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Shark Night

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Shark Night

Shark Night
(Universum)

1975 sorgte Steven Spielberg mit „Der weiße Hai“ für ein Wiederaufleben des Tierhorrogenres und verlieh dem Element Wasser eine gänzlich neue Dimension des Schreckens. Es folgten etliche andere Haie, Killerwale und Piranhas, bis es wieder ruhig in den tosenden Genregewässern wurde. Erst vor kurzem begann sich das Meer anhand einer neuen animalischen Horrorwelle wieder rot zu färben und in diesem Zuge lässt „Snakes On A Plane„- und „Final Destination„-Papa David R. Ellis ein Rudel gefräßiger Haie auf ein paar – wie sollte es anders sein – knackige College-Kids los. Die Handlung ist, wie gewohnt, eher unerquickliche Nebensache, ebenso die Zusammensetzung der kleinen Clique. Wichtig ist nur, wer wann wie von welcher Fressmaschine angeknabbert wird. Denn im Gegensatz zu zahlreichen anderen „Hai-frisst-halbnackte-Schnitten“-Streifen hat man hier gleich ein halbes Duzend unterschiedlicher Hai-Gattungen zur Menschenverköstigung geladen und diese vor allen Dingen auch mit einer überzeugenden Mischung aus Animatronics und Computereffekten glaubwürdig zum Leben erweckt. Aufgrund dieser angenehmen Abwechslung ist die platte und vorhersehbare Story mit ihren Klischeecharakteren wenigstens einigermaßen erträglich und der Zuschauer kann sich auf das Wesentliche konzentrieren. Ein wenig mehr Blut, Splatter und Geschnetzel – wie bei „Piranha 3D“ – wäre außerdem wünschenswert gewesen.

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Magicka 2 garantiert ohne Vampir

Magicka 2-CoverMagier, ärgere dich nicht

2011 brachten acht schwedische Studenten mit „Magicka“ ein leckeres Action-Adventure auf den Markt. In der Rolle eines mächtigen Magiers durfte der Spieler in einer an die nordische Mythologie angelegten Welt dem Bösen die Suppe versalzen. In bewährter isometrischer Ansicht konnte der Zauberer mit acht verschiedenen Elementen herumexperimentieren und musste sich dabei nicht einmal mit den üblichen Mana- oder Magiepunkten herumärgern. Vor allem im Mehrspielermodus zu viert lief der spaßige und mit witzigen Anspielungen gespickte Fantasy-Titel zur Bestform auf.

So langsam nähert sich auch die Veröffentlichung des zweiten Teils, der vermutlich auch über Windows hinauswachsen und für die PlayStation 4 erscheinen wird. „Magicka 2“ soll am 26. Mai erscheinen – und der Reveal-Trailer lässt schon jetzt viel Kurzweil erahnen. Vor allem der 4-Spieler-Friendly-Fire-Koop-Modus verspricht mit gefährlicher Verletzlichkeit aller Magier ein kunterbuntes Chaos. Also Roben an, Zauberstäbe bereit und ab nach Midgard!

 

Verlosung: Sniper Elite 3 Ultimate Edition

Sniper Elite PS3Es wird scharf geschossen

2005 überraschte Rebellion mit  dem verblüffend guten Third-Person-Tactical-Shooter „Sniper Elite“. Schon damals musste es der Spieler mit den Schergen des Nazi-Reiches aufnehmen – und dieses Credo haben die Entwickler für alle nachfolgenden Teile beibehalten. Der dritte Ableger transferierte das Setting bereits letztes Jahr nach Nordafrika, wo sich der Profischütze mit dem berühmtberüchtigten deutschen Afrikakorps herumschlagen muss.

