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Samurai Champloo

„Samurai Champloo“
(Nipponart)

Ein kleines Wunder ist geschehen: Die Suche nach dem Samurai, der nach Sonnenblumen duftet, kann endlich auch in HD-Qualität genossen werden – und das als schicke Sammleredition mit allen 26 Episoden auf vier Blu-rays verteilt. Die Anime-Serie, die später auch in einen Manga umgewandelt wurde, lief im japanischen Fernsehen bereits 2004, erregte aber auch hierzulande bei der zwei Jahre später stattfindenden Erstausstrahlung großes Aufsehen. Die grandiose und bahnbrechende Geschichte ist in der Edo-Zeit (1603-1868) angesiedelt und vermengt historische Hintergründe, japanische Mythologie und andere kulturelle Merkmale mit der Moderne. Dabei ist es nur ein großer Zufall, der die drei ungleichen Protagonisten – den aufbrausenden Schwertschwinger Mugen, den kontrollierten Bushido-Kämpfer Jin und die quirlige 15-jährige Waise Fuu – zusammenbringt und auf eine lange Queste schickt. „Samurai Champloo“ ist witzig, cool, krass, blutig und lehrreich … und sentimental, nachdenklich und sogar todtraurig. Flotte Kämpfe und rasante Action wechseln sich ab mit ruhigen Sequenzen, Charakterszenen und Tiefgang. Was wegen seines ungewöhnlichen Stils ein wenig befremdlich beginnt, wandelt sich in wenigen Sehminuten zu fesselnder Faszination, die bis zum Ende nicht mehr loslässt. Eine tolle deutsche Synchronisation (die japanische Originalfassung ist ebenfalls vorhanden) u.a. mit David Nathan als Mugen, ein informatives Booklet und einige schicke Extras tun ein Übriges, um „Samurai Champloo“ in den Anime-Himmel zu heben.

Geekometer:

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Dishonored 2

DIS2_LOGO_RENDER_small_1434319077Zurück nach Dystopistan

Der dystopische Steampunk-Actioner „Dishonored“ machte vor drei Jahren eine äußerst gute Figur. Innovativ war er zwar nicht, aber die zahlreichen Genreelemente wurden von den Entwicklern der Arkane Studios vortrefflich zusammengefügt und mit einer packenden Geschichte verwoben. In einem völlig neuen Setting mit frischen Charakteren und neuen Herausforderungen wird „Dishonored 2: Das Vermächtnis der Maske“ indirekt an die Ereignisse des Vorgängers anknüpfen und in feinster Next-Gen-Optik für ein fulminantes First-Person-Feuerwerk sorgen – so zumindest der Plan. Im Februar 2016 soll der Titel erscheinen. Als Assassin hat der Spieler wieder einmal die Möglichkeit, die einzelnen Level auf unterschiedliche Art und Weise anzugehen. Verlässt man sich lieber auf Heimlichkeit oder wählt man doch den Weg des Brutalos? Hier soll nur die Kreativität des Spielers Grenzen setzen …

Zur Story lässt Publisher Bethesda verlautbaren:

„‚Dishonored 2‘ spielt 15 Jahre nach dem Tod des Lordregenten und die gefürchtete Rattenseuche ist Vergangenheit. Ein weltfremder Thronräuber hat Kaiserin Emily Kaldwin den Thron entrissen und das Schicksal des Inselreichs hängt in der Schwebe. Als Emily Kaldwin oder Corvo Attano verlassen Sie die legendären Straßen von Dunwall und reisen nach Karnaca, einer einst glanzvollen Küstenstadt, wo der Schlüssel zu Emilys Rückkehr auf den Thron verborgen liegt. Mit dem Zeichen des Outsiders versehen und mit mächtigen neuen übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattet jagen Sie Ihre Feinde und nehmen das Schicksal des Kaiserreichs in die Hand.“

DOOM kehrt zurück

Immer mitten in die Fresse rein

Morgen beginnt sie, die Electronic Entertainment Expo, kurz E3, die wohl wichtigste Computerspielmesse der Welt. Im Los Angeles Convention Center öffnet sich ein weiters Mal die Pforte in den Himmel der Zocker, in das Paradies der Bits und Bytes. Täglich werden etliche neue Titel vorgestellt, große Reden geschwungen und Spiele im Entstehungsprozess vorgeführt.

