Fürst der Dämonen


Fürst der Dämonen
(Tiberius)

Der junge Jonathan Green hat eine Vision: er will die gesamte Erde vermessen und dabei vernünftiges Kartenmaterial erstellen. Ein Unterfangen das im frühen 18. Jahrhundert nicht unbedingt einfach zu bewerkstelligen ist. So muss er leider seine Geliebte im sicheren England zurücklassen und sein gesamtes Hab und Gut auf eine Karte setzen. Als ihn sein Weg in die dunkeln Wälder Osteuropas jenseits Transsylvaniens führt, wird sein wissenschaftlicher Verstand jedoch auf eine harte Probe gestellt. Dort liegt ein finsterer Fluch auf einem kleinen Dorf, dem sich der Brite mit all seinem Charme und seiner Finesse entgegenstellen muss. Eine untote Hexe sorgt für allerlei Wirbel und der Kartograph muss sich einiger hässlicher Dämonen erwehren, um nicht seinen Verstand und sein Leben zu verlieren. Das russische Kino folgt anderen Erzählmustern als das amerikanische oder europäische – und genau dies ist an „Fürst der Dämonen“ so erfrischend. Dabei basiert der Streifen auf dem phantastischen Roman „Der Wij“ (1835) von Nikolai Gogol. Erwartungshaltungen werden gebrochen, Fantasy und Historie, Mythen und Legenden gehen hier munter Hand in Hand und schaffen so eine erquickende russische Variante von „A Chinese Ghost Story„, die mit einer Reihe schräger Einfälle und Figuren punktet.

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