zum Tag 1

PixelHeroes_ByteMagic_1386x679Pixelabenteuer für alle

Hochauflösende Texturen, 60 fps, raffinierte Gegner-KI – wer brauch den ganzen Scheiß eigentlich? Mit „Pixel Heroes: Byte & Magic“ können sich retrosüchtige Rollenspieler in das Zeitalter flimmernder Röhrenfernseher und quäkender 8-Bit-Sounds zurückversetzen – gepaart mit einer ordentlichen Dosis gehörigen Schwachsinns.
Mit drei schrägen Helden (aus insgesamt 30 noch schrägeren Klassen) muss sich der Spieler in dreizehn muffige Dungeons mit entsprechenden Monstern und Obermotzen aufmachen, um die Machenschaften der durchtriebenen „Söhne des Morgengrauens“ zu vereiteln. Auf dem Weg dorthin gibt es zahlreiche alberne Zufallsbegegnungen und einen gigantischen Haufen magischer Gegenstände am Ende als Belohnung. Nur einfach ist das Ganze nicht …

Wer mutig genug ist, sich auf die spaßige Queste zu begeben, der kann zum Tag 1 von www.nerdonomicon.de einen von fünf Steam-Codes für „Pixel Heroes: Byte & Magic“ gewinnen, die vom Indie-Publisher Headup Games zur Verfügung gestellt wurden.

Aktionsende: Freitag, der 20.03.2015

Danke fürs Mitmachen … die Verlosung ist vorbei.

God Of War: Ascension

God Of War - AscensionGötterfunken

Wie kaum eine andere Figur der Videospielgeschichte ließ der spartanische Heerführer Kratos im Frühjahr 2005 die Welt erzittern. Unter seinen Chaosklingen, geschmiedet in den infernalen Tiefen des Hades, erzitterte selbst der Olymp und so mancher Gott der griechischen Götterwelt verlor durch seine mächtigen Hände das Leben. Nach dem atemberaubenden Finale der Trilogie legen die Entwickler der Santa-Monica-Studios nun mit „God Of War: Ascension“ ein fulminantes Prequel vor, das erzählt, wie der tapfere Recke zu einem zornigen und verzweifelten Halbgott wurde.

God Of War“ schlug vor acht Jahren ein wie der Kriegshammer eines Titanen und überraschte mit einer Reihe innovativer Ideen, um das bis dato angestaubte Action-Adventure-Genre bis zu den digitalen Grundmauern zu erschüttern. In der einzigartigen Geschichte um den verfluchten Protagonisten Kratos vereinten sich etliche Tugenden der Spielekunst: eine umwerfende grafische Präsentation, ein fesselndes Gameplay, ein mitreißender Soundtrack und nicht zuletzt eine epische Erzählung.

God Of War - Ascension_5Der Spartaner wurde einst von Ares, dem Gott des Krieges, getäuscht. Er verschrieb dem Unsterblichen seine Seele – im Gegenzug musste dieser sein Reich vor den feindlichen Barbarenhorden retten. Mit unbändiger Macht ausgestattet, wütete Kratos durch das Land, beflügelt vom Funken des Ares, mordete und brandschatzte. Bis er eines Tages in einem Dorf seine eigene Frau und seine Tochter im Wahn des Krieges niedermetzelte und fortan als gequälte Kreatur weiterleben musste. In zwei Fortsetzungen tobte der vom Blut seiner Opfer gezeichnete Krieger weiter durch die antike Sagenwelt, um seinem unbändigen Zorn und seiner Verzweiflung Luft zu machen. Hydras, Medusen, Minotauren, Untote des Hades und andere Monstren ließ er auf seinen Questen in ihrem Blute liegen, aber selbst die Götter und die gewaltigsten Titanen erschauderten vor seinem Antlitz.