Ein absolutes Highlight dabei ist Bethesdas neuer Aufguss der Urgroßmutter der Ballerspiele: „Doom“. Zeit zum Verstecken, zum Taktieren oder zum Denken brauch es in dem First-Person-Shooter auch dieses Mal nicht, denn die Devise ist ein weiteres mal ballern und bollern! Ein dickes Waffenarsenal soll zum Launch im Frühjahr 2016 für große Freuden sorgen, denn mit jeder Knarre lassen sich die zahllosen dämonischen Horden anders zerpusten. Da spritzt nicht nur das Blut durch die Luft, sondern fliegende Körperteile gehören ebenfalls zum guten Ton. Aber es darf nicht nur im Fernkampf gesplattert werden, mit etlichen Nahkampfmoves lassen sich Dämonenschädel zermatschen, Gliedmaßen zerhacken und riesige Ungetüme zersägen.

Logisch, dass das Geschlachte auch wieder in flotten Mehrspielerarenen ausgetragen werden kann. Über den „SnapMap“-Editor lassen sich sogar eigene Levels ohne viel Aufwand kreieren, die dann leergefegt werden müssen. Ach ja, ein wenig Handlung gibt es sogar auch noch, wieder irgendwo auf dem Mars und wieder ist irgendeine Hölle aufgegangen. Egal, durchladen und amoklaufen.

The Colony

The Colony
(Splendid)

Unser Hintern ist auf Grundeis gelaufen. Eine neue Eiszeit hat die Erde in einen toten Planeten verwandelt, auf dem nur noch existieren kann, was der frostigen Kälte zu trotzen vermag. Von der gesamten Menschheit haben vermutlich nur die zwei unterirdischen Kolonien 5 und 7 die winterliche Endzeit überdauert – und nun scheint es Probleme mit der 5 zu geben. Anführer Briggs (Lawrence Fishburne) entschließt sich einen Erkundungstrupp zu entsenden, um vor Ort nach dem Rechten zu sehen. Aber nicht jeder der etwa 40 Überlebenden ist mit seinem Plan einverstanden. Missgunst und Angst leiten den ehemaligen Soldaten Mason, der nach und nach beginnt, die Regeln des Bunkers auszuhebeln. Als Briggs mit zwei Begleitern durch die klirrende Kälte Richtung Lager 5 stapft, reißt Mason die Macht an sich – doch der Expeditionstrupp gerät an seinem Ziel in einen noch viel größeren Schlamassel.Entartete Menschenfresser haben die gesamte Kolonie abgeschlachtet und sind hocherfreut, neues Futter vor die Nase gesetzt zu bekommen. Es entbrennt eine panische Hetzjagd auf Leben und Tod. „The Colony“ punktet mit einem atmosphärischen Setting und spannenden Einfällen. Leider gelingt es dem Drehbuch nicht, eine durchgängig logische als auch packende Geschichte zu erzählen, was jedoch durch die zähnefletschende Kannibalenhorde wieder wett gemacht wird. Schicke Postapokalypse mit kleinen Hängern.

Geekometer:

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Magicka 2

Zauber dir einen

Es ist wieder Zeit seine Kameraden zu grillen. Wahlweise mit einem ordentlichen Feuerball oder vielleicht mit einem arkanen Blitzgewitter? Im Januar 2011 ließ das von acht schwedischen Studenten entwickelte „Magicka“ die Herzen Hunderttausender Möchtegern-Zauberer höher schlagen. Jetzt legt Entwickler Paradox nach und holt zu einem zweiten Streich aus.

