Game Of Thrones 4: All Men Must Die

„Game Of Thrones 4: All Men Must Die“
(HBO/Warnerbros)

Das Ringen um den Eisernen Thron bleibt ein blutiges und widerliches Geschäft. Es gilt Verbündete zu suchen, Feinde zu vernichten und Rache zu üben. Im Falle von Stannis Baratheon, der sich wie viele andere auch für den einzigen wahren Thronfolger hält, heißt es Kräfte zu sammeln und bei der Eisernen Bank um finanzielle Unterstützung zu bitten. Denn es mangelt ihm nach der Niederlage vor Königsmund an Soldaten, um seinen Anspruch militärisch durchzusetzen. Die Drachenmutter Daenerys Targaryen hat unterdessen die Metropole Meereen erobert und seine zahlreichen Sklaven befreit. Ihre Pläne über Westeros zu herrschen gibt sie vorerst auf und verbleibt als Herrscherin im Osten. Aber sie muss am eigenen Leibe erfahren, dass ein gutes Herz und hehre Absichten für eine Regentin nicht ausreichen. Es regt sich Widerstand in den Gassen der Stadt, dem die blonde Targaryen mit ihrer Armee der Unberührten entgegentreten muss. Überdies eignen sich ihre drei Drachen nur bedingt zur Haltung in bewohnten Regionen und sie muss eine folgenschwere Entscheidung fällen. Im Norden von Westeros braut sich hingegen eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes zusammen. Die Wildlinge haben sich zu mehreren Tausenden vor der Mauer versammelt und drohen die Königslande zu überrennen. Zwischen ihnen und den vermeintlich zivilisierten Ländern steht nur noch eine Hundertschaft von verzweifelten Männern der Nachtwache. In Folge 9 kommt es schließlich zur Schlacht. Der Kampf ist zweifellos einer der zentralen Gipfelpunkte der gesamten Serie. Riesen reiten auf ihren Mammuts gegen die Eiswand, versuchen das gigantische Tor des Walls einzureißen, während die Männer in Schwarz verzweifelt versuchen, das gewaltige Heer einzuschüchtern, zu demoralisieren und zurückzuschlagen. Es scheint alles vergebens … Gleichsam turbulent geht es in der Hauptstadt zu. Zur Hochzeit von Joffrey sind einige interessante Gäste angereist. Zu ihnen gehört auch Oberyn Martell aus Dorne, der mit den Lennisters noch eine Rechnung offen hat. Ein Anschlag bei den überwältigenden Feierlichkeiten bringt jedoch zahlreiche geschmiedete Pläne durcheinander. So muss sich der Gnom Tyrion Lennister für einen Mord verantworten, den er gar nicht begangen hat und eine Verhandlung über sich ergehen lassen, die mehr als nur entwürdigend ist. Entsprechend fatal fällt seine Reaktion aus.

Dies sind nur einige wenige Eckpunkte der mitreißenden vierten Staffel, die in groben Zügen der zweiten Hälfte des dritten englischsprachigen Originalbandes von George R.R. Martins „Lied von Eis und Feuer“ entspricht. „All Men Must Die“ ist in seiner Gesamtheit ein bewegendes Monstrum, das gleichermaßen betört, niederschmettert und fesselt. Gerade auf Blu-ray winken zur genialen Serie noch einige liebevoll gestaltete Extras wie Erläuterungen zu den Mythen von Westeros, zahllose Audiokommentare, Interviews, Rückblicke, Charakterportraits und vieles mehr. Wer noch kein Fan ist, sollte diesen bedauernswerten Zustand dringend ändern und sich schnellstens bis zur vierten Staffel vorarbeiten. Denn eines ist sicher: Der Winter naht.

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