Meteor-Horror: Aliens in Raven Rock

„Meteor-Horror: Aliens in Raven Rock“ (2)
(Meteor/Edel)

Es gibt Menschen, die lieben anspruchsvolle Hörbücher, mit guten Textvorlagen, professionellen Sprechern und einer packenden musikalischen Untermalung – solcherlei Gesellen sollten hier auf keinen Fall weiterlesen, da sie der folgende Hörspielgenuss wahrscheinlich in tiefste Verzweiflung stürzen würde. Für Leute, die auf Blödsinn, Spaß und Trash stehen, die sich mit großer Vorliebe die grottenschlechtesten B- und C-Movies einverleiben, haben hier – und eigentlich mit der gesamten Horror-Serie aus dem Hause Meteor – vielleicht ein kleines Leckerli gefunden. Schon in der unterirdisch schlechten Intro wird mit Lebensweisheiten à la „Alte Traktoren sind wie Frauen – sie sind unberechenbar. Und manchmal machen sie komische Geräusche“, geglänzt, die den intellektuellen Tiefgang der Episode aufzeigen. Die Handlung selbst beginnt mit der Einführung der beiden Protagonistinnen Jodie und Kim, die mächtig die Schnauze voll haben vom Stress der Großstadt und deshalb in das kleine Kuhkaff Raven Rock fliehen wollen, in dem Jodie früher öfters die Sommerferien bei ihrem Onkel und ihrer Tante verbrachte. Als sie dort nach einigen haarsträubenden Dialogen angekommen sind, beginnt sich langsam das ganze Ausmaß dieser hanebüchenen Story zu offenbaren, denn als sie von albernen Blechklumpen mit spinnenartigen Beinen attackiert werden wird klar: Aliens treten der Menschheit mal wieder ordentlich in die Weichteile. Wobei hier nicht einmal von „Treten“ die Rede sein kann, denn die fiesen Metallbollen entpuppen sich als Luftstaubsauger, die die Menschen sozusagen totsaugen, und das nur wegen einem kleinen Programmierfehler. Wenn das mal kein Stoff für packenden Horror ist … nein, ist es auch nicht, aber man kann sich köstlich amüsieren.

Geekometer (für Trash-Fans):

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