In Aldrheimto hat der große Krieg der Zauberer deutliche Spuren hinterlassen: Die wenigen Überlebenden sind verrückt oder feindselig geworden, das Böse liegt wie ein Fluch auf der schrulligen Fantasiewelt. Um die Dunkelheit zu bezwingen und ein sagenumwobenes Kind zu finden, übernehmen Spieler die Kontrolle eines Zauberers und verbünden sich mit anderen Magiebegabten.
Indem die Beteiligten ihre individuellen Zauberkräfte kombinieren, befreien sie die an die nordische Mythologie angelehnte Kulisse nach und nach von dem Bösen. Aber Vorsicht: Der Schuss kann auch nach hinten losgehen! Teilnehmer sind nämlich nicht vor den Angriffen ihrer Freunde geschützt – eine „Magicka 2„-Eigenheit, die vor allem in Gesellschaft für herrlich abstruse Situationen sorgt, lassen sich sämtliche Levels und Modi doch mit bis zu vier Benutzern spielen. Schadenfreude ist also vorprogrammiert, wenn sich Team-Mitglieder dank der stets aktiven Friendly-Fire-Funktion „rein zufällig“ gegenseitig niederstrecken. Gerade der Mehrspielerpart ist das Herzstück des Zauberspaßes und bietet eine ganze Reihe an Annehmlichkeiten und Modi.
„Millionen von Menschen haben das erste ‚Magicka‚ geliebt, sogar nachdem ihre Freunde sie mit einem ‚versehentlichen‘ Feuerstrahl in die Luft gejagt haben“, schwärmt Fredrik Wester, Geschäftsführer von Paradox. „Das neue Kapitel in der ‚Magicka‚-Saga bietet Neuerungen im Gameplay und Personalisierungsoptionen, wunderschön präsentiert und animiert für den PC. Unsere Spieler werden ihre Zauberer kontrollieren wie sie möchten, vorausgesetzt ihre Kameraden leben so lange.“
Magie ist, wie der Name bereits andeutet, das zentrale Element des Spiels. Denn die acht Elemente Wasser, Leben, Schild, Kälte, Blitz, Arkan, Erde und Feuer können vom Spieler nahezu beliebig kombiniert und damit zu einzelnen Sprüchen geformt werden. Nicht immer entsteht aus einer Verbindung verschiedener Elemente ein sinnvoller Effekt, aber mit viel Ausprobieren und Übung lassen sich so die verrücktesten Hexereien basteln.
Logisch müssen auch ein paar Rätsel gelöst und tonnenweise Monster aus dem Weg geräumt werden. Damit Trolle, Goblins, Ghoule, Baumgeister, Totenbeschwörer, Elementwesen und anderes Geschmeiß die Gemeinschaft der lustigen Magiere nicht zu schnell in Stücke hauen, dürfen sich die Zipfelmützenträger mit einer großen Auswahl an Roben, Stäben und Waffen ausstaffieren. Denn die Magier wurden nicht nur im Wirken von Magie unterwiesen, sie können sich durchaus auch mit den handelsüblichen Fantasywaffen zur Wehr setzen – und diese sogar noch mit den eigenen Kräften verstärken. Ein Feuerschwert oder eine Eisklinge macht doch mehr her als ein primitiver Stahlprügel. Wer sich die schicke Boxversion aus dem Hause Koch Media zulegt, bekommt gegenüber der reinen Steam-Variante noch die drei exklusiven Ingame-Items des Kriegsfürsten geschenkt: eine galante Robe, ein fetziger Stab und ein schnittiges Schwert.
Glitzernde Schilde, Kältebolzen, Erdwälle oder flammende Explosionen müssen natürlich knackig dargestellt werden. Um das fulminante Geschehen optisch eindrucksvoll präsentieren zu können, hat Paradox eigens eine neue Engine entwickelt, die „Magicka 2“ ordentlich funkeln lässt. „Das Feuer brennt heißer, Todesstrahlen glühen stärker und am wichtigsten ist natürlich, dass man sich jederzeit schnell und einfach mit seinen Freunden vereinen und flotter Unheil über Midgard bringen kann“, schwärmt der Entwickler. Bei alledem nimmt sich „Magicka 2“ – wie sein Vorgänger – selbst nicht allzu ernst und schafft so ein willkommenes Gegengewicht zu der im Hack’n’Slay- und Action-Rollenspiel-Bereich vorherrschenden Humorlosigkeit. Da ist beispielsweise der im ersten Teil als Erzähler fungierende Vlad, der gar nicht oft genug betonen kann kein Vampir zu sein, obwohl seine Zugehörigkeit zu den Blutsaugern offensichtlich ist. Kurzweiliges Fantasygeschnetzel!

