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Guns, Gore & Cannoli

Der Zombie-Pate

Was passiert, wenn man einen schicken handgezeichneten 2D-Sidescroller Marke „Metal Slug“ mit dem „Paten“ und einer kleinen Zombieapokalypse verquirlt? Das Ergebnis heißt „Guns, Gore & Cannoli“ und ist seit Ende April für Mac und PC erhältlich, seit kurzem auch für die Xbox One und in Bälde für die PlayStation4.

Während der Prohibitionszeit muss Vinnie Cannoli, ein waschechter Mafioso, in dem lauschigen Städtchen Thugtown nach seinem verschwundenen Kumpel suchen. Dummerweise findet das eine rivalisierende Verbrecherfamilie nicht wirklich erfreulich und hetzt ihm einen Haufen grantiger Gangster auf die Pelle. Doch die Goldenen Zwanzigerjahre sind davon abgesehen gar nicht so glänzend, denn wie aus dem Nichts bricht plötzlich noch eine Zombieapokalypse los und Vinnie muss sich mit einer Reihe widerlicher Untoter herumschlagen.

Zum Glück kann er bei seinem schwierigen Auftrag auf eine ganze Latte Waffen zurückgreifen, wobei er im Laufe des bleihaltigen und vor allem auch herrlich blutigen Abenteuers zusehends mehr Ballermänner einsacken kann. Zu Beginn steht ihm lediglich eine kleine Knarre (mit unendlich viel Munition) zur Verfügung; es folgen unterschiedliche Schrotflinten, Maschinengewehre, Flammenwerfer, Bazookas und ähnliche Spielereien – selbstverständlich dürfen auch Handgranaten und Molotov-Cocktails nicht fehlen, um der Zombiebrut ordentlich einzuheizen. Um sich durch die Levels zu manövrieren, kann der virtuelle Mafioso mit einer intuitiven Steuerung gelenkt werden, per Knopfdruck über Hindernisse (oder Feinde) hüpfen, sich geschickt hinter Objekten in Deckung abknien und mit einem beherzten Tritt Schalter umlegen, Türen auftreten und ekelige Kontrahenten auf Distanz halten.

GGC_IconDie einzelnen Kapitel der Geschichte werden abwechslungsreich in Szene gesetzt, sowohl in Bezug auf die Story als auch vom Design her. Jedes neue Level bietet skurrile neue Gegnertypen, zu denen an Luftballons schwebende mit Gasgranaten um sich werfende Zwuggel, ehemalige Footballspieler, schießwütige Soldaten, verweste Dominas aber später auch mutierte Riesenratten gehören. Jeder Feind hat seine individuellen Angriffsmuster, Stärken und Schwächen und lässt sich am besten mit einem speziellen Waffentyp beseitigen. So nützt es wenig, dem Soldaten auf seinen Helm zu ballern, während schildtragende Mafiosi nahezu über einen Ganzkörperschutz verfügen und einer besonderen Behandlung bedürfen.
Davon abgesehen stehen aber noch genügend interaktive Objekte wie Autos oder Fässer in der Gegend herum, die bei Beschuss explodieren, um sich Scharen von heranstürmenden Widersachern vom Leib zu halten. Häufig hilft dabei wildes Umherballern, aber vielerorts – vor allem bei den knackigen Bossgegnern – muss mit Taktik und Köpfchen vorgegangen werden, um beispielsweise die Soldaten aus ihren Schützengräben und Wachtürmen zu bekommen.

 

Vierfacher Bumm

Die Grafik ist herzallerliebst und fängt den Trash-Charme perfekt ein. Begleitend zu den handgezeichneten Hintergründen und schön animierten Protagonisten gibt es passende Klänge aus den 1920ern. Zu besonderer Hochform läuft „Guns, Gore & Cannoli“ allerdings im lokalen Mehrspielermodus auf, denn bis zu vier Zocker können sich gemeinsam gegen die feindlichen Horden werfen. Dies ermöglicht mehr taktisches Vorgehen und ist überdies bei den Bossgegnern sehr hilfreich.

