Port Royal

Piratenparty

Während ihrer Blütezeit gehörte die berühmtberüchtigte Hafenstadt Port Royal in Jamaika zu den wohlhabendsten Städten der Welt. Die günstige Lage erlaubte es den englischen Freibeutern, die von den gekaperten spanischen Galeonen frisch ergatterten Waren direkt in der Umgebung zu verkaufen. 2 – 5 Piratenanwärter dürfen sich bei dem flotten Kartenspiel „Port Royal“ als geschäftstüchtige Seeräuber versuchen und um die Gunst von Gouverneuren und Admirälen buhlen.

Port Royal“ braucht nicht mehr als 120 unterschiedliche Spielkarten und eine kleine aber feine Anleitung. Vom Auspacken bis zur ersten Partie vergeht keine halbe Stunde und schon kann die geschlossene Mannschaft in See stechen. Jede Karte hat zwei relevante Seiten, einmal die Vorderseite mit Schiffen, Personen, Steuererhöhungen und Expeditionsaufrufen, einmal eine Rückseite mit einer abgebildeten Goldmünze. Dadurch kann jede Karte entweder als Geldvorrat oder als Spielobjekt fungieren. Jeder Freibeuter fängt mit drei Goldkarten an, die restlichen Karten werden gut durchgemischt und als verdeckter Nachziehstapel in der Tischmitte platziert. Der aktive Spieler zieht nun so lange Karten vom Stapel wie er möchte, wobei dabei primär Schiffe in fünf verschiedenen Farben und individuelle Charaktere zum Vorschein kommen. Je mehr Karten ausliegen, umso besser, doch sollte der Spieler eine Schiffskarte ziehen, deren Farbe bereits offen ausliegt, muss der gesamte aufgedeckte Kartenhaufen abgeworfen werden und der nächste Spieler ist an der Reihe. Um das zu vermeiden kann der aktive Spieler jedoch jederzeit aufhören, Karten aufzudecken und mit den bereits umgedrehten „arbeiten“.
PortRoyal_SpielsituationDenn nach dem Kartenziehen, dem sog. „Entdecken“, geht es ans „Handeln & Heuern“. Der aktive Spieler darf sich abhängig davon wie viele verschiedenfarbige Schiffe offen ausliegen 1 bis 3 Karten auswählen. Die unterschiedlichen Bootstypen gewähren Gewinne in Gold. Mit diesen Einnahmen kann das „Heuern“ begangen werden. Die unterschiedlichen Persönlichkeiten wie Gouverneure, Händler, Witzbolde, Matrosen, Piraten oder Fräuleins müssen nämlich mit barer Münze bezahlt werden, bringen dann aber zukünftig besondere Vorteile. Der Händler generiert beim „Handeln“ mit den Schiffskarten zusätzliche Geldboni, der Pirat kann die eigene Ladung bewachen und bestimmte Schiffskarten „abwehren“, während Priester, Kapitäne und Siedler dafür notwendig sind, um sich lohnende Expeditionen zu sichern. Solche Forschungsreisen können in der „Entdecken“-Phase nämlich ebenfalls gezogen werden, landen jedoch auf einem eigenen Stapel und können von jedem Spieler ausgewählt werden – vorausgesetzt, das nötige Personal und Kapital ist vorhanden. Dadurch sichert sich der Spieler wichtige Siegpunkte. Diese gibt es jedoch auch für bestimmte Charaktere im eigenen Besitz.
Hat der aktive Spieler seine Phase „Handeln & Heuern“ abgeschlossen, darf jeder weitere Mitspieler noch maximal eine Karte aus der offenen Auslage auswählen, muss dem aktiven Spieler jedoch eine Gebühr von einem Goldstück bezahlen. Haben alle gewählt oder gepasst, wird der Spieler zur Linken des aktiven Spielers zum neuen aktiven Spieler und beginnt damit, Karten vom Nachziehstapel nach eigenem Ermessen aufzudecken. Und so geht es reihum weiter, bis einer der Spieler 12 Siegpunkte erreicht hat.

Port Royal“ bietet zahlreiche Wege zum Ziel und lässt dabei keine Minute Langeweile aufkommen. Vielmehr gehen die Runden schnell und sorgen für viel Gelächter. Durch das „Handeln & Heuern“ kommt es auch indirekt zur Interaktion zwischen den Spielern, und wenn es nur das boshafte Wegschnappen wichtiger Ressourcen ist. Pfiffig, flott und spaßig.

Geekometer:

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