Geekometer (im Mehrspielermodus):
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Halo vs. Call Of Duty

Halo_VS_Call_of_Duty_-_YouTubeKampf der Titanen

Der Krieg der Konsolen gehört zum guten Ton der Zockerszene. Ist die PlayStation 4 die beste Daddelkiste oder doch Microsofts Xbox One? Nintendos WiiU spielt dabei leider keine wirkliche Rolle mehr …

Danny und Michael Philippou haben die Streitereien in einem kleinen aber feinen Filmchen auf den Punkt gebracht und lassen stellvertretend für die Giganten ein paar „Call Of Duty“-Spieler gegen den Masterchief antreten. In dem kurzen Clip steckt viel Arbeit, Liebe und herrlicher Unfug.

 

Aliens vs. Predator 2

Monströse Dualität

Aliens Vs. Predator 2

Aliens vs. Predator 2

Alles begann mit einem abgetrennten Alienschädel in „Predator 2„. Als nämlich im zweiten Teil um die Furcht erregenden extraterrestrischen Jäger in deren Raumschiff unter ihren zahlreichen Trophäen fast beiläufig der Kopf eines Aliens zu sehen war, wurden die zwei grausamen Kreaturen das erste Mal in einen gemeinsamen Kosmos geworfen und kurz darauf von Dark Horse Comics in größerem Rahmen miteinander konfrontiert – bis heute bleibt die erste Ausgabe eines der erfolgreichsten Independent-Comics aller Zeiten. Und seit dem 26. Dezember 2006 tragen sie ihren Krieg direkt vor der menschlichen Haustüre aus – in dem verschlafenen amerikanischen Städtchen Gunnison: „Aliens vs. Predator 2„, kurz „AVP2“.

Den Regiestuhl teilen sich die beiden Brüder Colin und Greg Strause – und das kommt nicht von ungefähr, denn die zwei außerirdischen Spezies sind die hingebungsvolle Passion des Geschwisterpaares. „In gewisser Weise leben Colin und Greg quasi in einer Welt mit Aliens und Predatoren“, erzählt John Davis, der bereits „Predator“ als auch „Alien vs. Predator“ produziert hat. „Sie haben all diese Filme unzählige Male gesehen, kennen die AVP-Comics und die Videospiele. Sie verstehen diese Charaktere.“

Grundsätzlich war dem familiären Gespann wichtig, den Horror greif- und spürbarer zu machen als er beispielsweise beim ersten Teil des Monsterduells war, der in einer gewaltigen Pyramide spielte. „Was ist Furcht einflößender: Eine Bedrohung, die Millionen von Kilometern entfernt stattfindet oder eine, die vor der eigenen Türe steht? Wir fanden einfach, dass es höchste Zeit war, die Aliens und den Predator auf die Erde zu holen. Jetzt geht es ans Eingemachte, in diesem Film ist niemand mehr sicher“, gibt Greg mit hämischem Grinsen zu Protokoll und wird von John Davis ergänzt: „Die Idee bestand darin, die Geschichte in ‚Überall, USA‘ anzusiedeln – in einer schönen, ruhigen und wieder erkennbaren Kleinstadt. Plötzlich bricht hier ein Gemetzel los, eine blutrünstige Schlacht wie man sie sich eigentlich gar nicht vorstellen kann.“ Und eben diese brachialen Auseinandersetzungen, nicht nur zwischen den Überirdischen und den bedrohten Menschen, sondern auch zwischen den Aliens und den Predatoren selbst, sollten deutlich brutaler vonstatten gehen und den ersten Teil in den Schatten stellen. „Es geht wesentlich härter zu“, versprechen die Brüder schmunzelnd, „diesmal bringen sie sich besonders widerwärtig um.“