God Of War - Ascension_2Kratos ist kein Mann der Worte. Sein Weg ist gesäumt von den Leichen seiner Feinde – besser gesagt von deren Einzelteilen. Nicht umsonst hatte es der erste Teil in Deutschland schwer und erschien erst ein Jahr später als in den USA. „God Of War“ watet im Blut und lebt von seinen brachialen Kämpfen und Schlachten. In bester Hack’n’Slay-Manier kann der griechische Recke eine Reihe todbringender Combos auf seine Widersacher niederprasseln lassen. Diese rohen Darstellungen sind aber nie plumpes Mittel zum Zweck, sondern dienen der finsteren und bitteren Geschichte des tragischen Helden.

Die Spiele definierten eine ganze eigene Form der Brachialästhetik, wie sie später auch in monumentalen Filmwerken wie „300“ zu sehen war. Kombiniert wurde dies mit clever eingewobenen Rätseln, Sammeltrophäen und kniffligen Geschicklichkeitspassagen. Innerhalb der Geschichte konnte Kratos nicht nur verschiedene Gegenstände einsammeln, um seinen Lebens- und Magiebalken zu erweitern, er lernte stets auch neue Zauber hinzu und konnte sogar durch eingesammelte rote „Orbs“ seine Waffen erweitern und verbessern.

Die Himmelfahrt

God Of War - Ascension_4

Nach dem düsteren und niederschmetternden Ausgang von „God Of War 3“ (2010) war das Ende der Trilogie perfekt. Nun reisen die Entwickler in die Vergangenheit Kratos‘ zurück und erzählen die Geschichte, wie Kratos zu einem solch unbarmherzigen Schlächter werden konnte. „God Of War“ erzählte die Begebenheiten zehn Jahre nach Kratos‘ Mord an seiner geliebten Gattin und seiner Tochter; in „Ascension“ erfährt man, was sich in diesem Interregnum abspielt. Doch den Bluteid mit einem Olymper zu brechen, bedeutet ein Opfer der Furien zu werden, die schrecklichen Vollstrecker der hohen Götter. So findet sich der Spieler zu Beginn von „God Of War: Ascension“ im Netz dieser grausamen Kreaturen wieder und muss sich seinen Weg in die Freiheit und zur Erlösung erst erkämpfen. Schon in den ersten Minuten lassen die Santa-Monica-Studios die Hölle los und trumpfen mit den Tugenden der Reihe auf. Denn gemütliche Spaziergänge und gemächliche Erforschungen statischer Welten sind keine Herausforderung für griechische Halb-Götter. So verwandeln sich hier ganze Levelabschnitte in riesige Bossgegner, Kämpfe finden auf durch den Raum wirbelnden Bruchstücken statt und die ganze Welt scheint im Wandel und sich gegen Kratos zu stellen. Während grafisch alle Register gezogen und brillante Feuerwerke des Leveldesigns gezündet werden, donnert ein epischer Soundtrack in glasklarem 7.1-Ton aus den Boxen. Muss man sich dann noch mit berggroßen Ungetümen herumschlagen, etliche knifflige Quicktime-Events bestehen und seine kämpferischen Fertigkeiten und Combos geschickt einsetzen, dann bleibt schon einmal der Mund vor Spannung, Entsetzen oder schlichtweg Faszination offen stehen. Schon zuvor musste man auf Gegnern wie der riesigen Titanin Gaia herumklettern, gleichzeitig kämpfen, klettern und tödlichen Angriffen ausweichen, aber es scheint, als wollte „Ascension“ die Messlatte noch einmal höher legen.

Die Legende beginnt

God Of War - Ascension_5Kratos hat bereits etliche Abenteuer hinter sich gebracht, aber rrstmals in der Historie der Reihe darf man den Kriegshelden mit dem Prequel auch in rasante Mehrspieler-Gefechte schicken. Hierbei gibt es einerseits die Möglichkeit, sich mit anderen Streitern in weitläufigen, offenen Arealen zu messen oder aber in kompakten Arenen, die Non-Stop-Action versprechen und den Controller zum Glühen bringen. In einigen Modi muss sich jeder Spieler beispielsweise der Gnade der Götter als würdig erweisen und Gunst ansammeln, mit der der eigene Gladiator den eigenen Wünschen angepasst und in den Kategorien Rüstung, Waffen und Fertigkeiten verstärkt werden kann.