Im März ist der hochgelobte Titel noch einmal als „Ultimate Edition“ erschienen – mit allen herunterladbaren freien und einst kostenpflichtigen Erweiterungen. Dadurch stehen dem Spieler zahllose Einzel- wie Mehrspielerkarten zur Verfügung. Auch das Arsenal zur effektiven Faschistenbereinigung wurde deutlich erweitert. Der Publisher, 505 Games, hat uns 10 Codes für die PlayStation 3-Version zum Verlosen spendiert. Wer sein Glück versuchen und eine vollwertige „Sniper Elite 3 Ultimate Edition“ gewinnen möchte, trage sich bitte bis Freitag, den 22. Mai 2015 unten ein. Die Teilnahme ist erst ab 18 Jahren möglich!

Die Gewinnspielaktion ist beendet.

Winterwelt: La Niña

Winterwelt-LaNinaChuck Dixon/Butch Guice
„Winterwelt: La Niña“
(Cross Cult)

1988 schufen der leider mittlerweile verstorbene argentinische Comiczeichner Jorge Zaffino und der amerikanische Vielschreiber Chuck Dixon gemeinsam ihre endzeitliche „Winterwelt„. Der Comic schlug ein wie eine Doom-BFG und beeinflusste Kreative weltweit. Gemeinsam mit dem Bildkünstler Butch Guice hat sich Schöpfer Chuck Dixon nun erneut an sein eisiges Szenario gesetzt und die „Winterwelt“ als Mehrteiler wiederauferstehen lassen. Für den ersten Part greift er auf seine „alten“ Charaktere, den Einzelgänger Scully und die junge Wynn, zurück, die gemeinsam irgendwie versuchen, die endlose Eiszeit zu überleben. Begleitet werden sie von dem Dachs Rahrah, dessen Riecher den beiden hin und wieder den Hintern rettet.

Irgendwann in der Zukunft ist die Welt zu Eis erstarrt. Die Meere sind zugefroren, alles wird von dicken Schneeschichten bedeckt. Nahrung ist zu einem unendlich wertvollen Gut geworden – Wärme und Schutz ebenso. Ein fahrendes Auto mit dem nötigen Treibstoff grenzt an ein Wunder. Kälte und Hunger haben den Homo sapiens massiv dezimiert und in seine Schranken verwiesen. In einem Schneefahrzeug tuckern Scully und Wynn einem mystischen Ort entgegen, in dem es niemals kalt sein soll. Doch das Gefährt gibt auf dem Weg über die Karibik kurzerhand den Geist auf. Geschwächt tappen die zwei weiter, in der Hoffnung das ominöse Ziel an der Küste irgendwann zu erreichen. Zum Glück finden sie in einem alten und unberührten Kriegsschiff ein neues Vehikel. Doch als sie das Festland erreichen, werden sie von den dortigen Siedlern nicht sonderlich freundlich begrüßt …

Es ist eine Reise ohne rosige Aussichten. Neben der sagenumwobenen Stadt sucht Wynn auch noch immer ihre Eltern – die Chancen auf ein positives Ende stehen aber nicht sonderlich gut. Auf ihrer Odyssee begegnen sie seltsamen Personen und zahlreichen Feinden. Und auch das angepeilte Refugium ist nicht unbedingt, was es verspricht.

Der erste Band der „Winterwelt“-Reihe greift zwar auf altbekannte Protagonisten zurück, führt aber auch neue ein. Vorkenntnisse des Achtziger-Originals sind darüber hinaus nicht vonnöten. Chuck Dixons Erzählstil ist bewegend und verbindet sich mit den stilvollen Farb-Zeichnungen von Butch Guice zu einem flotten und spannenden Schmöker.

Erscheinungsdatum: 23.02.2015
16×24, HC, 4c, 120 Seiten, Preis: 16,00 €
ISBN 978-3-86425-589-2

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Block N Load

BlockNLoadBallern und Bauen

Das Shooter-Genre steckt in einer kreativen Sackgasse. Zuletzt versuchte der Monsterjägerspaß „Evolve“ die festgefahrenen Pfade des Mehrspielergemetzels zu verlassen – nicht ganz erfolglos wie wir meinen. Doch einen Schub in der Evolution verursachte die rasante Hatz nicht.