Um aber nicht nur den Hintergrund des Massakers zu verändern und die Gewaltschraube anzuziehen, wollte das Duo die Geschichte auch mit neuen Ideen anreichern, was in der Form des Predaliens hervorragend gelungen ist. Denn während bisher nur Menschen von den Aliens infiziert und als Brutkörper missbraucht wurden, dringt hier ein Alien in einen Predator-Körper ein, wodurch eine Art Hybrid-Monstrum entsteht, zu etwa 80% Alien, zu 20% Predator – und dieses furchteinflößende Ungetüm fällt gemeinsam mit seinen kreuchenden Alien-Geschwistern über die Einwohner von Gunnison her. Es verfügt noch immer über ein schier unzerstörbares Exoskelett, extrem säurehaltiges Blut, einen gewaltigen Schwanz, den es im Kampf zum Durchstoßen seiner Opfer einsetzen kann und eine gewaltige Zahn-Zunge, ist nun aber vom Körperbau her einem Predator ähnlich. Gleichzeitig benötigt es keine Eier mehr, um sich fortzupflanzen, sondern würgt den Chestburster direkt in den Mund seiner Kontrahenten.

Da genügt kein einfacher Predator-Jäger mehr, um die Lage wieder unter Kontrolle zu bekommen. Aus diesem Grund schicken die Predatoren einen „Cleaner“ los, ein überaus kampferprobter Predator, gezeichnet von endlosen Auseinandersetzungen auch mit den Aliens. Er ist allerdings nicht hier, um die Menschen zu retten, sondern vielmehr um die Spuren außerirdischer Existenzen zu tilgen. Während seine Brüder über einen Ehrenkodex verfügen und beispielsweise keine kranken, wehrlosen oder schwangeren Menschen attackieren, kennt der „Cleaner“ nur seine Aufgabe. Er ist nicht tugendhaft, sondern verschlagen, extrem gerissen und zudem mit mehreren Waffensystemen ausstaffiert.

Mit diesen Neuerungen und dem gleichzeitigen Einhalten der bisherigen Geschehnisse im „AVP“-Universum verspricht „Aliens vs. Predator 2“ seinen Vorgänger noch zu toppen. Ein atemberaubender Kampf der extraterrestrischen Titanen.

Geekometer:

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Dungeon Of The Endless

SciFi-Rollen-Strategie-Dungeoncrawler

Seit einigen Monaten können sich Windows- und Mac-Nutzer bereits mit „Dungeon Of The Endless“ durch sinistre Labyrinthe in die Freiheit kämpfen. Eigentlich wollten sich die Strafgefangenen des Transportschiffes Success auf dem Planeten Auriga Prime eine Rückkehr in die Arme der anständigen Gesellschaft erarbeiten, doch leider hat der Planet mehr als Wasser, gemäßigte Klimazonen, Pflanzen und viele Metalle in der Planetenkruste. Das uralte Verteidigungssystem der Infiniten, jener weltraumreisenden Ahnen, schoss das Gefängnisschiff kurzerhand ab, so dass die Crew in den Rettungskapseln zu Boden regnete. Dort aufgeschlagen, versuchen die überlebenden Delinquenten jetzt sich durch die Dungeon-artige Anlage der Infiniten zu manövrieren, die überfüllt ist von alten Relikten und massenweise Monstern.

Dungeon Of The Endless“ ist eine gelungene Kombination aus Rollen- und Strategiespiel, bei dem sich der Spieler von Raum zu Raum vorarbeiten und dabei auf seine begrenzten Ressourcen achten muss. Es können Generatoren für Nahrung und verschiedene andere Güter errichtet werden, ebenso wie zahllose Verteidigungsanlagen. Diese gilt es jedoch meist zuerst zu erforschen. In den Ruinen der Anlage befinden sich zum Glück neben etlichen Gegnern auch noch einige Ressourcen als auch hilfreiche technische Gimmicks, Ausrüstungsgegenstände und Forschungseinrichtungen. Bei Händlern können zudem neue Waffen, Rüstungen und technische Gerätschaften erworben oder verhökert werden, und hier und da stößt der Spieler auch auf einzelne Charaktere, die in die Gruppe integriert werden können. Bis zu vier Recken mit unterschiedlichen Fertigkeiten können so durch die Levels gesteuert werden, wobei jeder einzelne mit Hilfe der Ressourcen zusätzlich hochgelevelt werden kann.

