Maniac

Maniac
(Ascot Elite)

1980 ließ Filmemacher William Lustig einen gar nicht so lustigen Psychokiller auf New York los; in Deutschland wurde sein Werk kurzerhand beschlagnahmt. Nun versucht es der Franzose Franck Khalfoun nach dem Drehbuch von Alexandre Aja noch einmal und lässt den Hobbitmimen Elijah Wood als traumatisierten Frank erneut ein krankes Spiel spielen. Die Straßen von Los Angeles sind nicht mehr sicher, denn ein Serienmörder treibt seit Wochen sein blutiges Unwesen. Er schlachtet seine weiblichen Opfer nicht nur grauenvoll ab, er skalpiert sie auch noch. Was mit den abgetrennten Haaren geschieht, gibt der Polizei Rätsel auf. Der Zuschauer hingegen weiß deutlich mehr, denn „Maniac“ wird bis auf wenige Maniac_2Ausnahmen ausschließlich aus der Perspektive des völlig derangierten Protagonisten erzählt, wodurch man allen Abscheulichkeiten durch dessen Augen „persönlich“ beiwohnt. So erlebt man einerseits seine Jagd nach neuen Opfern, die Morde, die widerlichen Skalpierungen, aber auch seine kranke Hingabe zu restaurierten Schaufensterpuppen, die er mit dem blutigen Haarteil verziert. „Maniac“ ist abartig und in seiner Gewaltdarstellung extrem, jedoch steht neben den Gräueltaten vor allem die Psyche und missratene Kindheit von Frank im Vordergrund als auch die damit gekoppelte manische Suche nach Erlösung. Handwerklich beeindruckend und erzählerisch fesselnd – jedoch nichts für schwache Nerven.

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