Die Entwickler haben dem kooperativen Kampagnenmodus allerdings noch einen äußerst spaßigen „Vs Mode“ hinzugefügt, bei dem sich bis zu vier Mafiosi gegenseitig um die Ecke bringen müssen. Dazu zoomt das Geschehen perspektivisch deutlich heraus, um die verschiedenen kleinen Levels in Gänze auf dem Bildschirm darzustellen. Hier dürfen die Ganoven über – je nach Level mehr oder weniger – verschachtelte Plattformen hüpfen, Waffen aufsammeln und sich gegenseitig zerblasen. Wer als erster Spieler eine bestimmte Punktzahl erreicht, geht als Patenkönig aus dem Wettkampf hervor. Aber Vorsicht, das flotte und chaotische Gemetzel von den belgischen Entwicklern der Crazy Monkey Studios macht schnell süchtig!

Geekometer:

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Magicka 2

Zauber dir einen

Es ist wieder Zeit seine Kameraden zu grillen. Wahlweise mit einem ordentlichen Feuerball oder vielleicht mit einem arkanen Blitzgewitter? Im Januar 2011 ließ das von acht schwedischen Studenten entwickelte „Magicka“ die Herzen Hunderttausender Möchtegern-Zauberer höher schlagen. Jetzt legt Entwickler Paradox nach und holt zu einem zweiten Streich aus.

In Aldrheimto hat der große Krieg der Zauberer deutliche Spuren hinterlassen: Die wenigen Überlebenden sind verrückt oder feindselig geworden, das Böse liegt wie ein Fluch auf der schrulligen Fantasiewelt. Um die Dunkelheit zu bezwingen und ein sagenumwobenes Kind zu finden, übernehmen Spieler die Kontrolle eines Zauberers und verbünden sich mit anderen Magiebegabten.
Indem die Beteiligten ihre individuellen Zauberkräfte kombinieren, befreien sie die an die nordische Mythologie angelehnte Kulisse nach und nach von dem Bösen. Aber Vorsicht: Der Schuss kann auch nach hinten losgehen! Teilnehmer sind nämlich nicht vor den Angriffen ihrer Freunde geschützt – eine „Magicka 2„-Eigenheit, die vor allem in Gesellschaft für herrlich abstruse Situationen sorgt, lassen sich sämtliche Levels und Modi doch mit bis zu vier Benutzern spielen. Schadenfreude ist also vorprogrammiert, wenn sich Team-Mitglieder dank der stets aktiven Friendly-Fire-Funktion „rein zufällig“ gegenseitig niederstrecken. Gerade der Mehrspielerpart ist das Herzstück des Zauberspaßes und bietet eine ganze Reihe an Annehmlichkeiten und Modi.
„Millionen von Menschen haben das erste ‚Magicka‚ geliebt, sogar nachdem ihre Freunde sie mit einem ‚versehentlichen‘ Feuerstrahl in die Luft gejagt haben“, schwärmt Fredrik Wester, Geschäftsführer von Paradox. „Das neue Kapitel in der ‚Magicka‚-Saga bietet Neuerungen im Gameplay und Personalisierungsoptionen, wunderschön präsentiert und animiert für den PC. Unsere Spieler werden ihre Zauberer kontrollieren wie sie möchten, vorausgesetzt ihre Kameraden leben so lange.“
Magie ist, wie der Name bereits andeutet, das zentrale Element des Spiels. Denn die acht Elemente Wasser, Leben, Schild, Kälte, Blitz, Arkan, Erde und Feuer können vom Spieler nahezu beliebig kombiniert und damit zu einzelnen Sprüchen geformt werden. Nicht immer entsteht aus einer Verbindung verschiedener Elemente ein sinnvoller Effekt, aber mit viel Ausprobieren und Übung lassen sich so die verrücktesten Hexereien basteln.
Logisch müssen auch ein paar Rätsel gelöst und tonnenweise Monster aus dem Weg geräumt werden. Damit Trolle, Goblins, Ghoule, Baumgeister, Totenbeschwörer, Elementwesen und anderes Geschmeiß die Gemeinschaft der lustigen Magiere nicht zu schnell in Stücke hauen, dürfen sich die Zipfelmützenträger mit einer großen Auswahl an Roben, Stäben und Waffen ausstaffieren. Denn die Magier wurden nicht nur im Wirken von Magie unterwiesen, sie können sich durchaus auch mit den handelsüblichen Fantasywaffen zur Wehr setzen – und diese sogar noch mit den eigenen Kräften verstärken. Ein Feuerschwert oder eine Eisklinge macht doch mehr her als ein primitiver Stahlprügel. Wer sich die schicke Boxversion aus dem Hause Koch Media zulegt, bekommt gegenüber der reinen Steam-Variante noch die drei exklusiven Ingame-Items des Kriegsfürsten geschenkt: eine galante Robe, ein fetziger Stab und ein schnittiges Schwert.
Glitzernde Schilde, Kältebolzen, Erdwälle oder flammende Explosionen müssen natürlich knackig dargestellt werden. Um das fulminante Geschehen optisch eindrucksvoll präsentieren zu können, hat Paradox eigens eine neue Engine entwickelt, die „Magicka 2“ ordentlich funkeln lässt. „Das Feuer brennt heißer, Todesstrahlen glühen stärker und am wichtigsten ist natürlich, dass man sich jederzeit schnell und einfach mit seinen Freunden vereinen und flotter Unheil über Midgard bringen kann“, schwärmt der Entwickler. Bei alledem nimmt sich „Magicka 2“ – wie sein Vorgänger – selbst nicht allzu ernst und schafft so ein willkommenes Gegengewicht zu der im Hack’n’Slay- und Action-Rollenspiel-Bereich vorherrschenden Humorlosigkeit. Da ist beispielsweise der im ersten Teil als Erzähler fungierende Vlad, der gar nicht oft genug betonen kann kein Vampir zu sein, obwohl seine Zugehörigkeit zu den Blutsaugern offensichtlich ist. Kurzweiliges Fantasygeschnetzel!