Einen völlig neuen Weg geht allerdings „Block N Load„. Das ausgeflippte Multiplayer-Massaker ist bereits vor einigen Tagen via Steam erschienen und kann noch immer für Windows-Mühlen zu einem Sonderpreis erstanden werden. Das comichaft gestaltete Mannschafts-Geballer gleicht einer Vermengung von „Team Fortress“ und „Minecraft“, denn es gibt zwar auf der einen Seite die üblichen Archetypen wie Ingenieur, Arzt, Assassin, Frontsau usw., aber darüber hinaus darf das jeweilige Level vor einer Runde vom eigenen Team den eigenen Bedürfnissen nach umgebaut werden. Hier eine Mauer mehr, da ein paar Katapulteinrichtungen, vielleicht noch ein paar Geschütztürme …

Aber auch während den knackigen Runden darf noch in bester „Minecraft“-Manier Material weggebudddelt und neues erschaffen werden. So können kurzerhand Brücken durch die Luft gebastelt werden, die allerdings von der feindlichen Artillerie auch ebenso schnell wieder zerblasen werden können. Andere graben sich aber schlichtweg durch die Erde auf das feindliche Lager zu – da ist es hilfreich ein Auge auf den Radar zu werfen.

Wir konnten das Spiel bisher leider noch nicht näher anschauen, finden den Titel aber sehr viel- und spaßversprechend.

 

The Witcher 3: Wild Hunt

2D Boxshot Wizard v1.1

The Witcher III – Wild Hunt

Geralts grande finale

Im Herbst 2007 durfte der Monsterjäger Geralt von Riva, entsprungen aus den Fantasy-Romanen des polnischen Schriftstellers Andrzej Sapkowski, erstmals virtuellen PC-Boden erobern. Vier Jahre später folgte mit „Assassins Of Kings“ eine großartige Fortsetzung des gelungenen Debüts, die erstmals auch Konsoleros in die sagenhafte Spielwelt entführte. Nach langen Aufschüben wird es am 19. Mai endlich so weit sein und „The Witcher 3: Wild Hunt“ wird die Trilogie komplettieren.

Andrzej Sapkowski schuf mit dem Protagonisten Geralt von Riva einen einzigartigen und ungewöhnlichen Heroen. Bereits in den frühen Neunzigern ließ der Autor den weißhaarigen Hexer erstmals auf eine komplexe und erwachsene Fantasywelt los und legte nach dem durchschlagenden Erfolg sechs dicke Romane nach (der sechste Band „Zeit des Sturms“ ist Anfang April auch in Deutschland erschienen).

Geboren wurde der Recke als Sohn der Zauberin Visenna, die ihn nach seiner Geburt in die Feste der Hexer, nach Kaer Morhen, brachte. Dort wurde er in den Künsten des Kampfes, der Monsterjagd und der Magie unterrichtet. Um ihren monströsen Gegnern gewachsen zu sein, bedienen sich die Ungetümjäger einer besonderen Form der Alchemie, die es ihnen erlaubt, effektive Tränke und Waffentinkturen herzustellen. Zur Ausbildung gehört auch die sogenannte Kräuterprobe, die nur wenige Probanden überleben. Ihr hat Geralt sein weißes Haar, die unheimlich geschlitzten Augen und die Pigmentstörungen zu verdanken – aber auch etliche übernatürliche psychische wie physische Fähigkeiten. Nach seiner Ausbildung zog der kühne Recke als professioneller Ungetiervernichter durch die Lande und verdiente damit seine Brötchen.

