GamesCom 2015, Teil 1

Koelnmesselogo, Eingang Nord

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Und Gott sprach: Es werde Bumm!

Die Koelnmesse wird einmal im Jahr mit der GamesCom zum Mekka für Videospieler aller Couleur. 2002 fand das Treffen der damals noch jungfräulichen Zockerbranche erstmals in Leipzig statt und konnte schon beim Debüt 80.000 Besucher anlocken. Kontinuierlich gingen die Zahlen der Jünger nach oben und so fanden sich 2015 vom 05. bis 09. August rund 345.000 Joypadakrobaten ein, davon ca. 33.200 Fachbesucher und 6000 Journalisten. Beindruckende Zahlen eines beeindruckenden Events.

Aber die GamesCom beschränkte sich nicht nur auf das riesige Messeareal auf der rechtsrheinischen Seite Kölns. Nein, ganz Cologne war gepflastert von Werbeanzeigen zu Computerspielen wie der Ego-Shooterlegende „Doom“ oder das post-apokalyptische Action-Rollenspiel „Fallout 4“. Die Karnevalshochburg schien sich auf den gewaltigen Besucherstrom einzustellen, so dass selbst in der U-Bahn Anzeigen von verschiedenen Spielen zu finden waren – ganz zu schweigen von unzähligen Horden des Homo daddelensis.

Der erste Tag, Mittwoch, der 05. August, war in bester Tradition den Fachbesuchern und Journalisten vorbehalten; doch schon da waren die weitaus mehr als ein Dutzend Hallen gut gefüllt. Immerhin pilgerten Spielbegeisterte aus 96 verschiedenen Ländern an und füllten die zum Vorjahr um 18% vergrößerte Ausstellungsfläche problemlos aus.

Alles so schön blau hier

Den Anfang machte eine Pressevorführung von Electronic Arts (EA), die den geladenen Gästen exklusive Neuheiten zu den kommenden Blockbustern vorführten. Atemberaubende Szenen von „Need For Speed“ wurden da gezeigt, bei dem der Gaspedalsüchtige seinem ganz eigenen Spielstil folgen können wird, ganz gleich ob er auf wüste Verfolgungsjagden, coolen Style oder pure Schnelligkeit steht. Es folgte das äußerst schnittige „Mirror’s Edge Catalyst“, das den Werdegang der Parkour-Heldin Faith erzählt und mit einem wuchtigen und beeindruckenden Video den Saal zum Beben brachte. Ein wenig spärlich waren die Informationen, die EA zu Biowares Mehrspielerspektakel „Knights Of The Fallen Empire“, der kommenden Erweiterung zu „Star Wars: The Old Republic“ herausrückte. Erste Videos waren zwar erwartungsgemäß umwerfend, aber inwiefern die Ritter des gefallenen Imperiums dem Geschehen neuen Schub geben werden, bleibt abzuwarten.

Mit der „Get Together“-Expansion soll „Sims 4“ in völlig neue Höhen aufsteigen. „You rule“ ist das Motto der Erweiterung, die neue Partymöglichkeiten, Flirts und eine eigene Location bieten wird. Eine kurze Tanzeinlage von knackigen Jungs und Mädels sollte wohl das Interesse weiter ankurbeln … Angekurbelt wurde bei der Präsentation von „Plants Vs. Zombies: Garden Warfare 2“ der blanke Wahnsinn. Hier wurden auf beiden Seiten neue Charaktere wie „Colonel Corn“, ein Zombiepirat oder eine Kopfgeldjägerorange vorgestellt, darunter auch neue Spielmodi wie der Couch-Koop. Sogar das Science Fiction-Rollenspiel „Mass Effect“ musste als „Grass Effect“ für einige Späße und Gadgets im Spiel herhalten.

Besonders zauberhaft war jedoch die Darbietung des Indie-Spieles „Unravel“, bei dem der Spieler ein rotes aus Schnur aufgewickeltes Männchen durch eine wunderschöne und zauberhafte Welt steuert. Kein Geballer, keine stumpfe Action, kein Epos und keine pumpenden Beats. Alles konzentriert sich hier auf eine magische und eher melancholische Atmosphäre. Der kleine Knäuelheld muss durch verschiedene Levels bugsiert werden, die nur durch physikbasierende Knobelaufgaben zu bewältigen sind. Und während der rote Recke umhertollt, springt und klettert, wickelt sich sein Lebensfaden mit jedem Schritt weiter ab. Wie zu erwarten wurde das neue „Star Wars: Battlefront“ von den Anwesenden am sehnlichsten erwartet. Die versammelten Pressevertreter konnten erstmals einen Blick auf den Luftkampf des AAA-Titels werfen, bei dem nicht nur X-Wings und Tie Fighters gegeneinander antreten mussten, sondern auch der gute, alte Millennium Falke zum Einsatz kam. Neben spannenden Dogfights durfte auch ein wenig Lichtschwert-Action zu Boden mit Ikonen wie Darth Vader nicht fehlen.

Zu guter Letzt gab es noch eine ordentliche Portion Sport: „Fifa 16“ lässt sich noch mehr den Wünschen des Spielers anpassen und wird einige neue Features in allen Bereichen mitbringen, darunter optimierte Passvarianten, tollere Torhüter und eine realistischere Defensive. Man darf also durchaus auf die nächsten Titel gespannt sein.

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