Geekometer (im Mehrspielermodus):
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Magicka 2 garantiert ohne Vampir

Magicka 2-CoverMagier, ärgere dich nicht

2011 brachten acht schwedische Studenten mit „Magicka“ ein leckeres Action-Adventure auf den Markt. In der Rolle eines mächtigen Magiers durfte der Spieler in einer an die nordische Mythologie angelegten Welt dem Bösen die Suppe versalzen. In bewährter isometrischer Ansicht konnte der Zauberer mit acht verschiedenen Elementen herumexperimentieren und musste sich dabei nicht einmal mit den üblichen Mana- oder Magiepunkten herumärgern. Vor allem im Mehrspielermodus zu viert lief der spaßige und mit witzigen Anspielungen gespickte Fantasy-Titel zur Bestform auf.

So langsam nähert sich auch die Veröffentlichung des zweiten Teils, der vermutlich auch über Windows hinauswachsen und für die PlayStation 4 erscheinen wird. „Magicka 2“ soll am 26. Mai erscheinen – und der Reveal-Trailer lässt schon jetzt viel Kurzweil erahnen. Vor allem der 4-Spieler-Friendly-Fire-Koop-Modus verspricht mit gefährlicher Verletzlichkeit aller Magier ein kunterbuntes Chaos. Also Roben an, Zauberstäbe bereit und ab nach Midgard!

 

Lollipop Chainsaw

Lollipop Chainsaw-Cover

Lollipop Chainsaw

Lollipop Chainsaw
(Warner Games)

Das knackige Blondchen Juliet Starling hatte sich ihren 18. Geburtstag ein wenig anders vorgestellt. Als sie an ihrem Ehrentag nämlich in der San Romero High School auftaucht, muss sie feststellen, dass eine kleine aber feine Zombieapokalypse hereingebrochen ist. Zum Glück hat die kesse Cheerleaderin aus einer Familie renommierter Monsterjäger aber immer ihre herzchenverzierte Kettensäge im Schulranzen und kann sich so hüpfend, tretend und sägend über die torkelnden Gegnermassen hermachen. Doch halt, zuerst gilt es ihren Freund aus der Untotenmisere zu befreien, obwohl es dafür leider mehr oder weniger zu spät ist, denn dieser wurde bereits von einem der Infizierten gebissen. Kein Problem für die sexy Sägenschwingerin: Mit ihrem rosanen Werkzeug trennt sie dem Geliebten kurzerhand die Rübe vom Rumpf, wirkt einen kleinen Zauber und hängt sich den nörgelnden Lover an die Hüfte. „Jetzt bin ich ganz schön am Arsch“, kommentiert dieser und schon geht das fröhliche Splatterfest weiter. Mit einer recht intuitiven Steuerung darf man den unterschiedlichen Wiedergängern ordentlich einschenken, kann sie mittels leichter Angriffe zusammentreiben oder benommen machen, um schließlich mit einer schweren Attacke die Köpfe durch die Luft segeln zu lassen. Je stylischer der Exitus der Leblosen vonstatten geht, desto mehr Punkte bekommt man, um die eigenen Fähigkeiten zu steigern. Ein kurzweiliges Hack-und-Säge-Spiel ohne viel Tiefgang, dafür aber mit herrlichen Anspielungen und trashigem Flair.

