Cinderella

Cinderella
(Disney)

Hollywood hat das Märchen wieder für sich entdeckt. Disney selbst grub in letzter Zeit mit „Maleficent“ das verschlafene Dornröschen wieder aus, verpasste dem Geschehen jedoch einen düsteren Fantasyanstrich und eine neue Perspektive. Auch Dunkelromantiker Tim Burton durfte „Alice im Wunderland“ modernisieren und zu neuen Einspielhöhen führen. Eisköniginnen, Schneewittchen und andere fantastische Berühmtheiten buhlten ebenfalls schon um die Eintrittsgelder des Publikums; in Kürze folgt noch „Die Schöne und das Biest“ und auch der Elefantenpilot Dumbo und das „Dschungelbuch“ werden generalüberholt.
Zu dieser neuen Welle des märchenhaften Familienentertainments gehört auch die Neufassung von Aschenputtels Lebensgeschichte. „Cinderella“ zielt dabei bewusst auf ein junges, weibliches Publikum ab und erfreut mit einer zielsicheren Erzählweise und farbenprächtigen Inszenierung. Die böse Stiefmutter, die Aschenputtel in Zusammenarbeit mit ihren beiden widerlichen Töchtern mehr und mehr von der ungeliebten Stieftochter zur in den Speicher verstoßenen Haussklavin macht, wird von Cate Blanchett wunderbar verkörpert. Auch die leidgeplagte und geduldige Cinderella (Lily James) macht eine durchaus gute Figur und hinterlässt einen lobenswerten Eindruck. Kleine Kniffe in der Story und eine ideenreiche Umsetzung machen die bekannten Abläufe um einen feengesponsorten Ballabend mit verlorenem Kristallschuh und Suche des Prinzen nach dessen Besitzerin wieder interessant – eine erhöhte Romantiktoleranz ist allerdings dringende Voraussetzung.

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