Unabhängig von den vorherigen Teilen können sich Neulinge mit „God Of War: Ascension“ in die Spielwelt von Kratos stürzen, denn das Prequel benötigt keinerlei Vorkenntnisse der Geschichte. Für gestandene Veteranen bietet dieser Teil die Chance endlich mehr über den blutrünstigen Griechen zu erfahren und ein weiteres Mal in den einzigartigen Kosmos des Kriegsgottes einzutauchen.

God Of War-Historie

GOD OF WAR (PS2) – 2005
GOD OF WAR II (PS2) – 2007
GOD OF WAR: CHAINS OF OLYMPUS (PSP) – 2008
GOD OF WAR III (PS3) – 2010
GOD OF WAR COLLECTION (PS3) – 2010
GOD OF WAR: GHOST OF SPARTA (PSP) – 2010
GOD OF WAR COLLECTION VOL. 2 (PS3) – 2011
GOD OF WAR: ASCENSION (PS3) – 2013

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Im Schatten der Bluthochzeit

Im Schatten der Bluthochzeit

Im Schatten der Bluthochzeit

Die verlorenen Lords schlagen auf

Mit dem ersten Kapitel der „Game Of Thrones: A Telltale Games Series“ konnten sich Adventure-Fans auf die Seite des Hauses Forrester stellen, das vom Krieg der fünf Könige schwer gebeutelt wurde. Die verbündeten Starks wurden von den Feinden im wahrsten Sinne des Wortes enthauptet, was den Forresters jeglichen Schutz und jegliche Absicherung entzieht. In der zweieinhalbstündigen ersten Episode, „Iron From Ice“ wurde der Spieler mitten in diesen furchtbaren Konflikt hineinkatapultiert, durfte in die Haut des Knappen Gared Turtle oder des jungen Lords Ethan Forrester schlüpfen, um sich zahlreichen folgenschweren Entscheidungen zu stellen. Wie begegnet man den Erzfeinden? Wen rettet man? Wie führt man sein eigenes Adelsgeschlecht? Jede Aktion brachte unweigerlich bestimmte Reaktionen mit sich, aufgelockert durch einige Reaktionseinlagen (Quick-Time-Events).

Seit heute geht die spannende, aufwühlende und vor allen Dingen grandios erzählte Saga mit „The Lost Lords“ weiter. Von der auch auf Hochleistungsrechnern und Next-Gen-Konsolen eher mittelprächtigen Grafik darf sich der geneigte „Game Of Thrones„-Fan aber nicht abschrecken lassen. Diese ist zwar alles andere als zeitgemäß, aber die Telltale Games-Spiele – wie die „The Walking Dead„-Abenteuer – leben in erster Linie von ihrer pointierten und einfühlsamen Erzählweise, einer packenden Dynamik und großartigen Plots. Also Tentakeln bereit machen und sich auf weitere zwei Stunden Westeros freuen!

 

Dead Space

Dead SpaceIm Weltraum hört dich niemand schreien

Eigentlich begann alles mit einer gewöhnlichen Reparaturmission. Denn um das riesige Abbau-Schiff USG Ishimura, das in den fernen Weiten des Weltalls wertvolle Substanzen fördert, ist es mit einem Male verdächtig still geworden. Aus diesem Grund ist der Auftrag von Ingenieur Issac Clarke und seiner Crew, die Kommunikationseinrichtungen der Raumstation wieder instand zu setzen und dann Feierabend zu machen. Doch in Electronic Arts nervenzerreißendem Horror-Action-Abenteuer „Dead Space“ kommt natürlich alles anders, als geplant.

Denn schon beim Andocken an die Ishimura gibt es die ersten Probleme und die Lage verbessert sich im weiteren Verlauf der Geschehnisse nicht wirklich. Vielmehr dauert es nicht lange, bis die Reparatureinheit erste Tote findet und damit in eine Hölle unvorstellbaren Ausmaßes gerät. Mit einem Mal stürzen sich abscheuliche Monstren aus den Lüftungsschächten und attackieren die Mannschaft und der eigentlich friedliche Einsatz wird zu einem grausamen Kampf ums nackte Überleben.