Geekometer:

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Geek

Nicolas Beaujouan
„Geek“
(Cross Cult)

In den Achtzigern war der Geek oder Nerd einfach nur ein schräger Außenseiter und Freak – ohne jegliche Klassifikation. Seine Vorlieben für Computer- und Konsolenspiele, Science-Fiction-, Horror- und Fantasy-Filme, Comics, Arcadehallen, Pen-&-Paper oder komplexe Brettspiele wurden von der Masse abfällig belächelt. In kleinen, gut versteckten Läden sammelten sie sich und tauschten die neuesten Geheimtipps aus – hier, in diesem elitären Refugium, fühlte sich der Geek und Nerd sicher und wohl. Niemand hätte damals im Traum daran gedacht, dass Videospiele irgendwann zu einem Millionen-Business mutieren oder Tolkiens Werke als Spielfilm-Trilogien umgesetzt würden.

Der 1977 geborene Nicolas Beaujouan ist zwar fast noch ein wenig zu jung, um die ersten, unsicheren Gehversuche des Nerdtums miterlebt zu haben, darf sich aber doch mit Fug und Recht zu der von ihm selbst so betitelten Generation „Geek 1.0“ zählen. Denn was ihm an Jahren fehlt, macht der Franzose mit Leidenschaft wett. In lockerem Tonfall und mit eindrucksvollem Detailwissen ausstaffiert, wühlt sich der Grafiker genüsslich durch die Weiten des Geekraums und beleuchtet das Phänomen aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Dabei beginnt er mit einer historischen Aufarbeitung, arbeitet sich vom „Geekus Prime“ (1960-1980), der primär den Comics und der Literatur frönte, über den Kino- und Videospiel-affinen „Geek 1.0“ der Achtziger zum bereits mit Internet bewaffneten Manga- und TV-Freak „Geek 2.0“ vor, um schließlich beim heutigen transmedialen „Homo Geekus“ zu landen.
Selbstverständlich wird auch der Versuch unternommen, „Geek“ und „Nerd“ sauber voneinander zu trennen und die Archetypen der einstigen Sub- und heute schon Leitkultur zu unterscheiden. Da gibt es den besessenen NoLife, den passionierten Rollenspieler, den schicken Cosplayer, gewandten Zocker usw. Und tatsächlich greifen diese humorvollen Kategorisierungen bestens, wobei auch hier die Grenzen – wie Nicolas betont – fließend sind.

Geek-1Doch es bleibt nicht bei einer Betrachtung der Geeks selbst, der Band konzentriert sich auch auf die Leitbilder, Grundsteine und die Entwicklung dieser Szene und ergründet damit die Essenz des Geekseins – in deutlicher Abgrenzung vom „Wannabe-Geek“. Als Urknall des Nerdtums setzt der Pariser das 19. Jahrhundert an. Schriftsteller wie Jules Verne und H.G. Wells liefern mit „Von der Erde zum Mond“ oder „Der Krieg der Welten“ die nötige Substanz für spätere fantastische Romane und die Pulp-Ära. Es folgen Betrachtungen zu Kino, Comics, Mangas, Serien und heutigen Franchises – auch die Musikwelt wird nicht ausgeklammert.
Lustige Grafiken und Schaubilder lockern das Ganze auf und liefern teilweise interessante Einblicke. Wer wollte nicht schon einmal wissen wie die Größenverhältnisse einer „Battlestar Galactica„-Viper zur „Alien„-Nostromo und zu einem „Star Wars„-Sternenzerstörer sind? Und welcher Filmemacher hat eigentlich wen beeinflusst? Wie kam es vom Untoten-Erstling „The White Zombie“ (1932) zu Romeros „Die Nacht der lebenden Toten“ (1968) und schließlich zum „Walking Dead„-Comic?

Nicolas Beaujouan zaubert eine ganze Menge an großen Fakten aus dem Hut, fummelt feine Details hervor und weiß immer wieder zum Schmunzeln zu bringen. Da verzeiht man gerne kleine Lücken oder auch mal eine falsche Darstellung des Xbox 1-Controllers.