Zu seinem Arbeitswerkzeug gehören neben zahllosen Gebräuen seine beiden Schwerter, eines aus Silber, um Ungeheuer zu zerlegen, und eines aus Stahl, das zur Bekämpfung menschlicher und niederer Feinde dient. Denn die Welt in der Gwynbleidd (zu Deutsch der weiße Wolf) – so nannten ihn einst die Dryaden – lebt, ist kein kitschig-kunterbuntes Märchenreich, sondern ein grimmer, düsterer Ort. Kriege und Krankheiten zeichnen die Ländereien, Habgier und Missgunst prangen wie klebrige Narben an den Nationen. Überall drohen soziale Spannungen ganze Familien und Völker auszumerzen, denn die Menschen kommen nicht besonders gut klar mit den Anderlingen, jenen nicht-menschlichen Völkern. So hat auch Geralt immer wieder mit Vorurteilen und offenem Hass zu kämpfen, doch seine außergewöhnlichen Fähigkeiten helfen ihm ein ums andere Mal aus der Patsche.

Nachdem er im zweiten Teil der Videospielreihe, „The Witcher 2: Assassins Of Kings„, seine eigene Unschuld am Tod des Königs beweisen musste, wird er auch im dritten Teil erneut in politische Konflikte verwickelt. Das Kaiserreich Nilfgaard überfällt mit seiner Armee die nördlichen Königreiche und stürzt damit alles in Chaos. Doch hinter diesen weltlichen Bedrohungen erhebt sich ein noch viel größerer Schatten, dem sich der Hexer stellen muss.

The Witcher 3: Wild Hunt“ erzählt dabei zwar die Geschichte des mächtigen Antihelden weiter, ermöglicht aber auch Neulingen einen problemlosen Einstieg. Dafür wurde extra ein aufwändiger Prolog inszeniert, der die Spieler in das Geschehen und die Spielmechanik einführt. Das ist auch bitter nötig, denn die erkundbare Welt von „Wild Hunt“ ist 30 mal größer als noch beim Vorgänger und nahezu beliebig erforschbar. Überall lauern Gefahren, Aufträge und Schätze auf den Weißen Wolf und ermöglichen wochen-, ja, sogar monatelangen Spielspaß in einer atemberaubend präsentierten mittelalterlich angehauchten Fantasywelt. Die Grafik ist umwerfend und nur selten gab es so wunderschön gestaltete Städte und Siedlungen, düstere Höhlensysteme, bedrohliche Wälder, morastige Sümpfe oder raue Hügelländer zu sehen. Dabei haben die polnischen Entwickler von CD Projekt den einzelnen Regionen nicht nur erkennbare kulturelle Eigenheiten verpasst, sondern auch ein eigenständiges Leben eingehaucht, basierend auf den Romanen von Andrzej Sapkowski.

Gleichsam traumhaft ist die Rollenspielerfahrung selbst, denn zahllose Aktionen des Spielers hinterlassen deutliche Spuren in der virtuellen Welt. Hinzu kommt ein überholtes Kampfsystem (das anstatt mit 20 Animationen wie beim zweiten Teil nun mit beachtlichen 96 aufwartet), das durch die magischen Fähigkeiten, eine fesche Armbrust mit variablen Bolzen, aufwertbaren Waffen, einem alchemistischen Sammelsurium sowie einem besonderen Jägersinn, der Spuren entdeckt und besondere Fähigkeiten und Nachteile der Monster erkennen lässt, variantenreich ergänzt wird. Der Spieler hat dadurch eine Vielzahl an Möglichkeiten, die schier endlosen Abenteuer zu bestehen. Ein wahrlich bombastisches Trilogiefinale. Wir zählen schon die Tage.

Geekgunst:

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The Witcher 2: Assassins Of Kings

The Witcher II - Cover

The Witcher II

The Witcher 2: Assassins Of Kings
(Namco Bandai)

