Monster im Mittelalter

Rudolf Simek
„Monster im Mittelalter“
(Böhlau)

„Die fantastische Welt der Wundervölker und Fabelwesen“ im Mittelalter wird ein weiteres Mal durchleuchtet. Dieses Mal macht sich der Professor für Ältere Germanistik, Rudolf Simek, auf Spurensuche und schließt diese so erfolgreich ab, dass sein „Monster im Mittelalter“ fürderhin als zeitloses Standard- und umfassendes Nachschlagewerk gelten kann. Eine Untersuchung der Geschichte europäischer Monster und eine kleine Erkundung der mittelalterlichen (Gedanken-)Welt gehen einer genauen Betrachtung voraus. Was macht ein Monster aus, welche Kriterien muss es erfüllen und welche Formen existieren? Warum glaubte man im Mittelalter überhaupt an monströse Wesen und welche Bedeutung hatten sie? Diesen Fragen geht Simek erschöpfend nach und zeigt dabei ein unglaubliches Quellenwissen. Sogar den Monstern der Neuzeit widmet er ein eigenes Kapitel und spannt damit gekonnt den Bogen in die Gegenwart. Allein diese fundierte Arbeit wäre bereits großes Lob wert, doch es folgen diesen knapp 200 Seiten noch weitere 80 Lexikonseiten, auf denen der Autor zahllose Monster alphabetisch aufführt, näher erläutert und dem Leser sogar noch Literaturhinweise an die Hand gibt. Die antiken und mittelalterlichen Quellen wie Konrad von Megenburg oder das angelsächsische „Liber Monstrorum“ werden ferner angegeben, wodurch ein vielschichtiger Einblick gewährt wird.

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