Geekometer:

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Isles Of Umbra

Isles Of Umbra-StartCthulhoide Alptraumwelten

Wir haben ein wundervoll alptraumhaftes Spiel entdeckt, das sich zwar noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet, aber schon auf Mac OS X und Windows angetestet werden kann. „Isles Of Umbra“ spielt in den späten 1920ern. John Wilbur ist Archäologe und großer Kinoliebhaber. Aber seit er in der alten römischen Stadt Timgad eine geheimnisvolle Bronzescheibe gefunden hat, verfolgen ihn unheimliche Stimmen und schreckliche Alpträume suchen ihn heim. Sie locken ihn nach Umbra, das sternlose Reich.

„Isles Of Umbra“ soll ein surreales, Lovecraft’sches Adventure voller bizarrer Gefahren und grotesker Charaktere werden. Jedes einzelne Kapitel entführt den Protagonisten in eine andere Traumwelt. Die Demo kann hier heruntergeladen werden. Eine Linux-Fassung ist nebenbei bemerkt auch in Planung.

Der Witcher in Aktion

The Witcher 3-CoverBlut wird fließen

Eigentlich wollte sich die Nerdonomicon-Crew von jeglichen Hypes fernhalten – im Falle von „The Witcher 3: Wild Hunt“ will uns das aber nicht so recht gelingen. Gerade vor ein paar Tagen haben wir hinausposaunt, dass die Entwickler bereits zwei Erweiterungen angekündigt haben, schon ballern die Polen einen neuen Gameplay-Trailer hinterher.

Alten Geralt von Riva-Veteranen dürften hier die Äuglein überquellen, denn CD Projekt Red hat hier wirklich Unglaubliches geleistet. Aber gerade für Neugierige und Neulinge, die bisher – aus Versehen oder bewusst – einen Bogen um die „Witcher“-Reihe gemacht haben, dürfte der kommentierte Clip ein toller Einstieg in die düstere, raue, aber auch äußerst lustige und schöne virtuelle Spielwelt der Hexer-Saga sein, die vom Stil her Ähnlichkeiten mit George R.R. Martins „Das Lied von Eis und Feuer“ bzw. der TV-Serie „Game Of Thrones“ aufweist. Am 19. Mai 2015 werden PC-, PlayStation4- und Xbox One-Besitzer mehr wissen.

Deus Ex: Mankind Divided

2DBoxArt_XBONE_smallAnnouncement-Trailer

Schon der Vorgänger „Deus Ex: Human Revolution“ war Dystopie und Cyber-Endzeit in Vollendung. Jetzt endlich gibt es einen schicken Trailer zum Nachfolger „Deus Ex: Mankind Divided„. Adam Jensen bekämpft anno 2029, zwei Jahre nach „Human Revolution“, für eine Interpol-Spezialeinheit augmentierte Terroristen. Diese mit Cyberware ausgestatteten Transhumans sind längst Ausgestoßene der Gesellschaft und werden gehasst und gefürchtet.

„Seit 15 Jahren ist ‚Deus Ex‘ ein Gesprächsthema sowohl in der Gamesbranche als auch darüber hinaus, egal ob es dabei um das einzigartige Gameplay der Reihe oder den visionären Blick auf Fortschritte in den Bereichen Biotechnologie und Augmentierung geht,“ so David Anfossi, Studioleiter von Eidos-Montréal. „Was wir mit ‚Deus Ex: Human Revolution‘ begonnen haben, bringen wir mit ‚Deus Ex: Mankind Divided‘ auf ein neues Level. Dabei tauchen wir noch tiefer in diese Debatte ein und bieten Fans eine allumfassende Erfahrung, die sowohl ihre Fähigkeiten als Spieler fordern wird, als ihnen auch gravierende Entscheidungen zu gesellschaftsrelevanten Themen abverlangt.“

Jensen selbst verfügt wieder einmal über ein breitgefächertes Sammelsurium an Augmentierungen (offenbar doppelt so viele wie im Vorgänger), um sich durch die finstere Zukunft zu kämpfen. Dabei werden erneut Rollenspiel- und Shooter-Elemente kombiniert und mit einer dichten Atmosphäre vereint. Alleine der Soundtrack war im vorherigen Teil das Durchspielen wert …

Wann der Titel erscheint ist noch nicht sicher, aber er soll noch 2015 für PC, PlayStation 4 und Xbox One kommen.