Nicht umsonst wurde die „Enhanced Edition“ des polnischen Fantasy-Rollenspiels bereits etliche Male für Preise nominiert und ausgezeichnet, denn die Geschichte des weißhaarigen Hexers Geralt von Riva darf sich gleich in mehreren Belangen zur Elite des Genres zählen. Basierend auf den Romanen des Schriftstellers Andrzej Sapkowski darf man einem sagenhaften Epos mit historischem Anstrich folgen, das sich angenehm von den funkelnden Glitzerwelten japanischer und auch amerikanischer Produktionen abhebt. „The Witcher 2“ ist dreckig, derb, brachial und sarkastisch. Hier wird nicht nur Monsterblut über die schönen Landschaften verteilt, nein, Geralt hat durchaus auch beachtliche Vorlieben für allerlei andere Körperflüssigkeiten … Doch leider hat er sich in eine dumme Sache verstricken lassen und steht nun unter Verdacht, König Foltest ermordet zu haben. So macht sich der zauberkundige Bestienjäger auf, um seinen Namen reinzuwaschen, muss dabei noch das Geheimnis der Wilden Horde lüften, seine Herzensdame freien und so manchen Kampf bestehen. Denn der Tod des Königs löst nebenbei noch politische Spannungen aus, die sich flugs auf dem Schlachtfeld entladen. Und was machen eigentlich diese seltsamen Magierinnen, die sich scheinbar überall einmischen? Das düstere und häufig auch gesellschaftskritische Setting tut sein übriges, dass der Spieler in der Welt von Geralt völlig aufgehen und sich an einigen lustigen Seitenhieben auf die Konkurrenz ergötzen kann. Eines der zehn besten Computerrollenspiele aller Zeiten.

Geekometer:

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Lollipop Chainsaw

Lollipop Chainsaw-Cover

Lollipop Chainsaw

Lollipop Chainsaw
(Warner Games)

Das knackige Blondchen Juliet Starling hatte sich ihren 18. Geburtstag ein wenig anders vorgestellt. Als sie an ihrem Ehrentag nämlich in der San Romero High School auftaucht, muss sie feststellen, dass eine kleine aber feine Zombieapokalypse hereingebrochen ist. Zum Glück hat die kesse Cheerleaderin aus einer Familie renommierter Monsterjäger aber immer ihre herzchenverzierte Kettensäge im Schulranzen und kann sich so hüpfend, tretend und sägend über die torkelnden Gegnermassen hermachen. Doch halt, zuerst gilt es ihren Freund aus der Untotenmisere zu befreien, obwohl es dafür leider mehr oder weniger zu spät ist, denn dieser wurde bereits von einem der Infizierten gebissen. Kein Problem für die sexy Sägenschwingerin: Mit ihrem rosanen Werkzeug trennt sie dem Geliebten kurzerhand die Rübe vom Rumpf, wirkt einen kleinen Zauber und hängt sich den nörgelnden Lover an die Hüfte. „Jetzt bin ich ganz schön am Arsch“, kommentiert dieser und schon geht das fröhliche Splatterfest weiter. Mit einer recht intuitiven Steuerung darf man den unterschiedlichen Wiedergängern ordentlich einschenken, kann sie mittels leichter Angriffe zusammentreiben oder benommen machen, um schließlich mit einer schweren Attacke die Köpfe durch die Luft segeln zu lassen. Je stylischer der Exitus der Leblosen vonstatten geht, desto mehr Punkte bekommt man, um die eigenen Fähigkeiten zu steigern. Ein kurzweiliges Hack-und-Säge-Spiel ohne viel Tiefgang, dafür aber mit herrlichen Anspielungen und trashigem Flair.

Geekometer:

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Call Of Duty: Black Ops III

COD: Black Ops III-PackshotKrieg in der Zukunft

Die Ballergemeinde hat lange darauf gewartet: der Reveal-Trailer von „Call Of Duty: Black Ops III“ ist endlich da! Wie der Vorgänger spielt auch der dritte „Black Ops“-Teil in der mehr oder weniger nahen Zukunft, geht aber offensichtlich noch einige Schritte weiter als Numero 2. Scheinbar haben sich die Entwickler bei Treyarch das aktuelle „Advanced Warfare“ genauer angeschaut und vielleicht auch den ein oder anderen Blick auf den Infanterie-Kampf von „Titanfall“ geworfen.