Dabei kombiniert „Dead Space“ auf gelungene Weise Elemente aus Filmen wie „The Thing„, der „Aliens„-Reihe oder „Event Horizon“ mit Spielehits a la „Resident Evil“ oder „Bioshock„, erschafft sich aber dennoch einen eigenständigen und packenden Kosmos. Dieser überzeugt vor allen Dingen mit einer unvorstellbar dichten Atmosphäre, die ab dem ersten Spielmoment fesselt. Dolby Digital 5.1-Ton vorausgesetzt, zaubern die Spieledesigner ein beängstigendes und bestechendes Klangerlebnis, das nicht nur Spannung, sondern tatsächliche Furcht verbreitet. Da surren Generatoren, knarzen die metallenen Bordwände, schlagen freihängende Kabel gegen Metall und überall aus dem Dunkel dringen beängstigende Geräusche. Mal schreien Menschen, dann hört man ein Trippeln – Zeit zum Ausruhen und Durchschnaufen gibt es nicht. Dazu kommt die atemberaubende grafische Darstellung des Settings, die keinerlei Wünsche offen lässt. Obwohl einige Teile der Ishimura öfters durchlaufen werden müssen, bleibt repetitive Ödnis vollkommen aus. Immer wieder erfreuen neue Raumdesigns und Abschnitte das Auge, besser gesagt, beängstigen die Seele. Denn auch hier herrscht allzeit eine bedrückende Stimmung – der Tod lauert überall.

Davon künden etliche grausam verstümmelte Leichen oder Teile selbiger. Wände und Böden triefen vom roten Lebenssaft und man wird immer wieder Zeuge von grässlichen Geschehnissen, wie dem schockierenden Selbstmord eines Besatzungsmitgliedes der Ishimura, der seinem ausweglosen Schicksal selbst ein Ende bereitet. Denn tötet er sich nicht selbst, wird er Opfer einer widerwärtigen Spezies, die das gesamte Schiff überrannt hat. Schlimmer noch, diese Monstren verleiben sich menschliche Opfer ein und wandeln sie in abnorme Ungetüme um, die ein wenig an Carpenters „Ding aus einer anderen Welt“ erinnern. Humane Züge sind bei den kriechenden, taumelnden oder mit Wänden verwachsenen Schrecken noch vage zu erkennen, doch ihr einziges Bestreben ist der Tod unseres Alter Egos. Zum Glück gibt es da an Bord noch einige Waffen, mit denen man den Viechern zu Leibe rücken kann, wobei man dabei nicht einfach kopflos ballern darf, sondern chirurgisch präzise deren Gliedmaßen abtrennen muss, denn nur so kann man die Bestien wirklich stoppen. Somit ist ein ruhiges Händchen gefragt und ein kühler Kopf zugleich, denn die grotesken Gegner treten nicht immer alleine auf.

Neben der atemberaubenden Grusel-Action haben die Entwickler vor allem aber auch eine packende Story ersonnen, die glaubwürdig präsentiert wird. Kleine, selten wirklich anspruchsvolle, Rätseleinlagen sorgen für etwas Abwechslung. Auch die Idee sämtliche Waffensysteme und Rüstungen aufwerten zu können, ermöglicht immer wieder neue Herangehensweisen im Spiel. Zudem gibt es die Möglichkeit über sogenannte Stase-Module kurzfristig die Zeit zu verlangsamen, was besonders knifflige Situationen besser lösbar macht. Gut gelungen sind auch die Abschnitte in völliger Schwerelosigkeit, als auch immer wieder Bereiche, in denen keine Luftversorgung zur Verfügung steht – da ist Schnelligkeit gefragt.

Die Kombination aus alledem macht „Dead Space“ zu einem der besten Spiele des Jahres 2008 und vor allem auch zu einem der herausragendsten Horror-Spielerlebnisse für PC, Xbox360 und PS3 aller Zeiten!

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