The Witcher kriegt Zuwachs

Witcher LogoErweiterte Hexereien

Noch mehr als einen Monat müssen Rollenspieler auf „The Witcher 3: Wild Hunt“ warten, da hat der polnische Entwickler CD Projekt Red schon zwei Erweiterungen angekündet. „Heart of Stone“ und „Blood and Wine“ sollen das epische Spielerlebnis noch einmal um 30 Stunden erweitern.

„Nach dem Abschluss der Arbeiten an ‚The Witcher 3: Wild Hunt‘ ist unser Team zu einem neuen Abenteuer aufgebrochen: Der Erschaffung zwei weiterer, extrem umfangreicher Geschichten im Hexer-Universum“, sagt Marcin Iwiński, Mitbegründer von CD Projekt Red. „Wir alle erinnern uns an die gute, alte Zeit, in der Erweiterungs-Disketten und -CD-ROMs Spieleklassikern mit erstklassigen Inhalten neues Leben eingehaucht haben. Als Spielefans wollen wir diese Zeit zurückbringen. Und wir haben bereits in der Vergangenheit gesagt: Sollten wir jemals kostenpflichtige Inhalte veröffentlichen, werden diese erheblichen Umfang besitzen und den Spielern einen echten Mehrwert für ihr Geld bieten. Deshalb ist jede unserer beiden Erweiterungen umfangreicher als so mancher andere kommerzielle Titel.“

Der weißhaarige Monsterjäger, Geralt von Riva, wird in „Hearts of Stone“ mehr als zehn Stunden das Niemandsland erforschen und durch die Gassen von Oxenfurt tappen müssen, um einen Auftrag für den ominösen Herrn des Glases zu erledigen – Verschwörungen inklusive. Die Erweiterung soll noch im Oktober 2015 erscheinen.

„Blood and Wine“ kommt gleich mit mehr als 20 Stunden zusätzlicher Spielzeit daher und führt den Hexenmeister ins Herzogtum Toussaint. Während andere Ländereien vom Krieg verheert wurden, erscheint das edle Weingebiet wie ein Paradies. Doch natürlich kommt diese Unversehrtheit nicht ohne einen Preis und Geralt kommt einem uralten und blutigen Geheimnis auf die Schliche. Dieses Kapitel soll im ersten Quartal 2016 aufgeschlagen werden – beide Erweiterungen erscheinen übrigens zeitgleich für alle drei Plattformen (PC, PlayStation 4 und Xbox One).

„Wir bieten zwar schon jetzt einen Expansion Pass an, doch wir möchten eins klarstellen: Kauft ihn euch nicht, wenn ihr auch nur die leisesten Zweifel habt. Wartet auf Testberichte oder spielt zuerst ‚The Witcher 3: Wild Hunt‘, um zu sehen, ob euch das Spiel gefällt. Die Entscheidung liegt wie immer ganz bei euch“, fasst Iwiński zusammen. Neue Gegner, Charaktere, Ausrüstungsgegenstände und Regionen machen aber schon jetzt neugierig … Mehr Infos gibt es hier.

Batman kommt später

Batman - Arkham KnightArkham muss warten

Liebe Batfrauen und Batmänner, ihr müsste jetzt alle ganz stark sein, denn „Batman: Arkham Knight“ erscheint nicht wie ursprünglich geplant am 02. Juni, sondern wurde auf den 23. Juni verschoben – aber immerhin auch in 2015. „Als Entwickler machen wir höchst ungern Kompromisse. Daher tut es uns leid, dass es noch etwas länger dauert, bis ihr den epischen Abschluss der Arkham-Trilogie spielen könnt.“, entschuldigt sich Sefton Hill, Game Director bei den Rocksteady Studios. „Als Dankeschön für eure Geduld und euer Verständnis, und um die Wartezeit noch etwas unerträglicher zu gestalten, möchten wir euch mit einem neuen Gameplay-Video von ‚Batman: Arkham Knight‘ den Mund wässrig machen.“

Der neue Trailer stammt direkt von der PlayStation 4 und zeigt das Potential des Next-Gen-Action-Adventures. Für den letzten Teil der „Arkham“-Reihe wird eigens ein exklusives Batmobil deluxe designed. Aber das wird der dunkle Ritter vermutlich auch brauchen, denn Scarecrow schart einen ganzen Haufen übler Bösewichter um sich, um der Fledermaus ein für allemal die Flügel zu stutzen.