„‚Call of Duty: Black Ops III‘ spielt in einer düsteren Zukunft, in der eine neue Generation von Black Ops Soldaten entsteht und die Grenzen zwischen unserer eigenen Menschlichkeit und innovativer Militärrobotik verwischen“, lässt Publisher Activision stolz verlautbaren. Wer schnellstmöglich über die futuristischen Schlachtfelder fegen möchte, sollte sich den Titel gleich hier vorbestellen, denn dadurch erhält man Zugang zur Multiplayer-Beta.

Der neue Black Friday soll übrigens der 6. November sein. ein bisschen Geduld ist also noch gefragt …

Outcast – Die letzten Tempelritter

 

Outcast – Die letzten Tempelritter
(Universum)

Nicolas Cage ist zwar nicht mehr jung, aber so wie es scheint, braucht er das Geld – und zwar dringend. Zuletzt konnte man ihn in dem peinlich schlechten und christlich-versülzten Apokalypsen-Thriller „Left Behind“ bewundern, der den einst würdigen Schauspieler in biblischem Ausmaß in die Hölle des schlechten Geschmacks hinabschleuderte.

Und weil sich Onkel Cage bei seinem Auftritt als „Der letzte Tempelritter“ (2011) vermutlich bereits an heilige Kriege gewöhnt hatte, durfte er einmal mehr in „Outcast“ ins Morgenland stapfen, um im Namen des einzig wahren Gottes ein paar Heiden zu vermöbeln. Dort fallen den Ungläubigen nach liebevollem Schwerteinsatz nicht nur einige Köpfe ab, sondern Mister Cage auch von seinem Glauben. Warum es den tugendhaften Ritter nach all dem Töten dann ins ferne China verschlägt ist so abstrus wie egal. Die Handlung trägt sowieso erst einmal sein ehemaliger Schützling Jacob – gespielt von Star Wars-Nasenbär Hayden Christensen –, der auch irgendwie in China angekommen ist und dort den Königsgeschwistern Lian und Zhao aus der Patsche helfen muss. Deren älterer Bruder ist nämlich ein ausgebufftes Schlitzohr, das sogar über familiäre Leichen geht, um den Thron erklimmen zu können. Da die Hochkultur der Chinesen offenbar nicht imstande ist, die innenpolitischen Probleme selbst zu lösen, wird der öde Ritter Jacob zum Retter in der Not und gemeinsam mit seinen zwei Schützlingen dümpelt er fürderhin durch ein beklopptes wie löchriges Drehbuch. Schon nach kurzer Zeit schlafen dem Zuschauer nicht nur die Gesichtszüge ein, es könnten sich auch erste Sabberfäden der Langeweile aus dem offen Mund abseilen … Lustig und gleichermaßen peinlich wird es erst, als der gute alte Nicolas als einäugiger Bandit Gallain erneut aus dem Cast-Ärmel gezaubert wird und mit fürchterlichem Overacting das Ruder an sich reißt. Es scheint, der einst Oscar-nominierte Mime spiele um sein Leben und so hüpft, kämpft, brüllt und jammert sich Nicolas Cage um Kopf und Kragen. Ein paar Kämpfe später ist dann in jeder Hinsicht endlich Ruhe und „Outcast“ ist überstanden.

Dazwischen gibt es noch einen Haufen nicht weiter nennenswerter Actioneinlagen – sowohl vermeintlich wilde Verfolgungsjagden als auch nicht hochspannende Kampfszenen. Da diese zusätzlich noch mit einer Wackelkamera Deluxe eingefangen wurden, wird dem Betrachter kein Hochgefühl, sondern allerhöchstens Übelkeit beschert.

Trash-Fans und Hartgesottene Cage-Fetischisten könnten dennoch ihren Gefallen an „Outcast“ finden und dürften die Bierindustrie parallel dazu um ein paar Euro reicher machen (denn ohne Alkohol lässt sich das Machwerk nur schwer ertragen). Alle anderen sollten stattdessen lieber zum Zahnarzt gehen oder die Wohnung mit einer Zahnbürste putzen, das ist unterhaltsamer.

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