Smash Up

Die Prinzessin mit dem Zersetzungsstrahl

Es war einmal ein Dornröschen, das vom ewigen Warten auf den Kuss der wahren Liebe die Schnute voll hatte. Kurzerhand ließ es sich von Außerirdischen entführen, terraformte hämisch lachend den Märchenwald und versuchte mithilfe einer Alieninvasion die Weltherrschaft an sich zu reißen. Der Plan wäre fast aufgegangen, wenn da nicht ein paar zombifizierte Kriegsraptoren und Roboterninjas gewesen wären, die dasselbe Ziel hatten. Mit dem Deckmixirrsinn „Smash Up“ dürfen zwei bis vier Spieler in diesen albernen Wettstreit einsteigen und um Zentralgehirne, die Schule der Zauberei oder den Friedberger Stadtfriedhof kämpfen

In der handlichen Box befinden sich 160 Spielkarten von acht verschiedenen Fraktionen zu je 20 Karten, 16 Basiskarten und eine kleine Anleitung. Die Regeln sind simpel und in einer Viertelstunde locker zu meistern, so dass die erste Partie im Handumdrehen angegangen werden kann.
Jeder Spieler darf sich zu Beginn zwei der skurrilen Fraktionen aussuchen, wobei im Basisspiel Aliens, Dinos, Gauner, Ninjas, Piraten, Roboter, Zauberer und Zombies enthalten sind. Jede Partei verfügt über diverse Karten mit individuellen Werten und Besonderheiten, wodurch die aggressiven Dinosaurier vollkommen anders gehandhabt werden müssen als die raffinierten Magieanwender. Durch die Kombination aus jeweils zwei Fraktionen entstehen die wahnwitzigsten Verbindungen, die völlig andere Vorgehensweisen erfordern.
Aktions- und KreaturenkartenJeder Teilnehmer erhält anfangs die jeweils 20 Karten seiner beiden erwählten Fraktionen, mischt diese durch und legt sie verdeckt als Nachzugstapel vor sich ab. Fünf Karten dürfen als Anfangsset auf die Hand genommen werden. Jede Fraktion bringt darüber hinaus noch zwei Basiskarten mit. Diese werden durchgemischt und als allgemeiner Basisstapel bereitgelegt. Zu Spielbeginn werden so viele Basen wie Spieler teilnehmen plus eins aufgedeckt. Und schon kann es losgehen.

Der aktive Spieler darf in seinem Spielzug immer zwei freie Karten aus der Hand spielen: eine Kreatur und eine Aktion. Kreaturen verfügen über eine bestimmte Stärke und eine spezielle Fähigkeit, die meist beim Ausspielen angewendet wird, manchmal aber auch zu Rundenbeginn, Rundenende oder in speziellen Situationen aktiviert werden kann. Kreaturen werden grundsätzlich dazu genutzt, eine der ausliegenden Basen zu attackieren und werden zu diesem Zweck dort angelegt. Aktionskarten dienen dazu, das Spiel und die Kontrahenten zu manipulieren. So kann eine „Breitseite“ alle Kreaturen mit einem Stärkewert von 2 oder weniger an einer Basis zerstören. Die „Kornkreise“ zwingen alle Mitspieler sämtliche schon ausgespielten Kreaturen an einer Basis wieder zurück auf die Hand zu nehmen. Und die „Mystischen Studien“ ermöglichen das Ziehen von zwei zusätzlichen Karten.
BasiskartenSollte nach dem Zug des aktiven Spielers die Summe aller an einer bestimmten Basis angelegten Kreaturen den „Zerstörungswert“ derselben erreichen oder übersteigen, darf diese gewertet werden. Hierbei bekommen alle Spieler, abhängig davon, ob sie die meisten, zweitmeisten oder drittmeisten Stärkepunkte beigesteuert haben, Siegpunkte, wie auf der jeweiligen Basis angegeben. Aber auch die einzelnen Basen haben spezielle Fähigkeiten und können vehement auf den Spielablauf Einfluss nehmen.
Nach der Zerstörung der Basen darf der aktive Spieler noch zwei Karten von seinem Nachzugstapel ziehen, wobei das Maximum von zehn Karten nicht überschritten werden darf. Und schon kommt der nächste Weltherrschaftsanwärter an die Reihe.

Smash Up“ ist ein flottes und dabei sogar äußerst strategisches Deckbauspiel, dessen trashiges Flair den besonderen Reiz ausmacht. Dadurch, dass jede Kombination aus Fraktionen völlig neue Möglichkeiten bietet und Taktiken erfordert, bleiben die Partien auch nach etlichen Wiederholungen noch spannend und spaßig. Darüber hinaus kann ohne Übertreibung behauptet werden, dass „Smash Up“ problemlos auf einer Stufe mit dem kultigen „Munchkin“ steht.

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