Conan: Der Schwarze Kreis und andere Geschichten

Red Van Lente/Ariel Olivetti
„Conan: Der Schwarze Kreis und andere Geschichten“
(Dark Horse Books/Panini Comics)

Conan der Cimmerier hat zahlreiche Gesichter. Er ist Dieb, Herrscher, Krieger, Pirat, Liebhaber und Schatzjäger und bei den meisten dieser Tätigkeiten stets unterwegs. Zahllose Reiche und Kontenente hat er besucht, Könige entthront, Monster erlegt und Artefakte gehoben. „Der Schwarze Kreis“ aus der Feder seines Schöpfers Robert E. Howard wurde erstmals 1934 in dem Pulp-Magazin „Weird Tales“ veröffentlicht und nun zum zweiten Mal als Comic adaptiert. Die Geschichte entführt den Cimmerier in orientalische Gefilde, wo er als Stammesführer in politische Intrigen verstrickt wird. Der König von Vendhya wurde durch die finstere Magie der Schwarzen Seher von Yimsha ermordet. Nun sinnt die Königsschwester Yasmina auf Rache und will Conan, der sich ein paar Krieger untertan gemacht hat, in ihre Dienste zwingen. Der Barbar dreht den Spieß aber um und entführt die morgenländische Schönheit kurzerhand. Da weiß er aber noch nicht, welch begehrte Ware die Prinzessin im Augenblick ist. Schon stürzen sich ein paar Wazuli-Räuber auf den muskelbepackten Heroen – und das ist nur der Anfang. Conan muss sich gegen Riesenschlangen, dunkle Magie und andere Gefahren zur Wehr setzen – stets mit dem Schwert in der Hand und Crom im Herzen. Unterdessen erliegt einer der Schwarzen Seher der Liebe einer Frau und wendet sich gegen seinen eigenen Zirkel; das macht die Sache komplizierter …

Die Story wird von der Argentinierin Ariel Olivetti – die mitunter schon an „Thor“, dem „Punisher“ oder „Lobo“ gearbeitet hat – in stimmungsvolle Panels verwandelt. Sowohl die Farbwahl als auch die Zeichnungen sind erstklassig. Zu der Hauptstory kommen noch vier Kurzgeschichten von wenigen Seiten Länge unterschiedlicher Autoren und Bildkünstler hinzu. In „ein Meer aus Sand“ bricht Conan mit einigen abgeschlagenen Köpfen einen uralten Fluch, in „Der Handel“ fungiert er als gerissener Dieb, in „Trophäen“ stattet er Fatuus Taverne einen kurzen aber blutigen Besuch ab und bei „Kinder der Sonne“ kümmert sich der Hüne lieber um die handfesten Dinge, als um philosophische Fragen.

Der Schwarze Kreis und andere Geschichten“ liest sich flott und hat einige nette Ideen parat. Durch die unterschiedlichen Künstler ist die Abwechslung nicht nur storytechnisch, sondern auch zeichnerisch gegeben, was den neuesten „Conan„-Band durch und durch interessant macht.

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