Der Schwierigkeitsgrad ist knackig und es bedarf einiger Anläufe, um die erste „Kampagne“ zu meistern. Dabei entfaltet der Titel allerdings ein unglaubliches Suchtpotential, denn die strategischen und taktischen Möglichkeiten sind mannigfaltig und jeder Raum birgt neue Überraschungen. Um 3 Uhr morgens kommt es so häufig zum üblichen „Nur-Noch-Ein-Raum“-Syndrom …

Letzte Woche ist das Spiel endlich auch als Special Edition in einer schicken Box erschienen, die einige Extras beinhaltet: ein Artwork-Wendeposter, Sticker und der Soundtrack auf CD. Außerdem ist der Bookworm-DLC mit dem Held Josh N’Tello und dem Bibliotheksraumschiff enthalten. Vor allen Dingen der atmosphärische Soundtrack des Retro-haften Dungeoncrawlers hat es in sich.

Umbra

UmbraLogoV2Aus Diablos Schatten

Es geht hoch her bei den Entwicklern von SolarFall Games in Frankreich. Ihr Action-Rollenspiel „Umbra“ wird am 13. Mai bei Kickstarter an den Start gehen und dadurch hoffentlich als von der Spielergemeinde finanzierter Titel das Licht der Welt erblicken. Basierend auf der CryEngine3 und mit der neuartigen Kythera-AI ausstaffiert, versprechen die Linksrheiner ein actionreiches und funkelndes Next-Gen-RPG im Edellook.

Grundsätzlich ähnelt der Titel „Diablo“, soll aber in vielerlei Hinsicht weit darüber hinaus gehen. In ihrem neuesten Video zeigt die Spieleschmiede, was „Umbra“ irgendwann mal können soll und erklären die beiden Grundmechaniken des Gameplays. „Erstens ist da das Resource Opposition-System, das dem Spieler ausbalancierte Freiheiten bei der Charakterentwicklung lässt“, erklärt Daniel Dolui, Programmierer bei SolarFall Games. „Zweitens gibt es die Elemental-Effect-Interaction womit die Spieler die Effektivität von Feuer, Blitz, Wasser und Eis verwalten können, abhängig von der Kombination der eigenen Charakter-Fertigkeiten und der Umgebung in der diese angewendet werden.“

Außerdem versprechen die Franzosen noch:

– klassenlose Charakterentwicklung
– eine wirklich offene und unbegrenzte Welt
– ein vollständig personalisierbares Waffenarsenal
– ein fortschrittliches Handwerkssystem
– eine erwachsene Geschichte

und vieles mehr. Wir sind gespannt wie es mit dem Fantasy-Hack ’n‘ Slash-Game weitergeht.

Wolfenstein – The Old Blood

WTOB_ONE_pack_USK_1429111871Es regnet Nazi-Arschlöcher

Seit 05. Mai muss der gute, alte B.J. Blazkowicz wieder mal ein paar Schergen des Nazi-Regimes plattmachen, um das Blatt zugunsten der alliierten Streitmächte zu wenden. In acht Kapiteln darf sich der bärbeißige Veteran mit zahlreichen schrägen Ungetümen und Übersoldaten anlegen und das gleich zu Beginn auf geschichtsträchtigem Boden. Denn schon zu Beginn – in Rudi Jäger und die Höhle der Wölfe – darf der Spieler durch die gefürchtete Burg Wolfenstein tappen. Aber bevor der Standort von General Totenkopfs Basis enthüllt werden kann, gibt es da noch einen wahnsinnigen Gefängnisleiter. Aber während Blazkowicz sich durch die Gänge prügelt, schleicht und schießt, fangen die Nazis mit okkultem Firlefanz an, um eine uralte dunkle macht zu entfesseln.

Wolfenstein – The Old Blood“ rückt am 15. Mai als physikalische Einzelhandelsversion nach – ebenfalls erhältlich für Xbox One, PlayStation 4 und leistungsstarke Windows-PCs. Wir hoffen in Bälde einen kurzen Blick auf den Ego-Shooter werfen und euch dann mehr berichten zu können.