Mouse Guard: Legenden der Wächter 2

Andreas Mergenthaler/Hardy Hellstern (Hg.)
„Mouse Guard: Legenden der Wächter 2“
(Cross Cult)

Kaum war die erste Anthologie aus den Maus-Territorien erschienen, war „Mouse Guard„-Schöpfer David Petersen klar: Es muss einen Band 2 geben. So kehren wir ins Frühjahr 1155 zur June Alley Inn nach Barkstone zurück, um den dort versammelten Mäusen bei ihrem Wettstreit um die beste Geschichte zu lauschen. Jedes kleine Abenteuer wird dabei von einem anderen Gastzeichner bzw. -autoren gestaltet. Entsprechend vielfältig ist sowohl der sprachliche als auch zeichnerische Stil – und gerade dieser bunte Mix macht den Reiz der „Legenden der Wächter“ aus. Lose verbunden sind die einzelnen Kapitel durch die Ereignisse im Gasthaus, Kern des Ganzen bleiben jedoch die unterschiedlichen Anekdoten, die die Mäuse zum Besten geben. So erfahren wir von verfluchten Geisterbäumen, in denen untote Eulen hausen, von rachsüchtigen Raubvögeln, die die Mäuse vor einem sicheren Tod durch den Fuchs bewahren, von tapferen Wächtern der Meere, aber auch von einer unerfüllten Liebe eines Mäusematrosen zu einer Seejungmaus. Manche Kapitel werden sogar in Notenform dargebracht, andere als schwarz-weiße Schraffuren, und wieder andere sind beinahe kitschig bunt. Die faszinierende Welt der Wächtermäuse – ein mittelalterliches Szenario, in dem anstelle von Menschen Mäuse die Protagonisten sind – wird so um eine Reihe frischer Perspektiven und kleiner Sagas erweitert, ohne den roten Faden des Epos zu kappen.

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